Vitamin-D: Wirkung, Bedarf, Quellen, Mangel & Präparate

Intro

Vitamin-D ist für viel mehr zuständig als nur gesunde Knochen. Trotz seines Namens ist das D-Vitamin genau genommen eigentlich gar kein Vitamin, sondern vielmehr ein Prohormon, eine Vorstufe eines Hormons. Was hat das Vitamin-D mit der Sonne zu tun? Wo finden wir es in der Ernährung, welche Gefahren birgt ein entsprechender Mangel und welches sind die besten Präparate? In welcher Verbindung steht das Vitamin zu unserem Immunsystem, der Haut, Haarausfall und Depressionen?

Keypoints

  • Vitamin-D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen
  • Das D-Vitamin kommt hauptsächlich in zwei Formen vor: Cholecalciferol (Vitamin-D3) und Ergocalciferol (Vitamin-D2)
  • Vitamin-D ist für die Erhaltung gesunder Knochen und Zähne essentiell, unterstützt unser Immunsystems, Gehirn, Nervensystem, Lungenfunktion und Herzgesundheit und reguliert den Insulinspiegel
  • Das D-Vitamin wird auch als Sonnenvitamin bezeichnet, weil es mit Hilfe der UV-Strahlung vom Körper selbst hergestellt werden kann
  • Der Grossteil des Vitamin-D-Badarfs wird über die körpereigene Herstellung sichergestellt. Allein über die Nahrung ist die Deckung des Tagesbedarfes kaum möglich
  • In den Wintermonaten kann weit weniger des Vitamins aus der Sonne gewonnen werden als in den Frühlings- und Sommermonaten
  • Um den Vitamin-D-Status zu bestimmen wird der Gehalt an 25-Hydroxyvitamin-D (Speicherform) im Blut gemessen
  • Bei Erwachsenen äußert sich ein Vitamin-D-Mangel als Osteomalazie (Knochenerweichung) oder Osteoporose
  • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät nur dann Ergänzungen einzunehmen, wenn eine unzureichende Versorgung durch einen Bluttest nachgewiesen wurde und sich die körpereigene Produktion nicht anders verbessern lässt
  • Studien belegten, dass Vitamin-D3-Präparate in Form von Öl oder Tropfen am besten vom Körper aufgenommen werden können, am besten zu den Mahlzeiten

Was ist Vitamin-D?

Vitamin-D wird nicht umsonst das Sonnenvitamin genannt. Der menschliche Körper produziert es nämlich entsprechend als Reaktion auf die Sonneneinstrahlung. Zudem kann man die Aufnahme durch bestimmte Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich unterstützen.

Das D-Vitamin gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und ist seit langem dafür bekannt, dass es dem Körper hilft Kalzium und Phosphor zu absorbieren und zu speichern. Beides sind wichtige Mineralstoffe für den Knochenaufbau

Unser Körper scheidet überschüssiges D-Vitamin nicht einfach aus oder baut es ab, sondern speichert es über einige Monate im Fettgewebe, in den Muskeln sowie in geringer Menge auch in der Leber, um im Bedarfsfall auf den Vorrat zurückgreifen zu können. 

Vitamin-D Formen: Ergocalciferol und Cholecalciferol

Vitamin-D kommt hauptsächlich in zwei Formen vor:

Cholecalciferol: Vitamin-D3

Vitamin-D3 kommt in tierischen Lebensmitteln vor und wird ebenso durch Einfluss des Sonnenlichts aus 7-Dehydrocholesterol hergestellt.

Ergocalciferol: Vitamin-D2

Vitamin-D2 kommt in pflanzlichen Lebensmitteln vor und entsteht durch Einfluss von UVB-Strahlung aus Ergosterol.

Veganes Vitamin-D3 aus Pilzen und Flechten

Die meisten Vitamin-D3-Präparate werden auf der Basis von Lanolin, Wollwachs aus der Wolle von Schafen hergestellt und somit nicht vegan. Inzwischen gibt es jedoch auch vegane, rein pflanzliche Präparate aus Pilzen und Flechten.

Vitamin-D Aufgaben und Wirkung

Das D-Vitamin ist u. a. für die Erhaltung gesunder Knochen und Zähne bekannt. Es kann aber noch viel mehr … So unterstützt es z. B. auch unser Immunsystems, das Gehirn, das Nervensystem, die Lungenfunktion und unsere Herzgesundheit, reguliert den Insulinspiegel und die Behandlung von Diabetes und ist mit an der Expression von Genen, die an der Krebsentwicklung mitwirken beteiligt. Schauen wir uns seine Aufgaben, Funktionen und Wirkungen etwas genauer an. 

Vitamin-D hilft Krankheiten vorzubeugen

Die Rolle von Vitamin-D bei der Krankheitsvorbeugung ist ein beliebtes Forschungsgebiet. In verschiedenen Beobachtungsstudien konnte dabei ein Zusammenhang mit einem geringeren Auftreten bestimmter Krankheiten bei Menschen, die in sonnigeren Klimazonen leben und einen entsprechend höheren Serumspiegel aufwiesen nachgewiesen werden.

Eine 2018 durchgeführte Studie ergab, dass das Vitamin eine schützende Wirkung gegen das Influenzavirus haben könnte. Es sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich, um diesen Effekt zu bestätigen.

Vitamin-D für ein starkes Immunsystem

Vitamin-D trägt zu einer guten Funktion des Immunsystems bei, indem es z. B. die Fresszellen des unspezifischen Abwehrsystems und die T-Lymphozyten des spezifischen Abwehrsystems unterstützt. Ebenso kann es helfen das Ausmaß an entzündlichen Prozessen zu mindern.

Das D-Vitamin spielt in unserem Immunsystem eine zentrale Rolle, es kurbelt unsere Abwehrkräfte an und unterstützt uns dabei Krankheitserreger zu bekämpfen. Ein ausgewogener Vitamin-D-Spiegel ist der Booster für unsere Abwehrkräfte.

Gesunde Knochen dank Vitamin-D

Das D-Vitamin spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Kalziumspiegels sowie auch der Aufrechterhaltung des Phosphorspiegels in unserem Blut. Diese Faktoren sind für die Erhaltung gesunder Knochen unverzichtbar.

Der Mensch braucht Das D-Vitamin damit der Darm Kalzium absorbieren sowie kann und um das Kalzium zurückzugewinnen, das die Nieren ansonsten ausscheiden würden.

Zur Frage wie viele Knochen hat ein Mensch? geht es hier

Vitamin-D gegen Bluthochdruck bei Kindern 

Ein Vitamin-D-Mangel steht im Zusammenhang mit Bluthochdruck bei Kindern. In einer Studie wurde ein möglicher Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und der Festigkeit der Arterienwände bei Kindern festgestellt. 

Vitamin-D gegen Haarausfall 

Haarausfall, auch Alopezie genannt, kann verschiedene Ursachen haben wie z. B. Hormone, Genetik, Stressfaktoren und Medikamente und kann manchmal auch auf einen Vitaminmangel hindeuten.

Das D-Vitamin wird in der Haut von den Keratinozyten verstoffwechselt. Diese verarbeiten Keratin, ein Protein in Nägeln, Haut und Haaren. Wenn der Körper nicht über genügend Vitamin-D verfügt, haben die Keratinozyten in den Haarfollikeln Schwierigkeiten das Haarwachstum und den Haarausfall zu regulieren.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem D-Vitamin-Mangel und Alopezie, eine der häufigsten Ursachen für dünner werdendes Haar oder Haarausfall bei Männern und Frauen. Die Forschung hat ebenso einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und Alopecia areata herstellen können, der genaue Mechanismus ist jedoch noch nicht geklärt. 

Mehr zum Thema Haarausfall gibt es hier

Vitamin-D gegen Allergien

Die American Academy of Allergy Asthma and Immunology weist darauf hin, dass es Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen einer niedrigen Vitamin-D-Exposition und einem erhöhten Risiko einer allergischen Reaktion gibt.

Ein Bsp. dafür ist, dass Kinder die näher am Äquator leben, seltener wegen Allergien ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ebenso ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Erdnussallergie bei ihnen deutlich geringer.

Vitamin für gesunde Haut 

Das D-Vitamin stärkt unsere Hautbarriere und erschwert es Bakterien damit in die Poren einzudringen und störende Entzündungen auszulösen. Auch hilft es Entzündungsreaktionen einzudämmen die z. B. mit Neurodermitis einhergehen. Denn Menschen mit einem ausgeprägten Mangel leiden nicht selten unter Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Akne oder Psoriasis (Schuppenflechte). 

Vitamin-D gegen Depression 

Die Forschung zeigt, dass das D-Vitamin eine wichtige und entscheidende Rolle bei der Regulierung unserer Gemütslage und der Verringerung des Risikos von Depressionen spielen könnte. Untersuchungen ergaben, dass unter der Einnahme von entsprechenden Präparaten eine Verbesserung der Symptome von negativen Gefühlen festgestellt werden konnte. 

Verstärkte Wirkung auf Glukokortikoide 

Vitamin-D kann die entzündungshemmende Wirkung von Glukokortikoiden zusätzlich verstärken. Dieser Nutzen macht es zu einer potenziell nützlichen sowie unterstützenden Therapie für Menschen mit steroidresistentem Asthma.

Vitamin-D in der Schwangerschaft

Eine Studie aus dem Jahr 2019 legt nahe, dass schwangere Frauen mit einem Vitamin-D Mangel ein höheres Risiko haben eine Präeklampsie, Gestosen (Schwangerschaftsvergiftungen) oder Frühgeburten zu erleiden. Bei einer Präeklampsie tritt eine Hypertonie (Bluthochdruck) mit Vorhandensein von zusätzlichem Eiweiss im Urin, die nach der 20. Schwangerschaftswoche auf. Ärzte bringen einen schlechten Status auch mit Schwangerschaftsdiabetes sowie bakteriellen Vaginosen bei Schwangeren in Verbindung.

Jüngste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein Mangel während der Schwangerschaft häufig vorkommt. Insbesondere bei Risikogruppen wie z. B. Vegetarierinnen, Frauen mit eingeschränkter Sonnenexposition sowie ethnischen Minderheiten, insbesondere solchen mit dunklerer Haut.

Der Vitamin-D-Spiegel eines Neugeborenen hängt weitgehend vom mütterlichen Status ab. Folglich sind somit Kinder von Müttern mit einem Mangel auch selbst einem erhöhten Risiko ausgesetzt. 

Vitamin-D gut für das Nervensystem

Das D-Vitamin hat eine Schutzwirkung auf unsere Nervenzellen sowie unser Gehirn und könnte somit eine Schlüsselrolle bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose einnehmen. 

Zum Parkinson Selbsttest gehts hier

Vitamin-D unterstützt die Psyche 

Wissenschaftler vermuten, dass das D-Vitamin gegen Depressionen helfen könnte.

Vitamin-D als wichtiges Knochenvitamin

Das D-Vitamin ist wichtig für die Knochengesundheit.

Vitamin-D das Sonnenhormon

Vitamin-D wird auch als Sonnenvitamin bezeichnet, weil es mit Hilfe der UV-Strahlung vom Körper selbst hergestellt werden kann.

Tagesbedarf: Wie viel Vitamin-D brauchen wir?  

Die Vitamin-D-Aufnahme kann in Mikrogramm (µg) sowie in Internationalen Einheiten (IE) gemessen werden. 1 Mikrogramm entspricht dabei 40 IE.

Alter Vitamin-D IE/µg
0-12 Monate 400 / 10
1-18 Jahre 600 / 15
19-70 Jahre 600 / 15
70 + Jahre 800 / 20
Schwanger oder stillende Frauen 600 / 15

Gemäss der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Kinder ab 1 Jahr, Jugendliche sowie Erwachsene max. 20 µg Vitamin-D pro Tag zu sich nehmen. 

Kann man den Vitamin-D-Badarf über die Nahrung decken?

Der Grossteil des Vitamin-D-Badarfs wird über die körpereigene Herstellung sichergestellt. Allein über die Nahrung ist die Deckung des Tagesbedarfes kaum möglich.

Was verhindert die Vitamin-D Aufnahme?

  • Sonnenschutzmittel: Ein Sonnenschutzmittel kann die Aufnahme des D-Vitamins um mehr als 90 % verringern. Wichtig: Da ultraviolette Strahlen Hautkrebs verursachen können, ist es wichtig übermäßige Sonnenbestrahlung zu vermeiden und sich vor den schädlichen Nebenwirkungen der Sonne zu schützen 
  • Das Tragen von Kleidung welche die Haut vollständig bedeckt 
  • Wenig Zeit im Freien verbringen
  • Dunklere Hautfarbe: Melanin wirkt als eine Art natürlicher Sonnenschutz
  • Fortschreitendes Alter: Der 7-Dehydrocholesterinspiegel sinkt mit zunehmendem Alter 
  • Lebensort und Jahreszeit: Das Leben in nördlichen Breitengraden über dem Äquator wo das UVB-Licht schwächer ist beeinflusst die Möglichkeit zur entsprechenden Aufnahme. In den Wintermonaten kann weit weniger Vitamin-D aus der Sonne gewonnen werden als in den Frühlings- und Sommermonaten

Vitamin-D in Lebensmitteln

Nur ein geringer Anteil der Vitamin-D-Zufuhr erfolgt wirklich über die Ernährung. Das liegt hauptsächlich daran, dass nur wenige Lebensmittel von Natur aus das D-Vitamin enthalten, obwohl einige Lebensmittel damit angereichert sind. Der Durchschnittsdeutsche nimmt nur ca. 2-4 µg (10-20%) täglich über die Nahrung auf.

Für die meisten Leute ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln der beste Weg sich ausreichend mit Vitamin-D zu versorgen, da es schwierig ist genügend davon über die Nahrung aufzunehmen.

Tabelle Vitamin-D-Gehalt Lebensmittel 

Lebensmittel Vitamin-D-Gehalt in μg auf 100 gr.
Avocado 6
Champignons weiss 7
Eigelb 218
Hering 25
Lachs 16
Lebertran 300
Makrele 4
Milch 1
Rinderleber 2
Sardine 11
Steinpilze 3
Thunfisch 82

6 Vitamin-D-haltige Lebensmittel  

  • Fetthaltiger Fisch wie Lachs, Makrele sowie Thunfisch
  • Eigelb
  • Rinderleber
  • Pilze
  • Angereicherte Milch
  • Angereicherte Cerealien und Säfte

Vitamin-D-Mangel: Zu wenig Vitamin-D

Um den Vitamin-D-Status zu bestimmen wird der Gehalt an 25-Hydroxyvitamin-D (Speicherform) im Blut gemessen. Dieser sollte dabei mind. 50 nmol/l betragen. Liegt dieser Wert unter 30 nmol/l sprechen Mediziner von einem entsprechenden Mangel.  

Vitamin-D-Mangel bei Kinder

Bei Kindern kann ein entsprechender Mangel zu einer sogenannten Rachitis führen, die aufgrund der Erweichung der Knochen zu einem stark krummbeinigen Aussehen führt. Rachitis, bzw. Osteomalazie ist eine Knochenkrankheit, die wegen einer Störung des Knochenstoffwechsels zu wenig Mineralstoffe im Knochen einlagert was dazu führt das die Knochen weich werden. 

Vitamin-D-Mangel bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen äußert sich ein entsprechender Mangel als Osteomalazie (Knochenerweichung). Diese führt wiederum zu einer geringeren Knochendichte und Muskelschwäche. Ein Mangel kann sich auch in Form von Osteoporose äussern.

Osteoporose ist eine schleichende Knochenerkrankung, welche im ganzen Skelett die Knochensubstanz abbaut und somit die Struktur des Knochens verändern. Die Knochen werden porös und instabil und laufen entsprechend Gefahr ohne erkennbare Ursache einfach zu brechen.

Risikofaktoren für Vitamin-D-Mangel 

Hautfarbe/Hauttyp  

Dunklere Haut sowie Sonnenschutzmittel verringern die Fähigkeit des Körpers die ultravioletten B-Strahlen (UVB) der Sonne zu absorbieren. 

Lebensumstände

Menschen, die in nördlichen Breitengraden, in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung leben oder in der Nacht arbeiten haben einen erhöhten Bedarf.

Verminderte Sonnenexposition

Die Aufnahme von Sonnenlicht ist für die Haut unerlässlich, um Vitamin-D produzieren zu können. Ein Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von 30 z. B. kann die Fähigkeit des Körpers das Vitamin zu synthetisieren um bis zu 95 % verringern. Auch das Bedecken der Haut mit Kleidung kann die Produktion hemmen. 

Vitamin-D-Mangel Symptome

  • Häufige Krankheitsfälle und Infekte
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit 
  • Knochen- sowie Rückenschmerzen
  • Stimmungsschwankungen, bzw. Depression 
  • Beeinträchtigte Wundheilung
  • Haarausfall
  • Muskelschmerzen sowie -krämpfe
  • Kopfschmerzen 
  • Konzentrationsstörungen 
  • Hautausschläge 
  • Brüchige Nägel und Rillen in den Fingernägeln 

Vitamin-D-Mangel Folgen und Komplikationen 

Ein Vitamin-D-Mangel kann zu folgenden gesundheitlichen Störungen führen:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen
  • Infektionen
  • Komplikationen in der Schwangerschaft
  • Bestimmte Krebsarten wie z. B. Brust-, Prostata- oder Dickdarmkrebs

Wenn du bei dir einen Vitamin-D-Mangel vermutest, ist der Hausarzt die erste und beste Anlauf- und Ansprechperson. Er wird anhand einer Blutuntersuchung das 25-Hydroxyvitamin D im Blutserum bestimmen.

Eine einmalige Messung ist dabei nicht sehr aussagekräftig, denn die meisten Menschen tendieren im Winter zu einem eher niedrigeren Wert. Je nach Bedarf kann der Hausarzt dann einen Hormonspezialisten (Endokrinologen) oder einen Osteologen empfehlen und weiterverweisen.

Vitamin-D-Präparate

Jeder 3. Deutsche ist unterversorgt, wenn es um das D-Vitamin geht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät nur dann Ergänzungen einzunehmen, wenn eine unzureichende Versorgung durch einen Bluttest nachgewiesen wurde und sich die körpereigene Produktion nicht anders verbessern lässt. 

Welches sind die besten Vitamin-D-Präparate?

D-Vitamin-Präparate kommen in verschiedenen Formen, Darreichungsformen, Zusammensetzungen sowie Dosierungen vor. Da das D-Vitamin zu den fettlöslichen Vitaminen gehört entfaltet es die grösste Wirkung und Bioverfügbarkeit, wenn es zusammen mit Fetten oder Öl eingenommen wird. Es gibt Präparate, die bereits mit Öl kombiniert sind. 

Vitamin-D3-Tropfen

Vitamin-D3 Tropfen lassen sich leicht dosieren. Die meisten Präparate lassen sich dabei direkt mit der Pipette auf der Zunge oder alternativ auch mit Wasser einnehmen sowie zu Speisen und anderen Getränken geben und sind praktisch auch für unterwegs.

Studien belegten, dass Vitamin-D3-Präparate in Form von Öl oder Tropfen am besten vom Körper aufgenommen werden können. Bei gleicher Dosierung werden Kapseln sowie Tabletten eher schlechter verwertet. Viele Tabletten enthalten Öle (MCT`s oder mittelkettige Triglyceride) damit das D-Vitamin vom Körper besser aufgenommen werden kann.

Worauf muss man beim Kauf von Vitamin-D-Präparaten achten?

Beim Kauf von Vitamin-D-Präparaten ist es wichtig auf die Angaben zu den Inhaltsstoffen zu achten: Denn Viele Produkte, insbesondere Flüssigkeiten, Fruchtgummis und Kautabletten enthalten Zuckerzusätze, künstliche Aromen sowie Farbstoffe. D-Vitamin-Ergänzungen sind jeweils in zwei Formen erhältlich: 

  • Vitamin-D2 (Ergocalciferol) 
  • Vitamin-D3 (Cholecalciferol) 

Beides sind natürlich vorkommende Formen, die in Gegenwart der UVB-Strahlen der Sonne gebildet werden. Zwar können beide Formen den Spiegel wirksam erhöhen, Vitamin-D3 jedoch stärker und langfristiger wirksam.

Vitamin-D Einnahme

Es gibt keine fixe Tageszeit, welche hier für die Einnahme empfohlen wird. Das D-Vitamin ist fettlöslich, weshalb die Einnahme zu den Mahlzeiten ratsam ist, um so besser vom Körper aufgenommen zu werden.

Überdosierung und Nebenwirkungen: Zu viel Vitamin-D 

Die von Fachleuten empfohlene Obergrenze für Vitamin-D liegt bei 4000 IE pro Tag für einen Erwachsenen. Laut den National Institutes of Health (NIH) ist eine Toxizität bei einer Zufuhr von weniger als 10000 IE pro Tag eher unwahrscheinlich.

Eine übermässige Zufuhr von Vitamin-D kann z. B. zu einer übermässigen Verkalkung der Knochen, sowie zur Verhärtung von Blutgefäßen, Nieren-, Lungen- und Herzgewebe führen und entsteht in der Regel durch die Einnahme zu vieler Nahrungsergänzungsmittel

Vitamin-D Nebenwirkungen 

Zu den häufigsten Symptomen eines Vitamin-D-Überschusses gehören u. a. Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, ein trockener Mund oder ein metallischer Geschmack im Mund, Erbrechen, Verstopfung sowie Durchfall

Die Einnahme von Vitamin-D über einen längeren Zeitraum, in Dosen von mehr als 4000 IE (100 µg) täglich, ist unter Umständen unsicher und kann zu sehr hohen Kalziumspiegeln im Blut führen.

Vitamin-D und Sonne 

Mit einer 5-10 min. Sonnenbestrahlung der nackten Haut 2-3 mal pro Woche können die meisten Menschen ausreichend Vitamin-D bilden. Es wird jedoch recht schnell abgebaut, so dass die Vorräte vor allem im Winter knapp werden können.

Cave: 10 – 15 min. Sonneneinstrahlung ein paar Mal pro Woche scheinen harmlos zu sein, aber diese Exposition kann im Laufe des Lebens andere Folgen haben. Schon 60 sek. UVA-Strahlung in der Sonne können das Melanomrisiko deutlich erhöhen. Ein Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist eine bösartige Form von Hautkrebserkrankung.

Interessante Vitamin-D-Facts 

  • Vitamin-D wird auch Sonnenvitamin oder Sonnenhormon genannt und reguliert unsere Glückshormone
  • Medikamente gegen Epilepsie können die D-Vitamin-Bildung hemmen 
  • Die Einnahme von zu hohen Dosen des D-Vitamins kann zu einer übermässigen Aufnahme von Kalzium führen
  • Auch Faktoren wie schlechter Schlaf wurden mit einem D-Vitamin-Mangel in Verbindung gebracht. Die Fachzeitschrift Nutrients veröffentlichte eine Metaanalyse von Beobachtungsstudien welche ergab, dass ein entsprechender Mangel mit einem höheren Risiko für Schlafstörungen verbunden ist 
  • Magnesium und Vitamin-D sind eine perfekte Kombi 

Fazit  

Jeder 3. Deutsche ist unterversorgt, wenn es um Vitamin-D geht. Der menschliche Körper produziert das fettlösliche Vitamin als Reaktion auf die Sonneneinstrahlung. Unterstützen kann man die Aufnahme durch die Einnahme bestimmte Lebensmittel sowie Nahrungsergänzungsmittel. 

Trotz seines Namens ist Vitamin-D genau genommen gar kein Vitamin, sondern vielmehr ein Prohormon.

Das D-Vitamin ist in erster Linie vor allem für die Erhaltung gesunder Knochen und Zähne bekannt. Es unterstützt aber auch unser Immunsystems, Gehirn, Nervensystem, Lungenfunktion sowie Herzgesundheit, reguliert den Insulinspiegel und ist mit an der Expression von Genen, die an der Krebsentwicklung mitwirken beteiligt. 

Das D-Vitamin wird recht schnell abgebaut, so dass die Vorräte vor allem in den Wintermonaten entsprechend knapp werden können. Ein Vitamin-D-Mangel kann sich z. B. in Form von Osteoporose äußern.