Alzheimer-Demenz: Anzeichen, Verlauf & Behandlung

Intro

Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Demenzform. Sie führt zu einer allmählichen Verschlechterung des Gedächtnisses, des Denkens, des Verhaltens sowie der sozialen Fähigkeiten und zählt zu den neurodegenerativen Erkrankungen, bei welcher es zu einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen im Gehirn kommt. Gerade Angehörige sind bei einer Alzheimer Diagnose ganz besonders gefragt. Welche Alzheimer-Demenz Arten und Stadien gibt es und was sind die Ursachen, Komplikationen, Risikofaktoren und Behandlungsmöglichkeiten? Welche Anzeichen und Symptome treten dabei auf und was gibt es im Hinblick auf Verlauf, Vorbeugung und Lebenserwartung alles zu beachten?

Mehr zum Thema Demenz, Arten und Tipps für Betroffene und Angehörige findest du hier

Keypoints: Alles Wichtige über Alzheimer-Demenz

  • Geschätzte 70 % der Demenzerkrankungen gehen dabei auf eine Alzheimer-Demenz zurück
  • Eine Alzheimer-Demenz beginnt durchschnittlich nach dem 65. Lebensjahr
  • Die genauen Ursachen dafür sind nicht vollständig geklärt. Grundsätzlich funktionieren Proteine im Gehirn jedoch nicht mehr so, wie sie sollten
  • Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Alzheimer bei den meisten Menschen durch eine Kombination aus genetischen Faktoren, Lebensstil sowie Umwelteinflüssen verursacht wird
  • Gedächtnisverlust ist das Hauptsymptom der Alzheimer-Krankheit, langfristig kommt es zum Verlust der Fähigkeit, alltägliche Aufgaben zu erledigen
  • Verschiedene Tests können bei der Diagnose Alzheimer eingesetzt werden
  • Man unterscheidet drei Krankheitsstadien der Alzheimer-Demenz
  • Während zu Beginn der Erkrankungen meist noch ein weitgehend selbstständiges Leben möglich ist, sind Patienten im fortgeschrittenen Stadium zunehmend auf Unterstützung und Hilfe angewiesen
  • Es gibt keine Behandlung, die die Alzheimer-Demenz heilen kann. Eine Therapie kann jedoch helfen, Krankheitsverlauf sowie Wohlbefinden positiv zu beeinflussen

Was ist Alzheimer-Demenz?

Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Demenzform und macht dabei 50-70% aller Demenzerkrankungen aus. Morbus Alzheimer ist nach dem Psychiater Alois Alzheimer benannt.

Wie häufig tritt Alzheimer auf?

In Deutschland leben rund 1.6 Millionen Menschen mit Demenz, die Mehrzahl davon sind Frauen. Geschätzte 70 % der Demenzerkrankungen gehen dabei auf eine Alzheimer-Demenz zurück. Von den 65 bis 69-jährigen erkranken etwas mehr als 1% an Demenz, bei den 80 bis 84-jährigen sind es etwa 10%.

Ursachen: Wie entsteht eine Alzheimer-Demenz?

Die Entwicklung von Alzheimer beginnt bereits Jahre vor dem Auftreten der ersten Symptome. Die genauen Ursachen der Alzheimer-Demenz sind nicht vollständig geklärt. Grundsätzlich funktionieren Proteine im Gehirn jedoch nicht mehr so, wie sie sollten. Neuronen werden geschädigt, verlieren die Verbindung zueinander und sterben letztendlich ab. Im Spätstadium der Erkrankung schrumpft das Gehirn erheblich.

Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Alzheimer-Demenz bei den meisten Menschen durch eine Kombination aus genetischen Faktoren, Lebensstil sowie Umwelteinflüssen verursacht wird. Bei vielen Alzheimer Patienten liegt zusätzlich dazu auch eine vaskuläre Demenz vor.

Was begünstig die Entstehung von Alzheimer?

Auf der Suche nach den Alzheimer Ursachen stehen vor allem zwei Proteine im Mittelpunkt:

Amyloid-Plaques 

Beta-Amyloid ist ein Fragment eines grösseren Proteins. Verklumpen diese Fragmente, haben sie eine toxische Wirkung auf die Neuronen und stören dabei die Kommunikation zwischen den Gehirnzellen. Aus diesen Verklumpungen bilden sich grössere Ablagerungen, die sogenannten Amyloid-Plaques.

Tangles (neurofibrilläre Knäuel)

Tau-Proteine spielen eine Rolle im zellinternen Stütz- und Transportsystem des Gehirns, durch welches Nährstoffe sowie andere wichtige Materialien transportiert werden. Bei der Alzheimer-Krankheit verändern sich diese Tau-Proteine und formen sich dabei zu Strukturen, die auch als neurofibrilläre Knäuel (Tangles) bezeichnet werden, stören das Transportsystem und schädigen dadurch die Zellen.

Ist Alzheimer vererbbar?

Ist jemand in der Familie an Alzheimer erkrankt drängt sich automatisch die Frage auf, ob man die Erkrankung möglicherweise geerbt hat. Nur ein kleiner Anteil der Alzheimer-Demenz ist vererbbar (Familiäre Alzheimer- Demenz). Diese Alzheimerform tritt in der Regel vor dem Erreichen des 65. Lebensjahres auf. Ursache dafür ist eine Veränderung von einem von drei bestimmten Genen. Eine genetische Untersuchung kann helfen festzustellen, ob man das veränderte Gen geerbt hat.

Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren für eine Alzheimer Demenz gehören:

Alter

Steigendes Alter ist der bedeutendste und bekannteste Risikofaktor für Alzheimer. 

Genetisches Risiko

Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, ist geringfügig höher, wenn ein Verwandter 1. Grades, ein Elternteil oder ein Geschwister daran erkrankt ist. Wissenschaftler haben seltene Veränderungen in drei Genen gefunden, die praktisch garantieren, dass eine Person, die eines dieser Gene erbt, an Alzheimer erkrankt. Allerdings machen diese weniger als 1 % der an Alzheimer erkrankten Menschen aus.

Down-Syndrom

Das Chromosom 21 ist jenes Gen, das an der Produktion des Proteins beteiligt ist, das zur Bildung von Beta-Amyloid führt. Beta-Amyloid-Fragmente können zu Plaques im Gehirn führen. Auch treten Symptome bei Menschen mit Down-Syndrom in der Regel 10 – 20 Jahre früher auf.

Geschlecht

Generell sind mehr Frauen von der Krankheit betroffen, tendenziell weil sie länger leben als Männer.

Leichte kognitive Beeinträchtigungen

Bei Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen lässt das Gedächtnis entsprechend stärker nach. 

Kopfverletzungen

Menschen im Alter von 50 Jahren oder älter, die ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben, weisen ein erhöhtes Risiko für Demenz und Alzheimer auf. Noch höher ist das Risiko bei Menschen mit schweren und mehrfachen Schädel-Hirn-Traumata

Risiken durch Umweltschadstoffe

Studien haben ergeben, dass die Belastung durch Luftschadstoffe, insbesondere durch Verkehrsabgase und Holzverbrennung, mit einem höheren Demenzrisiko verbunden ist. 

Exzessiver Alkoholkonsum

Übermässiger Alkoholkonsum führt zu Veränderungen im Gehirn und erhöht dabei das Risiko einer früh einsetzenden Demenz

Schlafstörungen

Untersuchungen haben gezeigt, dass schlechte Schlafgewohnheiten, wie z. B. Einschlaf- oder Durchschlafprobleme, mit einem erhöhten Alzheimerrisiko verbunden sind.

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Lifestyle und Herzgesundheit

Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass dieselben Risikofaktoren, die mit Herzerkrankungen in Verbindung gebracht werden, auch das Demenzrisiko erhöhen können. Dazu gehören:

Regelmässige körperliche Betätigung sowie eine gesunde, fettarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse stehen in Zusammenhang mit einem geringeren Alzheimerrisiko.

Anzeichen und Beschwerden

Gedächtnisverlust ist das Hauptsymptom der Alzheimer-Krankheit. Zu den ersten Anzeichen der Alzheimer-Demenz gehört das Vergessen von jüngsten Ereignissen oder Gesprächen. Langfristig kommt es dabei zu schwerwiegenden Gedächtnislücken bis hin zum Verlust der Fähigkeit, alltägliche Aufgaben zu erledigen.

Woran erkennt man eine Alzheimer-Demenz?

Gedächtnisprobleme

Jeder hat gelegentlich Gedächtnislücken, aber der mit der Alzheimer-Krankheit verbundene Gedächtnisverlust hält an und wird dabei stetig schlimmer. Betroffene können dabei anfangen, sich zu wiederholen, Termine zu vergessen, Gegenstände zu verlegen oder sich an Orten zu verirren, die sie eigentlich bestens kennen. Auch können sie plötzlich Namen von Familienmitgliedern vergessen und Schwierigkeiten haben, sich an Gesprächen zu beteiligen

Probleme mit Denkvermögen und Schlussfolgern

Eine Alzheimer-Demenz verursacht Konzentrations- und Denkschwierigkeiten. Hier kann es schwierig werden, mehr als eine Aufgabe auf einmal zu erledigen oder Geldangelegenheiten zu regeln. 

Schwierigkeiten mit Urteilsvermögen und Entscheidungsfähigkeit

Alzheimer führt dazu, dass die Fähigkeit, in Alltagssituationen vernünftige Entscheidungen zu treffen und Urteile zu fällen, zunehmend nachlässt und es dabei zu Situationen wie vergessen den Herd auszuschalten kommt. 

Probleme beim Planen und Ausführen von vertrauten Aufgaben

Routineaufgaben, bei denen die einzelnen Schritte der Reihe nach ausgeführt werden müssen, werden plötzlich zu einer riesigen Herausforderung. Dazu gehören z. B. das Kochen oder das Lieblingsspiel, mit der Zeit auch Aufgaben wie Anziehen oder Baden.

Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen

Hier kann es zu Problemen wie Stimmungsschwankungen, Depression, Interessenverlust, sozialem Rückzug, Misstrauen gegenüber anderen, aggressives Verhalten, veränderte Schlafgewohnheiten, Hemmungslosigkeit bis hin zu Wahnvorstellungen kommen.

Wer sich Sorgen um die Denkfähigkeiten eines Familienmitglieds oder eines Bekannten macht, sollte über seine Bedenken sprechen und darum bitten, gemeinsam einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.

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Diagnostik

Verschiedene Tests können bei der Diagnose Alzheimer helfen. Dabei verrät alleine der Blick ins Gehirn nicht, ob es sich um eine Alzheimer-Demenz handelt, denn sicher lässt sich die Diagnose Alzheimer erst nach dem Tod stellen.

Symptome wie Vergesslichkeit, Verhaltensänderungen oder Orientierungsschwierigkeiten können auch andere Ursachen haben und durch andere Erkrankungen hervorgerufen werden.

Die Diagnose Alzheimer-Demenz wird erst dann gestellt, wenn Anzeichen und Symptome während 6 Monaten bestehen und andere Ursachen dafür ausgeschlossen wurden. Erste Anlaufstelle beim Verdacht auf eine Alzheimer-Demenz ist der Hausarzt oder die Hausärztin.

Wie kann man eine Alzheimer-Demenz feststellen?

Gespräche

Zunächst wird sich der Arzt/die Ärztin über Anamnese und Lebensumstände informieren. Eine nahestehende Person zum Gespräch mitnehmen kann unterstützen. Denn häufig fallen Angehörigen oder Freunden Dinge auf, die einem selber vielleicht nicht so bewusst sind.

Psychometrische Tests bei Alzheimer-Demenz

Um Krankheitsstadium und Verlauf abzuschätzen können bestimmte Tests und Aufgaben auf Erinnerungsvermögen, Urteilsfähigkeit, Sprache und Aufmerksamkeit eingesetzt werden wie z. B. der Mini-Mental-Status-Test (MMST), der Uhrentest sowie der Demenz-Detektions-Test (DemTect). Zur genaueren Abklärung sind neuropsychologische Untersuchungen notwendig.

Medizinische Untersuchungen bei Alzheimer-Demenz

Eine körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen sowie bildgebende Verfahren wie CT oder MRT können Hinweise auf andere Erkrnakungen liefern.

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Alzheimer-Demenz Verlauf und Stadien

Eine Alzheimer-Demenz beginnt durchschnittlich nach dem 65. Lebensjahr. Die Symptome setzen meist schleichend ein und nehmen dabei langsam aber stetig zu. Im Endstadium der Alzheimer-Krankheit beginnen sich die Veränderungen im Gehirn auf körperliche Funktionen auszuwirken. Diese können z. B. die Schluckfähigkeit, das Gleichgewicht sowie die Kontrolle von Darm- und Blasenbewegungen betreffen.

Während zu Beginn der Erkrankungen meist noch ein weitgehend selbstständiges Leben möglich ist, sind Patienten im fortgeschrittenen Stadium zunehmend auf Unterstützung und Hilfe angewiesen. Bei einem frühen Beginn der Krankheit ist ein rascher Krankheitsverlauf zudem häufiger. 

Man unterscheidet je nach Ausprägung der Symptomatik und dem notwendigen Unterstützungsgrad drei Krankheitsstadien der Alzheimer-Demenz:

  • Stadium I (Frühstadium) 
  • Stadium II (mittleres Stadium)
  • Stadium III (fortgeschrittenes Stadium)

Alzheimer-Demenz Stadium I

Mögliche Symptome in diesem Stadium sind: 

  • Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit 
  • Wortfindungsstörungen (Aphasie)
  • Eingeschränkte Auffassungsgabe 
  • Zunehmende Alltagsprobleme 
  • Vermindertes Urteilsvermögen
  • Zeitliche und räumliche Orientierungsschwierigkeiten
  • Stimmungsveränderungen 
  • Sozialer Rückzug 

Alzheimer-Demenz Stadium II

In diesem Stadium ist die Symptomatik deutlich stärker ausgeprägt und Betroffene dabei bereits auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Symptome in diesem Stadium sind:

  • Zunehmende Probleme mit der örtlichen Orientierung 
  • Verlust der zeitlichen Orientierung 
  • Deutliche Ausprägung der Wortfindungsstörung 
  • Ausgeprägte Persönlichkeitsveränderungen wie z. B. Aggressivität, Misstrauen oder Verwirrtheit 
  • Schwierigkeiten bei der Kontrolle von Blase und Darm 

Alzheimer-Demenz Stadium III

Im Alzheimer Stadium III sind Betroffene auf intensive Pflege angewiesen. Hier kommt es zu Symptomen wie:

  • Hochgradige Gedächtnisstörung 
  • Familienmitglieder werden nicht mehr erkannt
  • Keine sprachliche Verständigung mehr möglich 
  • Gehschwäche 
  • Schluckstörungen 
  • Inkontinenz 
  • Bettlägerigkeit 

Mehr über Demenz Verlauf und Stadien gibt es hier

Alzheimer Risiken und Komplikationen 

Symptome der Alzheimer-Krankheit wie Gedächtnisverlust, Sprachverlust, eingeschränktes Urteilsvermögen sowie andere Veränderungen des Gehirns können die Bewältigung anderer Gesundheitszustände erschweren.

Eine Person mit Alzheimer-Demenz ist möglicherweise nicht mehr in der Lage zu sagen, dass sie Schmerzen hat und hat ebenso deutliche Schwierigkeiten einen Behandlungsplan zu befolgen. Im Endstadium der Erkrankung kann es zudem vermehrt zu Aspirieren von Nahrung oder Flüssigkeit in die Lunge, Lungenentzündung, Stürzen oder auch Zahnproblemen kommen. 

Alzheimer Behandlung 

Es gibt keine Behandlung, die die Alzheimer-Demenz heilen kann. Die Therapie bei Alzheimer erfolgt rein symptomatisch. Dennoch sind eine frühzeitige Diagnose und ein darauf basierender Behandlungsplan von enormer Wichtigkeit. Denn auch wenn Alzheimer bisher nicht heilbar ist, kann eine Therapie helfen, den Krankheitsverlauf sowie das Wohlbefinden des Betroffenen positiv zu beeinflussen.

Bei einer Alzheimer-Demenz stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung, die sowohl helfen, den geistigen Abbau zu verzögern wie auch die Eigenständigkeit von Betroffenen zu unterstützen.

Symptomatische Therapie bei Alzheimer-Demenz 

Die symptomatische Therapie bei Alzheimer zielt auf die Behandlung kognitiver Defizite sowie die Therapie von begleitend auftretenden Störungen des Verhaltens ab. Wie eine solche Behandlung dabei konkret aussieht, hängt vom Krankheitsstadium sowie den individuellen Bedürfnissen des Betroffenen ab. 

Medikamente bei Alzheimer-Demenz

Arzneimittel können das Fortschreiten der Krankheitssymptome verbessern bzw. verlangsamen. In Frage kommen hier Medikamente zur Aufrechterhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit und Alltagsbewältigung sowie Medikamente zur Milderung von auftretenden Persönlichkeitsveränderungen wie z. B. Neuroleptika oder Antidepressiva. Bei Mittel gegen Alzheimer spricht man von Antidementiva. Zu ihnen gehören:

Acetylcholinesterase-Hemmer 

Sie kommen bei leichten oder mittelschweren Demenzen zum Einsatz und hemmen den Abbau des Botenstoffes Acetylcholin.

Glutamat-Antagonist

Diese Arzneimittel werden bei mittelschwerer bis schwerer Alzheimer-Demenz eingesetzt und wirken einer übermässigen Glutamatausschüttung im Gehirn entgegen. 

Nicht medikamentöse Therapie bei Alzheimer-Demenz 

Zu den nicht medikamentösen Therapieansätzen bei Alzheimer gehören u. a. Ergo- und Logotherapie. Diese können dazu beitragen, die geistige Leistungsfähigkeit zu fördern, das Wohlbefinden zu verbessern und den Alltag damit entsprechend zu vereinfachen. Zu den bewährten nicht medikamentösen Therapien bei Alzheimer gehören:

  • Hirnleistungstraining 
  • Physiotherapie 
  • Musiktherapie 
  • Aromatherapie 
  • Verhaltenstherapie 

Pflanzliche Arzneimittel bei Alzheimer-Demenz 

Ginkgo Biloba kann bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer Demenz helfen, die Wahrnehmung positiv zu beeinflussen. 

Zu den 10 Regeln im Umgang mit Demenzkranken gehts hier. Spiele für Demenzkranke findest du hier

Demenz vorbeugen

Alzheimer ist nicht vermeidbar. Allerdings können einige Risikofaktoren dafür minimiert werden, z. B. durch:

  • Regelmässige körperliche Aktivität
  • Ernährung mit frischem Obst und Gemüse, gesunden Ölen sowie Lebensmitteln mit wenig gesättigten Fettsäuren, wie sie z. B. in der mediterrane Ernährung vorkommen
  • Bluthochdruck, Diabetes sowie hohe Cholesterinwerte behandeln
  • Mit dem Rauchen aufhören

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Unterschied Alzheimer und Demenz

Demenz ist ein Oberbegriff für Erkrankungen, welche das Denken, das Erinnerungsvermögen sowie die Orientierung beeinträchtigen. Alzheimer hingegen ist eine bestimmte Demenzform. Neben Alzheimer zählen die vaskuläre Demenz, die Lewy Körperchen Demenz sowie die frontotemporale Demenz zu den häufigsten Demenzerkrankungen. 

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Lebenserwartung bei Alzheimer-Demenz

Die Prognose bei Alzheimer-Demenz beinhaltet in der Regel eine reduzierte Lebenserwartung. Der klinische Verlauf der Erkrankung beträgt im Schnitt etwa 8 Jahre. Es gibt jedoch auch Patienten, die nach einer Alzheimer-Demenz-Diagnose noch 20 Jahre weiterlebten. 

Die Lebenserwartung ist dabei sehr stark vom Alter des Betroffenen zu Beginn der Erkrankung abhängig. Zudem spielen auch mögliche Vorerkrankungen hier eine wesentliche Rolle. Im III. Demenzstadium steigt das Risiko für lebensgefährliche Infektionen wie z. B. Lungenentzündung. Komplikationen als Folge einer solchen Infektion gelten als häufige Todesursache bei Alzheimer.

Leben und Alltag mit Alzheimer-Demenz

Die Diagnose Alzheimer ist ein Schock. Wie genau Menschen mit Alzheimer-Demenz durchs Leben gehen hängt nicht nur von Veränderungen im Gehirn ab, sondern vor allem auch von Charakter und Lebenssituation der Betroffenen.

Manchen Menschen gelingt es auch mit einer Alzheimer-Demenz ein aktives und zufriedenes Leben zu führen, anderen fällt dies schwer. Unterstützung jedoch brauchen die meisten. Aber nicht nur Betroffenen sondern auch Angehörigen verlangt die Diagnose viel ab. Wichtig ist, Betroffene so gut wie möglich in Entscheidungen miteinzubeziehen und dabei mit ihnen anstatt über sie zu sprechen. Angehörige sollten ihre Grenzen kennen und rechtzeitig Hilfestelllung suchen.

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Fazit 

Bei der Alzheimer-Demenz werden drei Krankheitsstadien unterschieden. Die genauen Ursachen dafür sind bis heute nicht vollständig geklärt. Die Wissenschaft geht davon aus, dass Alzheimer bei den meisten Menschen durch eine Kombination aus genetischen Faktoren, Lebensstil sowie Umwelteinflüssen verursacht wird, die das Gehirn im Laufe der Zeit beeinträchtigen. 

Zu den Risikofaktoren für eine Alzheimer-Demenz gehören neben zunehmendem Lebensalter auch die familiäre Vorgeschichte, das Geschlecht oder andere Beeinträchtigungen wie z. B. Kopfverletzungen, Schlafstörungen,  Umweltschadstoffe und Lifestylefaktoren.

Gedächtnisverlust ist das Hauptsymptom der Alzheimer-Krankheit. Im weiteren Verlauf kommt es zu Problemen mit dem Denk- und Urteilsvermögen sowie Persönlichkeits- und Verhaltensveränderungen. Patienten im fortgeschrittenen Stadium zunehmend auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.

Auch wenn Alzheimer bisher nicht heilbar ist, kann eine Therapie helfen, Krankheitsverlauf sowie Wohlbefinden positiv zu beeinflussen.