Zink- der Mineralstoff & das Metall: Vorkommen, Wirkung & Tagesbedarf

Intro

Zink ist ein Spurenelement, d. h. der Körper benötigt entsprechend nur geringe Mengen davon … und dennoch ist es unverzichtbar, um lebenswichtige chemische Reaktionen in unserem Körper abzuwickeln. Es wird für die DNA-Synthese, die Immunabwehr, den Stoffwechsel sowie auch das Wachstum benötigt. Zudem kann es Entzündungsprozesse und das Risiko für einige altersbedingte Krankheiten hemmen. 

Was ist der empfohlene Zink-Tagesbedarf, wo finde ich zinkhaltige Lebensmittel und wo kann ich Zinkpräparate kaufen? Wie erkennen wir einen Zinkmangel und welche Rolle spielt Zink im Zusammenhang mit unserer Haut, der Wundheilung sowie unserem Immunsystem? 

Definition: Was ist Zink? 

Zink kommt sowohl in den Augen, dem Gehirn, der Bauchspeicheldrüse, den Nieren, der Leber sowie auch den Nebennieren vor. Im Jahr 1963 wurde es als essenzieller Nährstoff für den Menschen anerkannt. Der Name Zink stammt dabei von Zinke, “Zahn oder Zacke” ab, da es entsprechend zackenförmig erstarrt. Bereits im Altertum jedoch war Zink als Legierungsbestandteil von Messing in Gebrauch.  

Vorkommen 

Zink ist ein Mineralstoff, der in einigen Lebensmitteln natürlich vorkommt, anderen zugesetzt wird und ebenso als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist. Wir finden es in Erkältungsbonbons sowie einigen rezeptfreien Medikamenten die als Erkältungshilfen angeboten werden. 

Da unser Körper Zink nicht selbst herstellen kann, müssen wir diesen wichtigen Nährstoff entsprechend über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen. Auf Quellen in unserer Ernährung sowie Supplements gehen wir später im Text noch genauer ein.

Zink, der Mineralstoff

Der Mineralstoff Zink ist in unserem gesamten Körper vorhanden, an zahlreichen Prozessen des zellulären Stoffwechsels beteiligt sowie für die Aktivität von nahezu 100 Enzymen erforderlich. Mehr zur Funktion und Wirkung später detaillierter. 

Zink, das Metall 

Als chemisches Element finden wir Zink unter dem entsprechendem Elementsymbol Zn sowie der Ordnungszahl 30. Es ähnelt wegen der abgeschlossenen d-Schale in seinen Eigenschaften den Erdalkalimetallen, wird jedoch zu den Übergangsmetallen gezählt. 

Chemische Eigenschaften 

Zink ist ein bläulich-weisses, sprödes Metall, welches u. a. zum Verzinken von Eisen verwendet wird. Bei Temperaturen zwischen 100 und 200°C lässt es sich verformen und sein Bruch ist dabei silberweiss. Chemisch zählt es zu den unedlen Metallen.

Metallisches Vorkommen, Zinkerze  

Überwiegend finden wir Zink gebunden in Erzen, am häufigsten Zinksulfiderze. Grosse Zinklagerstätten findet man vor allem in Nordamerika, Kanada, Australien, China sowie Kasachstan, aber auch in Deutschland existieren Zinkerzlagerstätten. Abgebaut werden Zinkerze hauptsächlich in China, Peru, Australien, Kanada, den vereinigten Staaten, Mexiko sowie Südafrika. In Europa gibt es in Polen, Irland, Finnland, Schweden und auch Bulgarien noch aktive Zinkminen.  

Zinksulfat 

Zinksulfat (ZnSO4) ist das Zinksalz der Schwefelsäure, auch schwefelsaures Zinkoxid oder Zinkvitriol genannt. Es bildet farblose Kristalle und ist in wasserfreier Form ein weisses Pulver.   

Verwendung von Zinksulfat 

Zinksulfat wird u. a. zur Holzimprägnierung, bei Bindehautentzündungen, Lippenherpes sowie als bakterizider Wirkstoff in Zahnpasten verwendet.

Funktion und Wirkung 

Eine wichtige Rolle spielt Zink bei der Bildung der DNA, dem Wachstum von Zellen, dem Aufbau von Proteinen, der Wundheilung sowie der Unterstützung eines gesunden Immunsystems.

Da es vor allem das Wachstum und die Vermehrung der Zellen unterstützt, ist eine ausreichende Zinkzufuhr in Zeiten schnellen Wachstums, wie z. B. in der kindlichen und jugendlichen Entwicklung sowie auch in der Schwangerschaft von besonders grosser Bedeutung. 

Auch am Geschmacks- sowie Geruchssinn ist es mitbeteiligt. Fallberichte über Anosmie (Verlust des Geruchssinns) wurden mit der Verwendung von zinkhaltigen Nasensprays oder -gelen in Verbindung gebracht. 

Tagesbedarf

Der empfohlene Tagesbedarf beträgt 8-10 mg. für Frauen ab 19 Jahren sowie 14-16 mg. für Männer ab 19 Jahren. Bei Schwangeren sowie Stillenden steigt der Bedarf auf ca. 13-14 mg. täglich. 

Der Schätzwert für Säuglinge im Alter von 0-4 Monaten beträgt hier 1,5 mg. pro Tag. Für 15 bis 19-jährige sind es täglich 11 mg. bei Frauen und 14 mg. bei MännernLeistungssport, Stress sowie Diabetes mellitus können diesen Bedarf erhöhen. 

Zinkmangel 

Ein Zinkmangel ist eher selten und tritt am häufigsten bei Menschen auf, die aufgrund von Verdauungsstörungen, wie z. B. entzündlichen Darmerkrankungen Zink nicht gut aufnehmen können. Übermässiger oder langanhaltender Durchfall kann ebenso zu einem Zinkmangel führen wie schwere Erkrankungen mit erhöhtem Zinkbedarf wie Verbrennungen und Sepsis (Blutvergiftung)

Steckt eine angeborene Aufnahmestörung hinter dem Zinkmangel, kann eine Acrodermatitis enteropathica dabei entstehen. Bei dieser Erkrankung entwickeln Betroffene bereits in den 1. Lebensmonaten Symptome wie Hautausschläge rund um Körperöffnungen wie Händen, Füsse und Kopf, Zahnfleischentzündungen, verzögertes Wachstum, erhöhte Infektanfälligkeit sowie Störungen im Nervensystem. 

Studien weisen mögliche Zusammenhänge zwischen einem niedrigen Zinkspiegel und bestimmten Erkrankungen wie z. B. ADHS, Depressionen und Fertilitätsstörungen auf … alle wiesen einen entsprechend niedrigen Zinkspiegel auf. 

Risikogruppen für Zinkmangel

  • chronisch Leber- sowie Nierenerkrankte 
  • Alkoholiker
  • Menschen mit Essstörungen (wie z. B. Anorexie oder Bulimie) 
  • Schwangere Frauen: Erhöhter Zinkbedarf für den Fötus und während der Stillzeit
  • Vegetarier/Veganer: Pflanzliche Lebensmittel und Vollkornprodukte haben eine entsprechend geringere Bioverfügbarkeit als tierische

Symptome eines Zinkmangels

  • Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn
  • mangelnder Appetit
  • gedrückte Stimmung
  • geschwächte Immunabwehr
  • verzögerte Wundheilung
  • Durchfall
  • Haarausfall
  • weisse Flecken auf den Nägeln 

Zink und Ernährung 

Fleisch, Geflügel sowie auch Meeresfrüchte sind allesamt zinkreich. Einige pflanzliche Lebensmittel, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide enthalten ebenfalls Zink, aber auch sogenannte Phytate, die den Mineralstoff binden und seine Aufnahme damit verringern können. Mit einer abwechslungsreichen Ernährung erhält unser Körper in der Regel genügend Zink. Je höher die Phytatzufuhr, desto mehr Zink sollte zugeführt werden. 

Zinkhaltige Lebensmittel

5 zinkhaltige Fleischerzeugnisse 

  • Leber 
  • Salami 
  • Lamm 
  • Rindfleisch
  • Geflügel: Pute sowie Huhn 

5 zinkreiche Fisch- und Meeresfrüchte 

  • Austern
  • Garnelen 
  • Krabben
  • Thunfisch 
  • Lachs 

4 zinkhaltige Gemüse

  • Broccoli 
  • Zwiebel 
  • Karotten 
  • Spinat 

5 zinkreiche Früchte 

  • Himbeeren 
  • Birne 
  • Banane 
  • Johannisbeere 
  • Orange 
  • Apfel  

4 zinkhaltige Hülsenfrüchte 

  • Linsen
  • Erbsen 
  • weisse Bohnen
  • Kidneybohnen

5 zinkhaltige Milchprodukte 

  • Emmentaler Käse 
  • Gouda 
  • Gorgonzola 
  • Milch
  • Joghurt

4 zinkreiche Nüsse und Samen 

  • Erdnüsse 
  • Walnüsse 
  • Kürbiskerne
  • Cashewnüsse

5 zinkhaltige Getreideprodukte 

  • Haferflocken
  • Mais 
  • Hirse  
  • Roggenmehl  
  • Vollkornnudeln 

Andere zinkreiche Lebensmittel 

  • Eier
  • Vollkorngetreide: Hafer, Quinoa sowie brauner Reis
  • Angereicherte Frühstückscerealien
  • Pilze: Steinpilze, Champignons sowie Pfifferlinge 

Nutrition Facts

  • Tierische Produkte wie z. B. Fleisch und Schalentiere enthalten grosse Mengen an Zink und dies auch noch in einer entsprechenden Form, die vom Körper leicht absorbiert werden kann. Zink aus pflanzlichen Quellen wie z. B. Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide sind aufgrund anderer Pflanzenstoffe, welche die Absorption hemmen weniger gut absorbierbar
  • Während viele Lebensmittel von Natur aus einen hohen Zinkgehalt aufweisen, werden einige Lebensmitteln, wie z. B. Frühstücksflocken oder Snack-Riegel, damit angereichert

Vegane/vegetarische Zinkquellen 

Vegetarier und Veganer müssen besonders auf Zink achten, da dessen Verfügbarkeit in pflanzlichen Lebensmitteln im Vergleich zu tierischen Lebensmitteln geringer ist. Phytate wie sie in Vollkornbrot, Getreideprodukte sowie Hülsenfrüchten enthalten sind hemmen zwar in gewissem Masse die Zinkaufnahme, dennoch gelten diese Lebensmittel als eine gute Quelle.

Zu den veganen und vegetarischen Zinkquellen gehören angereicherte Getreideprodukte, Weizenkeime, Tofu, Linsen, Haferflocken, Wildreis, Nüsse sowie Kürbiskerne. 

Wieviel Zink enthält … 

Lebensmittelmg. Zink pro 100 gr.
Appenzeller Käse4
Apfel0.12
Austern22
Banane22
Birne0.23
Bohnen (weiss)2.64
Broccoli0.95
Camembert3.1
Cashewnüsse2.1
Champignons0.52
Edamer Käse (30% Fett)5.3
Eigelb3.8
Emmentaler Käse 4.6
Erdnüsse3.4
Ente1.8
Erbsen3.3
Fetakäse2.9
Feigen0.9
Garnelen2.2
Gouda3.9
Gorgonzola3
Grünkohl0.33
Gruyère4.1
Haferflocken4.5
Hanfsamen10.8
Himbeere0.52
Hirse3.4
Honig0.35
Hummer1.6
Joghurt (3.5% Fett)0.28
Johannisbeere 0.18
Kaffee0.7
Kakaopulver8.9
Karotten0.27
Kichererbsen2.4
Kidneybohnen2.79
Knäckebrot4.1
Krabben2.3
Kürbiskerne7
Lachs0.8
Lamm5
Leber (Kalb)8.4
Leber (Rind)4.8
Leber (Schwein)6.5
Leber (Schaf)4.4
Leinsamen5.5
Linsen3.7
Mais3.5
Miesmuscheln1.8
Milch (Vollmilch)0.38
Milchschokolade 1.7
Mohn8.1
Nudeln1.3
Orange0.1
Parmesan3
Pfifferlinge0.6
Pute (Truthahn)2.6
Quinoa 2.5
Rindfleisch bis 5.2
Roggenmehl/Vollkorn3.9
Salami4
Schokolade (mind. 40% Kakao)1.8
Schweinsbratwurst2.1
Sojabohnen 4.2
Spinat0.5
Steinpilze0.7
Thunfisch1.1
Tee (schwarz) 3.2
Vollkornbrot1.5
Vollkornnudeln3
Walnüsse2.7
Weissbrot0.67
Weizenkeime18
Weizenkleie9.2
Zwiebeln0.82

Nutrition Tipp

Weizenkeime und -kleie enthalten relativ viel Phytinsäure und hemmen damit entsprechend die Zinkaufnahme … einfach über Nacht einweichen lassen, dadurch wird die Phytinsäure abgebaut. 

Zink Supplements: Tabletten 

In den 90er Jahren wurde ein neues Erkältungsmittel in Form von zinkhaltigen Lutschtabletten fast so populär wie die berühmte Hühnersuppe. Die Darreichungsform in Form von Lutschtabletten war insofern wichtig, weil sich das Zink langsam auflösen musste, um Mund und Rachen damit zu bedecken, da wo Erkältungsviren am ehesten Vorkommen. Andere Varianten wie Nasensprays und Rachensprays wurden wegen der damit verbundenen Geruchsbeeinträchtigung eher weniger eingesetzt. Es wurde angenommen, dass Zink die Ausbreitung von Erkältungsviren verhindert und Entzündungen hemmt, wodurch die Dauer einer Erkältung verkürzt werden kann. Die Forschung hat unterschiedliche Ergebnisse in Bezug auf diese Wirksamkeit gezeigt. 

Zinkhaltige Nahrungsergänzungsmittel 

Zink ist in Form von Tabletten und Lutschtabletten als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich und wird besser aufgenommen, wenn es in kleineren Dosen eingenommen wird. Neben den handelsüblichen ZinksulfatPräparaten wird Zink-Histidin am besten vom Körper aufgenommen. Zink-Lutschtabletten können dabei unangenehme Nebenwirkungen haben wie z. B. einen metallischen Geschmack im Mund und zudem Übelkeit verursachen. 

Da hochdosierte Zinkpräparate zu schweren Nebenwirkungen führen können, ist es wichtig, sich an die Empfehlungen des Produktherstellers zu halten und Präparate auch nur bei entsprechender Notwendigkeit einzunehmen.

Zink kaufen 

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Einnahme

Zink sollte möglichst auf leeren Magen eingenommen werden, am besten mit einem Abstand von mind. 30 min. zu einer Mahlzeit.  

Auch sollte es nicht zusammen mit Hülsenfrüchten, Nüssen oder Getreide eingenommen werden, da diese aufgrund ihres hohen Gehalts an Phytinsäure die Zinkaufnahme hemmen. Kaffee kann die Zinkaufnahme ebenso beeinträchtigen wie gewisse Säfte, Cola oder Limos

Die gleichzeitige Einnahme verschiedener Medikamente (z. B. Antibiotika wie Tetracycline oder Chinolon) kann zusammen mit der Einnahme von Zink deren Wirkung beeinträchtigen. Zwischen der Einnahme dieser Medikamente sollten deshalb mind. 3 Stunden liegen.  

Kombinationen: Wie lässt sich Zink optimal kombinieren? 

Neben Phytat können ebenso auch Kalzium oder Eisen die Zinkaufnahme hemmen, gleiches gilt auch für die in Kaffee und Tee enthaltenen Tannine. Folsäure sollte ebenfalls nicht mit Zink kombiniert werden, da auch diese die Zinkaufnahme beeinträchtigen kann. 

 Am besten kombiniert man Zink entsprechend mit Proteinen, Vitamin-A und Vitamin-C. 

Zinksalbe 

Wie aus antiken griechischen medizinischen Texten hervorgeht, wurde Zinkoxid früher schon in Salben zur Behandlung von Wunden verwendet. Auch heute noch ist Zinkoxid ein beliebtes rezeptfreies Mittel zur Wundbehandlung und die Zinksalbe somit ein bereits altbewährtes Mittel zur Wundbehandlung. Ein typisches Anwendungsgebiet dafür ist u. a. die Windeldermatitis

Zinksalbe ist zur äusserlichen Anwendung gedacht und hat hautschützende, antiseptische sowie wundheilungsfördernde Eigenschaften. Zu den bekanntesten Zinksalben gehört die Penaten®Creme.

Anwendungsgebiete 

  • Vorbeugung sowie Behandlung von Windeldermatitis (Ausschlag im Windelbereich)
  • Hautwolf (Intertrigo) 
  • Kleine Wunden, Hautrisse sowie Schürfungen 
  • Schnittwunden 
  • Hautschutz

Cave: Zinksalben können Kleider sowie Gegenstände weiss verfärben. 

Zink Überdosierung: Nebenwirkungen 

Ein Zinküberschuss kann die Aufnahme von Eisen sowie auch Kupfer beeinträchtigen. 

Ist keine zinkarme Ernährung bekannt und liegt ebenso auch kein entsprechender Zinkmangel vor, ist es nicht empfohlen, zusätzlich Zink einzunehmen. Es gibt keine Berichte über die Aufnahme von zu viel Zink allein nur über die Nahrung. Eine Toxizität tritt entsprechend fast ausschliesslich nur durch Zinkpräparate und nicht durch Lebensmittel auf. Ab einer Dosis von 160 mg. täglich können dabei Symptome wie z. B. Übelkeit oder Erbrechen auftreten. 

Symptome einer Zink-Überdosierung

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • mangelnder Appetit
  • Unterleibsschmerzen oder Krämpfe
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall 

Wechselwirkung

Antibiotika: Die Einnahme von oralem Zink während der Einnahme von Chinolon- oder Tetracyclin-Antibiotika kann deren Wirksamkeit beeinträchtigen. Die Einnahme des Antibiotikums 2 Stunden vor oder 4-6 Stunden nach der Zinkeinnahme kann diesen Effekt entsprechend verringern.

Penicillamin: Die orale Einnahme von Zink zusammen mit dem Medikament Penicillamin (Cuprimine, Depen) gegen rheumatoide Arthritis kann die Fähigkeit des Medikaments Arthritis-Symptome zu lindern reduzieren. Die Zinkeinnahme von mind. 2 Stunden vor oder nach der Einnahme des Medikaments kann diesen Effekt dabei auf ein Minimum reduzieren.

Thiazid-Diuretika: Diese blutdrucksenkenden Medikamente erhöhen die Zinkmenge, die über den Urin ausgeschieden wird.

Zink für Kinder 

Da Zink für Wachstum und Entwicklung wichtig ist, bringt auch das Wachstum bei Kindern und Jugendlichen einen hohen Bedarf an diesem Mineralstoff mit sich. Durch eine ZinkUnterversorgung kann das Wachstum des Kindes gestört, bzw. verlangsamt werden, was sich auf die Entwicklung auswirkt. Gerade für die geistige, wie auch für die körperliche Entwicklung ist Zink somit unerlässlich. 

Säuglinge nehmen Zink aus der Muttermilch auf. Sie enthält ein zinkbindendes Enzym, das Babys hilft entsprechend Zink über den Darm aufzunehmen und liefert eine ausreichende Zinkmenge (2 mg. pro Tag) für die ersten 4-6 Monate. Für Säuglinge im Alter von 7 bis 12 Monaten reicht sie allein jedoch nicht mehr aus. Babys in diesem Alter sollten altersgemässe zinkhaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Zinkmangel bei Kindern 

Bei Kindern zählen neben häufigem Kranksein, Haarausfall, Appetitlosigkeit sowie schlechter Wundheilung vor allem auch Wachstumsstörungen zu den Anzeichen eines Zinkmangels.  

Nahrungsergänzung bei Kindern 

Für Kinder oder Jugendliche ist eine zinkhaltige Nahrungsergänzung selten notwendig und empfehlenswert und nur indiziert, wenn auch ein entsprechend bestätigter Mangel vorliegt. Jede Supplementierung sollte hier nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen. 

Da es Kindern schwer fallen kann Tabletten zu schlucken, gibt es für Kinder Zink in Form von Säften zum Trinken, welche gesüsst werden und somit auch geschmacklich besser Gefallen finden. Zinkpulver kann dabei in ein Getränk oder unter Speisen gemischt werden.  

Zink im Blut 

Der Zink-Normwert im Blut liegt bei Erwachsenen Menschen bei 70-120 µg/dl, bzw. 6,7-18,4 µmol/l. Für Neugeborene liegt er bei 60-90 mg/dl (bzw. 9,2-13,8 mmol/l). Um einen Wert mit der Einheit µg/dl in einen Wert mit der Einheit µmol/l umzurechnen, muss man den Wert mit der Einheit µg/dl entsprechend mit dem Faktor 0,153 multiplizieren.

Zink und Immunsystem 

Da Zink das Wachstum und die normale Funktion von Abwehrzellen unterstützt, kann selbst ein leichter Mangel die Aktivität von Lymphozyten, Neutrophilen und Makrophagen, welche unseren Körper vor Viren und Bakterien schützen, beeinträchtigen.

Ältere Menschen die aufgrund von Appetitlosigkeit, verschiedenen Krankheiten und Medikamenten nur wenig Zink zu sich nehmen, haben ein erhöhtes Risiko für Infektionen wie z. B. Lungenentzündungen aber auch Hautgeschwüre

Zink und Wundheilung 

Eine ausreichende Zinkmenge wird für die Bildung neuer Zellen benötigt, insbesondere für die Bildung von Kollagen sowie faserähnlichen Geweben, welche bei der Reparatur von beschädigten Zellen benötigt werden. 

Zink unterstützt die Aktivität unserer Abwehrkräfte, welche die Entzündung einer Wunde bekämpfen. Daher liegt der grösste Zink-Nutzen vor allem bei Menschen, die einen Mangel an diesem Mineralstoff haben und an Wunden wie Dekubitus oder grossflächigen Verbrennungen leiden. Da Menschen mit diesen Erkrankungen einen höheren Zinkbedarf haben und möglicherweise dazu noch wenig Appetit, werden hier auch Nahrungsergänzungsmittel oder topische Cremes verwendet. In solchen Fällen wird Zink auch häufig mit anderen Nährstoffen wie Eiweiss, Vitamin-C oder L-Arginin kombiniert, welche ebenfalls die Wundheilung unterstützen, z. B. in Form eines Nährstoff-Shakes. Bei Menschen mit Hautulzerationen die einen normalen Zinkspiegel im Blut aufweisen, konnte hingegen auch kein Nutzen einer Zinksupplementierung nachgewiesen werden.  

Zink und Verdauung 

Ein Zinkmangel führt u. a. zu Veränderungen in der Immunreaktion, welche vermutlich auch zu einer erhöhten Infektanfälligkeit beitragen, Beispiel: Durchfallerkrankungen bei Kindern.

Ergebnisse einer randomisiert kontrollierten Studien zur Zinksupplementierung in Entwicklungsländern deuten darauf hin, dass Zink dazu beitragen kann die Dauer und den Schweregrad von Durchfall bei Kindern mit Zinkmangel oder anderweitig unterernährten Kindern zu verringern.

Zink und Abnehmen 

Da Zink an der Funktion von Enzymen die Fette, Eiweiss und Kohlenhydrate aufspalten beteiligt ist, hilft es mit, unseren Stoffwechsel anzukurbeln und kann uns somit auch beim Abnehmen unterstützen. Ein Zinkmangel kann den Stoffwechsel, wie auch die Enzymaktivität verlangsamen und damit dementsprechend einer Gewichtsreduktion entgegenwirken. 

Zink und Schwangerschaft 

Eine ausreichende Zinkzufuhr während der Schwangerschaft ist wichtig für die eigene wie auch für die Gesundheit des Babys. Eine vorbeugende Einnahme von zinkhaltigen Präparaten in der Schwangerschaft und Stillzeit wird jedoch nicht empfohlen. Auch wenn in diesen Phasen der Körper mehr Zink benötigt als normal, genügt in der Regel eine ausgewogene Ernährung, um die Versorgung sicherzustellen und einen Zinkmangel zu verhindern.

Schwangeren sowie Stillenden wird eine Zink-Tagesdosis von 13-14 mg. empfohlen. 

Zink und Haut

Zink wird hauptsächlich zur Behandlung von Hautkrankheiten wie Verbrennungen, Ekzemen, Dekubitus sowie Windeldermatitis verwendet. Auch kann Zink helfen das Risiko für Sonnenbrände zu verringern, indem es die ultravioletten Strahlen reflektiert und streut, so dass sie nicht in die Haut eindringen können. Die Verbindung bildet eine Schutzbarriere auf der Hautoberfläche die Feuchtigkeit abweist und entsprechend die Heilung der Haut ermöglicht. Auch kann Zink Enzyme dabei unterstützen, beschädigtes Kollagengewebe abzubauen, so dass neues Gewebe gebildet werden kann. 

Freie Radikale greifen Körperzellen an, was neben schlechter Haut auch zu dünnem Haar sowie brüchigen Nägeln führen kann. Zink bekämpft als Radikalfänger schädliche Sauerstoffverbindungen und kann somit helfen das Hautbild zu verbessern. 

Zink und Akne 

Akne wird einerseits durch die Verstopfung der ölproduzierenden Drüsen, andererseits aber auch durch Bakterien oder Entzündungen verursacht. Studien deuten darauf hin, dass sowohl topische als auch orale Zinkbehandlungen Akne wirksam behandeln können, indem sie die Talgdrüsenaktivität und Entzündungen reduzieren und das Bakterienwachstum hemmen.

Menschen mit Akne neigen dazu einen eher niedrigen Zinkspiegel aufzuweisen. Mehr zu den verschiedenen Akneformen, Ursachen sowie Behandlung im gleichnamigen Text. 

Zink und Sport 

Beim Training entstehen Mikrorisse in den Muskelfasern. Während der Regeneration werden diese kleinen Verletzungen u. a. mit Hilfe von Eiweiss und Zink repariert.

Zink und Haare

Zink spielt eine wichtige Rolle für das Wachstum sowie die Regeneration von Haargewebe. Es trägt auch dazu bei, dass die Drüsen um die Haarfollikel herum richtig funktionieren. Haarausfall ist ein häufiges Symptom eines Zinkmangels. Studien zeigen, dass die Behebung eines Zinkmangels durch Nahrungsergänzung den mangelbedingten Haarausfall lindern kann. 

Auch hält es die Kopfhaut gesund, aktiviert zahlreiche Enzyme und ist massgeblich an der Bildung von Keratin sowie Kollagen beteiligt. 

Zink und Augen 

Altersbedingte Makuladegeneration

Forscher vermuten, dass sowohl Zink als auch Antioxidantien das Fortschreiten der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) und den entsprechenden Sehkraftverlust verzögern können. In einer bevölkerungsbezogenen Kohortenstudie aus den Niederlanden wurde eine hohe Zufuhr von Zink, Beta-Carotin, Vitamin-C und Vitamin-E mit einem entsprechend geringerem AMD-Risiko bei älteren Menschen in Verbindung gebracht. 

Zink Facts

  • 30-50 % aller Alkoholiker weisen einen niedrigen Zinkstatus auf, da der Alkoholkonsum die intestinale Absorption verringert und die Zinkausscheidung im Urin erhöht
  • Zink ist nach Eisen das Spurenelement, dass am 2. häufigsten in unserem Körper vorkommt
  • Unser Körper kann Zink weder selbst herstellen noch speichern, deshalb muss es entsprechend mit der Nahrung zugefügt werden
  • Zink aus tierischen Lebensmitteln kann entsprechend besser verwertet werden als dasjenige aus pflanzlichen Quellen 
  • Die Symptome eines Zinkmangels ähneln denen eines Eisenmangels, je mehr von einem Mineralstoff, desto weniger vom anderen 
  • Zink ist das 4. häufigste Metall in der Industrie. Nach Eisen, Aluminium und Kupfer wird es auch in Legierungen wie z. B. Messing oder Neusilber verwendet 
  • Austern enthalten mehr Zink pro Portion als jedes andere Lebensmittel

Fazit 

Im Jahr 1963 wurde Zink als essenzieller Nährstoff für den Menschen anerkannt.

Da unser Körper Zink nicht selbst herstellen kann, müssen wir diesen wichtigen Nährstoff über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen.

Der Mineralstoff Zink ist in unserem gesamten Körper vorhanden, an zahlreichen Prozessen des zellulären Stoffwechsels beteiligt sowie für die Aktivität von nahezu 100 Enzymen erforderlich. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung der DNA, dem Wachstum von Zellen, dem Aufbau von Proteinen, der Wundheilung sowie der Unterstützung eines gesunden Immunsystems. Eine ausreichende Zinkzufuhr wird vor allem in Zeiten schnellen Wachstums, z. B. in der kindlichen und jugendlichen Entwicklung sowie in der Schwangerschaft noch wichtiger. 

Als chemisches Element finden wir das Metall Zink unter dem Elementsymbol Zn sowie der Ordnungszahl 30.

Fleisch, Geflügel sowie Meeresfrüchte sind allesamt zinkreich. Auch pflanzliche Lebensmittel, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide enthalten Zink, aber auch sogenannte Phytate die den Mineralstoff binden und seine Aufnahme somit verringern können.

Zinksalbe ist zur äusserlichen Anwendung gedacht und hat hautschützende, antiseptische sowie wundheilungsfördernde Eigenschaften. Zu den wohl bekanntesten Zinksalben gehört die Penaten®Creme.