Wie lange dauert eine Erkältung?- Symptome & Behandlung

Intro

Eine Erkältung ist eine relativ häufige Infektion der oberen Atemwege, die durch eine ganze Reihe von verschiedenen Viren verursacht wird. Diese Viren können z. B. über Tröpfchen durch die Luft oder über kontaminierte Gegenstände übertragen werden. Eine Erkältung, oder grippaler Infekt kann u. a. von Halsschmerzen, Schnupfen, Husten oder auch Heiserkeit begleitet sein. In der Regel klingen Erkältungssymptome nach ca. 1 Woche wieder von selber ab. Manche Beschwerden können aber länger anhalten. Doch Wie lange dauert eigentlich eine Erkältung? 

In diesem Text gehen wir darauf ein, was eine Erkältung ist, welche Viren eine Erkältung verursachen können und wie lange eine Erkältung mit oder ohne Medikamente dauert. Zudem zeigen wir Symptome bei Erkältungen auf, schauen uns Ansteckung, Behandlung und Komplikationen sowie Bettruhe an, geben Tipps zur Vorbeugung und beantworten die Frage wie lange eine Erkältung bei Kindern dauert.  

Definition: Was ist eine Erkältung?

Erkältungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. Sie können in jedem Alter auftreten und sich dabei in unterschiedlichem Ausmass manifestieren. Eine Erkältung ist eine akute Infektion der oberen Atemwege, die durch Viren ausgelöst wird. Die meisten Menschen entwickeln mindestens 2 davon pro Jahr und jede Erkältung kann dabei anders verlaufen. Mehr darüber, wie man eine Erkältung erkennt, später im Text detaillierter. 

Ursachen: Welche Viren verursachen Erkältungen?

Bei nasskaltem Wetter durchgefroren und jetzt deshalb erkältet … ist das überhaupt möglich? Verschiedene Versuche ergaben, dass Kälte eine Erkältung durchaus begünstigen kann, der eigentliche Auslöser für eine Erkältung ist jedoch eine Infektion mit Viren. Dabei können Erkältungen durch eine Vielzahl von verschiedenen Viren verursacht werden. Die dabei meistverbreiteten Erreger sind Rhinoviren. Andere Virenarten wie z. B. Parainfluenza-Virus, Influenzavirus, Respiratory Syncytialvirus (RSV) und Adenovirus machen etwa ein Viertel aller Erkältungsfälle aus.

Wie lange dauert eine Erkältung mit und ohne Medikamente? 

Da es kein Medikament gibt, das Erkältungsverursacher, Viren, bekämpft, dauert eine Erkältung mit oder ohne Medikamente generell meist 7-10 Tage, je nach Art des Virustyps und des Immunsystems des Betroffenen. Deshalb sagt man im Volksmund auch oft eine Erkältung kommt 3 Tage, bleibt 3 Tage und geht 3 Tage. Treten keine Komplikationen auf, sollten die Beschwerden dabei nach 3-7 Tagen bessern und nach spätestens 2 Wochen komplett verschwunden sein. Müdigkeit und Abgeschlagenheit können allerdings auch noch Wochen nach der Erkältung bestehen bleiben. 

Wie erkennt man eine Erkältung? Symptome einer Erkältung 

Husten, Halsschmerzen, Niesattacken, verstopfte oder laufende Nase, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, Fieber oder auch Schüttelfrost … all diese Symptome sind Erkältungssymptome. Die Symptome einer Erkältung können individuell sein. Typischerweise beginnt eine Erkältung meist mit einem Kältegefühl sowie einer laufenden Nase, einem Kratzen im Hals und häufig auch leichtem Fieber.

Wie lange dauert eine Erkältung bei Kindern?

Wie bei Erwachsenen dauert eine Erkältung auch bei Kindern etwa 7-10 Tage. Der Husten kann dabei noch etwas länger anhalten. Kleinkinder sind im Durchschnitt ca. 6-10 mal erkältet, Erwachsene trifft es immerhin noch 2-3 mal im Jahr. 

Bettruhe: Wie lange sollte man eine Erkältung auskurieren und zu Hause bleiben?

Wie lange es dauert, bis man sich von einer Erkältung erholt, ist individuell und hängt dabei sowohl von der Art des Virus wie auch von Alter sowie Zustand und Funktion des Immunsystems ab. Gerade am Anfang einer Erkältung ist Ausruhen wichtig, da der Körper besonders in dieser Phase Ruhe und Schlaf dringend brauchen kann. Bei einer herkömmlichen Erkältung sollte in der Regel eine Bettruhe von 1-2 Tagen ausreichend sein. 

Ansteckung: Wie lange ist man bei einer Erkältung ansteckend?

Die Inkubationsphase bei einer Erkältung erstreckt sich über den Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome. Denn bereits da ist eine Erkältung ansteckend und Viren können dabei über Tröpfchen beim Niesen oder Husten verteilt werden. Für gewöhnlich wird bei Erkältungen im Herbst und Winter eine Inkubationszeit von etwa 2-4 Tagen angegeben. Mit Abklingen der Erkältungssymptome nimmt dabei auch das Ansteckungsrisiko ab. Regelmässiges Händewaschen mit Wasser und Seife sowie Desinfizieren von Oberflächen und Niesen und Husten in die Armbeugen können vor Ansteckung schützen und auch das Umfeld vor Übertragung bewahren.

Erkältungsphasen: Welcher Tag ist bei einer Erkältung am schlimmsten?

Der Verlauf von grippalen Infekten lassen sich in 3 Phasen unterteilen. Inkubationszeit (Tag 1-3), Akutphase (Tag 4-6) und Spätphase (Tag 7-10). In der Akutphase der Erkältung, zwischen dem 3. und 4. Tag sind die Beschwerden dabei meistens am schlimmsten. 

Behandlung: Welche Mittel helfen gegen Erkältung?

Um die beste Behandlungsmethode bei Erkältungen zu finden, müssen wir zuerst die Ursache der Erkältung kennen. Eine Behandlung der Erkältung ist erforderlich, um Beschwerden zu lindern und das Risiko von Komplikationen damit zu verringern.

Medikamente und Hausmittel gegen Erkältungen

Obwohl es keine spezifische Behandlung für eine Erkältung gibt, können verschiedene Hausmittel und Medikamente zur Linderung bei Erkältungen beitragen. Neben Medikamenten ist die Aufrechterhaltung einer guten Gesundheit ebenfalls wesentlich beim Kampf gegen Erkältungsviren. Dazu gehören neben regelmässiger Bewegung auch ein ausgewogenes Essverhalten sowie genügend Flüssigkeit und Schlaf, um das Immunsystem optimal in Schwung zu halten. Denn dieses ist es, welches uns vor Keimen schützt sowie auch zu einem schnellen Genesungsprozess beitragen kann.

Hustensirup und Schleimlöser sind z. B. konventionelle Behandlungsmethoden gegen Husten und Halsschmerzen. Inhalationen mit Salbei, Thymian, Eukalyptus oder auch Pfefferminze können bei Husten ebenfalls sehr angenehm sein. Zudem halten sie die Atemwege feucht und lindern so den Hustenreiz. Schmerzmittel wie z. B. Ibuprofen oder Paracetamol sind hilfreich bei Fieber oder Schmerzen. Ebenso kann eine Inhalation mit Salzlösung eine geeignete Wahl für Menschen mit Atemwegserkrankungen wie z. B. Asthma oder Bronchitis sein. Bei Schnupfen helfen Inhalationen mit warmem Dampf Nasensekret zu lösen und die Schleimhäute abschwellen zu lassen. Bei einer wunden Nase wirken Salben mit Dexpanthenol lindernd. 

Verschleppte Erkältung: Was tun, wenn eine Erkältung nicht weggeht?

Eine verschleppte Erkältung birgt das Risiko von daraus resultierenden Folgeerkrankungen. Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft sowie genug Entspannung und Schlaf wirken dabei nicht nur vorbeugend, sondern helfen auch in der Zeit nach einem grippalen Infekt. Kuriert man eine Erkältung nicht gut aus, können zusätzliche bakterielle Infektionen dazukommen. Deshalb gehört eine Erkältung, die nicht verschwindet, zwingend in ärztliche Behandlung. Mehr zu Erkältungskomplikationen später.

Komplikationen

Da jede Erkältung anders ist, ist wichtig zu verstehen, dass einige Erkältungen länger dauern können als andere. Ebenso ist es möglich, dass eine Erkältung Komplikationen verursacht, die eine entsprechend längere Behandlung erfordern. 

Mögliche Komplikationen bei Erkältungen 

Die meisten Erkältungskrankheiten sind in der Regel relativ harmlos, in seltenen Fällen jedoch kann aus einer zunächst harmlos erscheinenden Erkältung eine schwerwiegende Komplikation werden. Schwerwiegende Komplikationen sind besonders häufig bei älteren Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie z. B. Asthma, Lungenerkrankungen, Herzerkrankungen oder einem geschwächtem Immunsystem. Auch ist es möglich, dass eine Erkältung zu einer bakteriellen Infektion führen kann, die dann eine entsprechende Antibiotikabehandlung erfordert. Neben bakteriell bedingten Komplikationen gibt es verschiedene andere Komplikationen, die mit einer Erkältung verbunden sein können, wie z. B. Bronchitis, Lungenentzündung, Meningitis, Mittelohrentzündung sowie auch Sinusitis. Umso wichtiger ist es, mögliche Komplikationen rechtzeitig zu erkennen und entsprechend behandeln zu lassen. Denn da Erkältungskrankheiten relativ häufig sind und Erkältungssymptome sich leicht mit anderen Erkrankungen verwechseln lassen, können dabei manchmal auch schwerwiegende Folgeerkrankungen übersehen werden. Hier sind einige der häufigsten Komplikationen, die mit Erkältungskrankheiten in Verbindung gebracht werden:

Atemwegsinfekte

Einige Erkältungskrankheiten betreffen nur die oberen Atemwege (Nasennebenhöhlen und Rachen). Wenn diese aber tiefer in die unteren Atemwege vordringen (Lungengewebe und Bronchien), kann dies zu Brustschmerzen und Atemnot führen.

Sinusitis

Bei einer Sinusitis sind bakteriell bedingte Entzündung der Nasennebenhöhlen unter Ausbildung von Schleim möglich. Die Sinusitis stellt eine häufige Komplikation von Grippe oder Erkältungen dar.

Mittelohrentzündung (Otitis Media)

Diese Art der Infektion betrifft den Mittelohrbereich.

Bronchitis

Eine virale Bronchitis ist eine respiratorische Infektion, die Tausende von Kindern jedes Jahr weltweit betrifft. Vor allem Neugeborene und Babys unter 12 Monaten sind dafür am gefährdetsten.

Pneumonie

Eine bakterielle Pneumonie tritt oft als Komplikation bei älteren Menschen oder bei Immungeschwächten auf. Die Symptome sind Husten, Schwindel, Schmerzen, Fieber sowie Atemnot. Zum Lungenentzündung Selbsttest gehts hier.

Wann zum Arzt?

Atemnot kann auf eine Lungenentzündung hinweisen und gehört deshalb zum Arzt. Säuglinge mit Fieber sowie Fieber bei Erwachsenen über 39°C bedarf ebenfalls einer ärztlichen Behandlung, da eine bakterielle Infektion die Ursache dafür sein könnte. Starke Hals- oder Ohrenschmerzen können auf eine eitrige Mandel- bzw. Mittelohrentzündung hindeuten und gehören ebenso zum Arzt wie Husten und Heiserkeit, die länger als 2 Wochen anhalten.

Vorbeugung: Was kann man präventiv gegen eine Erkältung tun?

Es gibt einige wichtige präventive Massnahmen, die getroffen werden können, damit man sich nicht erkältet.

Wie kann man sich vor Erkältungen schützen?

Ein gesundes Immunsystem 

Alles, was das Immunsystem schwächt, macht uns auch anfälliger für Erkältungen. Dazu gehören neben Unterkühlung auch Faktoren wie Stress oder Schlafmangel. Hier können ausreichend Schlaf, Bewegung sowie eine ausgewogene Ernährung zu einem gesunden und gestärkten Immunsystem beitragen und dieses optimal unterstützen. Mehr über gesunden und erholsamen Schlaf gibt es hier. 

Ebenso kann ein gutes Stressmanagement von Vorteil sein. Denn ein erhöhter Stresspegel reduziert unsere Fähigkeit, gesunde Gewohnheiten beizubehalten und macht uns somit automatisch auch anfälliger für Infektionen. Die allgemeine Gesundheit verbessern reduziert die Wahrscheinlichkeit von Infekten. Dies gilt auch, wenn es darum geht, wie lange eine Erkältung dauert.

Infektionsprävention

Regelmässiges Händewaschen und das Meiden von grossen Menschenansammlungen können helfen, Erkältungen zu vermeiden. 

Fazit

Erkältungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. Eine Erkältung kann durch eine Vielzahl von verschiedenen Viren verursacht werden. Die weitverbreitetsten Erreger sind Rhinoviren. Husten, Halsschmerzen, Niesattacken, verstopfte oder laufende Nase, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, Fieber oder auch Schüttelfrost … all dies sind Erkältungssymptome.

Da es kein Medikament gibt, das erkältungsverursachende Viren bekämpft, dauert eine Erkältung mit oder ohne Medikamente generell meist 7-10 Tage, je nach Art des Virustyps und des Immunsystems des Betroffenen. Treten keine Komplikationen auf, sollten die Beschwerden dabei spätestens nach 2 Wochen komplett verschwunden sein. Müdigkeit und Abgeschlagenheit können allerdings auch noch Wochen nach der Erkältung bestehen bleiben. 

Wie bei Erwachsenen dauert eine Erkältung auch bei Kindern etwa 7-10 Tage. Husten kann dabei noch etwas länger anhalten. Wie lange es dauert, bis man sich von einer Erkältung erholt, hängt sowohl von der Art des Virus wie auch vom Alter und Funktion des Immunsystems ab. Am ansteckendsten ist eine Erkältung nach 4-5 Tagen und in der Akutphase der Erkältung, zwischen dem 3. und 4. Tag, sind die Beschwerden dabei meistens am schlimmsten. 

Obwohl es keine spezifische Behandlung für eine Erkältung gibt, können verschiedene Hausmittel und Medikamente zur Linderung von Erkältungsbeschwerden beitragen. Zudem helfen neben regelmässiger Bewegung auch ein ausgewogenes Essverhalten sowie genügend Flüssigkeit und Schlaf unser Immunsystem optimal in Schwung zu halten.

Eine verschleppte Erkältung birgt das Risiko von daraus resultierenden Folgeerkrankungen. Deshalb gehört eine Erkältung, die nicht verschwindet, zwingend in ärztliche Behandlung. Die häufigsten Komplikationen, die mit Erkältungskrankheiten in Verbindung gebracht werden, sind neben Atemwegsinfekten auch Sinusitis, Mittelohrentzündung, Bronchitis sowie Pneumonie. Säuglinge mit Fieber sowie Fieber bei Erwachsenen über 39°C gehören genauso wie starke Hals- oder Ohrenschmerzen oder Husten und Heiserkeit, die länger als 2 Wochen anhalten in ärztliche Behandlung.