Vitamin-D-Tagesbedarf, Aufgaben, Vorkommen & Präparate

Intro

Trotz seines Namens ist Vitamin-D genau genommen eigentlich gar kein Vitamin, sondern vielmehr ein Prohormon, eine Vorstufe eines Hormons. Vitamine sind generell Nährstoffe, die unser Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Unser Körper ist jedoch durchaus in der Lage dieses selber zu produzieren. 

Was hat das D-Vitamin wirklich mit der Sonne zu tun? Wo finden wir es in der Ernährung und welches sind die besten Vitamin-D-Supplements? In welcher Verbindung steht es zu unserem Immunsystem, der Haut, Haarausfall und Depressionen? Der grosse Vitamin-D Check … 

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Definition: Was ist Vitamin-D?

Vitamin-D wird nicht umsonst das Sonnenvitamin genannt. Der menschliche Körper produziert es nämlich entsprechend als Reaktion auf die Sonneneinstrahlung. Zudem kann man die Aufnahme durch bestimmte Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich unterstützen.

Vitamin-D wird im Blut an Eiweiße gebunden und zur Leber transportiert, wo es umgewandelt wird und anschließend in die Nieren gelangt. Der Entstehungsort von Calcitriol.

Die 3 wichtigsten Calciferole 

  • VitaminD2 (Ergocalciferol) 
  • VitaminD3 (Cholecalciferol) 
  • Calcidiol: Eine Speicherform des Vitamin-D3, auch 25-Hydroxy-Vitamin-D oder Vitamin D-25-OH genannt, welches im Blut bestimmt wird, wenn es darum geht einen entsprechenden Mangel zu diagnostizieren. 

Das Vitamin-D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und ist seit langem dafür bekannt, dass es dem Körper hilft Kalzium und Phosphor zu absorbieren und zu speichern. Beides sind wichtige Mineralstoffe für den Knochenaufbau

Unser Körper scheidet überschüssiges D-Vitamin nicht einfach aus oder baut es ab, sondern speichert es über einige Monate im Fettgewebe, in den Muskeln sowie in geringer Menge auch in der Leber, um im Bedarfsfall auf den Vorrat zurückgreifen zu können. 

Vitamin-D und Sonne 

Mit einer 5-10 min. Sonnenbestrahlung der nackten Haut 2-3 mal pro Woche können die meisten Menschen ausreichend Vitamin-D bilden. Es wird jedoch recht schnell abgebaut, so dass die Vorräte vor allem im Winter knapp werden können.

Cave: 10 – 15 min. Sonneneinstrahlung ein paar Mal pro Woche scheinen harmlos zu sein, aber diese Exposition kann im Laufe des Lebens andere Folgen haben. Schon 60 sek. UVA-Strahlung in der Sonne können das Melanomrisiko deutlich erhöhen. Ein Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist eine bösartige Form von Hautkrebserkrankung.

Wer nicht genug des Vitamins über die Nahrung aufnimmt sollte lieber zur Supplementierung durch Nahrungsergänzungsmittel greifen, anstatt sich dem zusätzlichen Risiko einer Aufnahme durch Sonneneinstrahlung auszusetzen. Detaillierter werden wir später noch auf Vitamin-D-haltigen Nahrungsergänzungsmittel eingehen. 

Funktion von Vitamin-D 

Vitamin-D ist u. a. für die Erhaltung gesunder Knochen und Zähne bekannt.

Es kann aber noch viel mehr … So unterstützt es z.B. auch unser Immunsystems, das Gehirn, das Nervensystem, die Lungenfunktion und unsere Herzgesundheit, reguliert den Insulinspiegel und die Behandlung von Diabetes und ist mit an der Expression von Genen, die an der Krebsentwicklung mitwirken beteiligt. Schauen wir uns seine Aufgaben, Funktionen sowie Wirkungen etwas genauer an. 

Aufgabe und Eigenschaften: Die Wirkung von des D-Vitamins

Die Rolle von Vitamin-D bei der Krankheitsvorbeugung ist ein beliebtes Forschungsgebiet. In verschiedenen Beobachtungsstudien konnte ein Zusammenhang mit einem geringeren Auftreten bestimmter Krankheiten bei Menschen, die in sonnigeren Klimazonen leben und einen entsprechend höheren Serumspiegel aufwiesen nachgewiesen werden.

Gesunde Knochen

Das D-Vitamin spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Kalziumspiegels sowie auch der Aufrechterhaltung des Phosphorspiegels in unserem Blut. Diese Faktoren sind für die Erhaltung gesunder Knochen unverzichtbar. Der Mensch braucht Vitamin-D damit der Darm Kalzium absorbieren sowie kann und um das Kalzium zurückzugewinnen, das die Nieren ansonsten ausscheiden würden.

Schutz vor Krankheiten 

Eine 2018 durchgeführte Studie ergab, dass Vitamin-D eine schützende Wirkung gegen das Influenzavirus haben könnte. Es sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich, um diesen Effekt zu bestätigen.

Bluthochdruck bei Kindern 

Ein Vitamin-D Mangel steht im Zusammenhang mit Bluthochdruck bei Kindern. In einer Studie wurde ein möglicher Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und der Festigkeit der Arterienwände bei Kindern festgestellt. 

Kinder Allergien

Die American Academy of Allergy Asthma and Immunology weist darauf hin, dass es Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen einer niedrigen Vitamin-D-Exposition und einem erhöhten Risiko einer allergischen Reaktion gibt. Ein Bsp. dafür ist, dass Kinder die näher am Äquator leben, seltener wegen Allergien ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ebenso ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Erdnussallergie bei ihnen deutlich geringer.

Verstärkte Wirkung auf Glukokortikoide 

Vitamin-D kann die entzündungshemmende Wirkung von Glukokortikoiden zusätzlich verstärken. Dieser Nutzen macht es zu einer potenziell nützlichen sowie unterstützenden Therapie für Menschen mit steroidresistentem Asthma.

Schwangerschaft

Eine Studie aus dem Jahr 2019 legt nahe, dass schwangere Frauen mit einem Vitamin-D Mangel ein höheres Risiko haben eine Präeklampsie, Gestosen (Schwangerschaftsvergiftungen) oder Frühgeburten zu erleiden. Eine Präeklampsie ist eine neu auftretende oder sich verschlimmernde bestehende Hypertonie (Bluthochdruck) mit Vorhandensein von zusätzlichem Eiweiß im Urin, die nach der 20. Schwangerschaftswoche auftritt. Ärzte bringen einen schlechten Status auch mit Schwangerschaftsdiabetes sowie bakteriellen Vaginosen bei Schwangeren in Verbindung.

Nervensystem

Das D-Vitamin hat eine Schutzwirkung auf unsere Nervenzellen sowie unser Gehirn und könnte somit eine Schlüsselrolle bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose einnehmen. 

Psyche 

Wissenschaftler vermuten, dass Vitamin-D gegen Depressionen helfen könnte. Vitamin-D3 kann durch eine chemische Reaktion in der menschlichen Haut gebildet werden, wenn ein Steroid namens 7-Dehydrocholesterin durch das UVB-Licht der Sonne abgebaut wird. Die Menge des absorbierten Vitamins kann dabei sehr unterschiedlich sein.

Bedingungen welche die Vitamin-D-Aufnahme verhindern

  • Verwendung von Sonnenschutzmitteln: Ein korrekt aufgetragenes Sonnenschutzmittel kann die Aufnahme des D-Vitamins um mehr als 90 % verringern. Wichtig: Da ultraviolette Strahlen Hautkrebs verursachen können, ist es wichtig übermäßige Sonnenbestrahlung zu vermeiden und sich vor den schädlichen Nebenwirkungen der Sonne zu schützen 
  • Das Tragen von Kleidung welche die Haut damit vollständig bedeckt 
  • Wenig Zeit im Freien verbringen
  • Dunklere Hautfarbe: Aufgrund eines höheren Anteils des Pigments Melanin, das als eine Art natürlicher Sonnenschutz wirkt 
  • Fortschreitendes Alter: Der 7-Dehydrocholesterinspiegel sinkt mit zunehmendem Alter 
  • Ort und Zeit, bestimmte Jahreszeiten sowie das Leben in nördlichen Breitengraden über dem Äquator wo das UVB-Licht schwächer ist beeinflussen die Möglichkeit zur entsprechenden Aufnahme. Menschen die in der nördlichen Hemisphäre leben können somit entsprechend weniger davon aus der Sonne gewinnen. In den Wintermonaten kann ebenfalls weit weniger davon aus der Sonne gewonnen werden als in den Frühlings- und Sommermonaten. Der Körper speichert Vitamin-D aus der sommerlichen Sonneneinstrahlung, dieses muss für viele Monate reichen. Im Spätwinter sind somit automatisch viele Menschen damit unterversorgt

Vitamin-D Tagesbedarf  

Die Vitamin-D Aufnahme kann in Mikrogramm (µg) sowie in Internationalen Einheiten (IE) gemessen werden. Ein Mikrogramm entspricht dabei 40 IE.

Alter Vitamin-D IE/µg
0-12 Monate 400 / 10
1-18 Jahre 600 / 15
19-70 Jahre 600 / 15
70 + Jahre 800 / 20
Schwanger oder stillende Frauen 600 / 15

Gemäss der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Kinder ab 1 Jahr, Jugendliche sowie Erwachsene max. 20 µg Vitamin-D pro Tag zu sich nehmen. 

Vitamin-D Quellen

Nur ein geringer Anteil der Vitamin-D Zufuhr erfolgt wirklich über die Ernährung. Das liegt hauptsächlich daran, dass nur wenige Lebensmittel von Natur aus das D-Vitamin enthalten, obwohl einige Lebensmittel damit angereichert sind. Der Durchschnittsdeutsche nimmt nur ca. 2-4 µg (10-20%) täglich über die Nahrung auf.

Vitamin-D2 (Ergocalciferol) kommt ausschließlich in pflanzlicher Nahrung vor. 

Vitamin-D3 (Cholecalciferol) ist vor allem in Lebensmitteln aus tierischen Quellen enthalten. 

Für die meisten Leute ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln der beste Weg sich ausreichend mit Vitamin-D zu versorgen, da es schwierig ist genügend davon über die Nahrung aufzunehmen. Mehr dazu später im Text. 

Lebensmittel-Tabelle: Wieviel Vitamin-D enthält …  

Lebensmittel Vitamin-D-Gehalt in μg auf 100 gr.
Avocado 6
Champignons weiss 7
Eigelb 218
Hering 25
Lachs 16
Lebertran 300
Makrele 4
Milch 1
Rinderleber 2
Sardine 11
Steinpilze 3
Thunfisch 82

6 Vitamin-D-haltige Lebensmittel  

  • 1. fetthaltiger Fisch sowie Lachs, Makrele und Thunfisch
  • 2. Eigelb
  • 3. Rinderleber
  • 4. Pilze
  • 5. angereicherte Milch
  • 6. angereicherte Cerealien und Säfte

Vitamin-D Mangel 

Um den Vitamin-D-Status zu bestimmen wird der Gehalt an 25-Hydroxyvitamin-D (Speicherform) im Blut gemessen. Dieser sollte dabei mind. 50 nmol/l betragen. Liegt dieser Wert unter 30 nmol/l sprechen Mediziner von einem Mangel.  

Mangelerscheinungen bei Kindern

Bei Kindern kann ein entsprechender Mangel zu einer sogenannten Rachitis führen, die aufgrund der Erweichung der Knochen zu einem stark krummbeinigen Aussehen führt. Rachitis, bzw. Osteomalazie ist eine Knochenkrankheit, die aufgrund einer Störung des Knochenstoffwechsels zu wenig Mineralstoffe im Knochen einlagert was dazu führt das die Knochen weich werden. 

Mangelerscheinungen bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen äußert sich ein Vitamin-D Mangel als Osteomalazie (Knochenerweichung). Diese führt wiederum zu einer geringeren Knochendichte und Muskelschwäche. Ein Mangel kann sich auch in Form von Osteoporose äußern. Osteoporose ist eine schleichende Knochenerkrankung, welche im ganzen Skelett die Knochensubstanz abbaut und somit die Struktur des Knochens verändern. Die Knochen werden entsprechend porös und instabil und laufen Gefahr ohne erkennbare Ursache zu brechen.

Obwohl der Körper im Stande ist Vitamin-D selbst zu bilden kann ein Mangel aus vielen Gründen entstehen.

Faktoren die das Risiko eines Mangels erhöhen 

Hautfarbe/Hauttyp  

Dunklere Haut sowie Sonnenschutzmittel verringern die Fähigkeit des Körpers die ultravioletten B-Strahlen (UVB) der Sonne zu absorbieren. 

Der Ort an dem wir leben

Menschen, die in nördlichen Breitengraden oder in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung leben oder in der Nacht arbeiten haben einen erhöhten Bedarf.

Die Fähigkeit Vitamin-D zu absorbieren

Sonnenexposition

Die Aufnahme von Sonnenlicht ist für die Haut unerlässlich, um Vitamin-D produzieren zu können. Ein Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von 30 z.B. kann die Fähigkeit des Körpers das Vitamin zu synthetisieren um bis zu 95 % verringern. Auch das Bedecken der Haut mit Kleidung kann die Produktion hemmen. Säuglinge die ausschließlich gestillt werden benötigen eine entsprechende Ergänzung, insbesondere wenn sie dunkle Haut haben oder der Sonne nur wenig ausgesetzt sind. 

Symptomen des Vitamin-D Mangels

  • häufige Krankheitsfälle und Infekte
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit 
  • Knochen- sowie Rückenschmerzen
  • Stimmungsschwankungen, bzw. Depression 
  • Beeinträchtigte Wundheilung
  • Haarausfall
  • Muskelschmerzen sowie -Krämpfe
  • Kopfschmerzen 
  • Konzentrationsstörungen 
  • Hautausschläge 
  • brüchige Nägel 

Komplikationen 

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • neurologische Erkrankungen
  • Infektionen
  • Komplikationen in der Schwangerschaft
  • bestimmte Krebsarten wie z.B. Brust-, Prostata- oder Dickdarmkrebs

Wenn du bei dir einen Vitamin-D Mangel vermutest, ist der Hausarzt die erste und beste Anlauf- und Ansprechperson. Er wird anhand einer Blutuntersuchung das 25-Hydroxyvitamin D im Blutserum bestimmen. Eine einmalige Messung ist dabei nicht sehr aussagekräftig, denn die meisten Menschen tendieren im Winter zu einem eher niedrigeren Wert. Je nach Bedarf kann der Hausarzt dann einen Hormonspezialisten (Endokrinologen) oder einen Osteologen empfehlen und weiterverweisen.

Vitamin-D Substitution: Tabletten, Kapseln und Tropfen

Jeder 3. Deutsche ist unterversorgt, wenn es um das D-Vitamin geht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät nur dann Ergänzungen einzunehmen, wenn eine unzureichende Versorgung durch einen Bluttest nachgewiesen wurde und sich die körpereigene Produktion nicht anders verbessern lässt. 

Präparate

D-Vitamin-Präparate kommen in verschiedenen Formen, Darreichungsformen, Zusammensetzungen sowie Dosierungen vor. 

Da das D-Vitamin zu den fettlöslichen Vitaminen gehört entfaltet es die größte Wirkung und Bioverfügbarkeit, wenn es zusammen mit Fetten oder Öl eingenommen wird. Somit kann es einfacher sein, Präparate einzunehmen, welche bereits schon mit Öl kombiniert sind. 

Beim Kauf von Vitamin-D-Präparaten ist es wichtig auf die Angaben zu den Inhaltsstoffen zu achten: Denn Viele Produkte, insbesondere Flüssigkeiten, Fruchtgummis und Kautabletten enthalten Zuckerzusätze, künstliche Aromen und Farbstoffe.

Welches Vitamin-D-Präparat ist das richtige für mich? 

D-Vitamin-Ergänzungen sind jeweils in 2 Formen erhältlich: 

  • Vitamin-D2 (Ergocalciferol oder Prä-Vitamin-D) 
  • Vitamin-D3 (Cholecalciferol) 

Beides sind ebenfalls natürlich vorkommende Formen, die in Gegenwart der UVB-Strahlen der Sonne gebildet werden, daher auch ihr Spitzname „Sonnenvitamin“. Vitamin-D2 wird in Pflanzen und Pilzen, Vitamin-D3 in Tieren (einschließlich des Menschen) gebildet. Zwar können beide Formen den Spiegel wirksam erhöhen, Vitamin-D3 jedoch stärker und langfristiger.

Vitamin-D3 Tropfen lassen sich leicht dosieren. Die meisten Präparate lassen sich dabei direkt mit der Pipette auf der Zunge oder alternativ auch mit Wasser einnehmen sowie zu Speisen und anderen Getränken geben und sind praktisch auch für unterwegs.

Aufnahmefähigkeit

Studien belegten, dass Vitamin-D3 Präparate in Form von Öl oder Tropfen am besten vom Körper aufgenommen werden können. Bei gleicher Dosierung werden Kapseln sowie Tabletten schlechter aufgenommen. Viele Tabletten enthalten Öle (MCT`s oder mittelkettige Triglyceride) damit das Vitamin-D vom Körper besser aufgenommen werden kann.

Vitamin-D auf Rezept

Rezeptpflichtige Präparate sind in den meisten Fällen höher dosiert als Nahrungsergänzungsmittel, welche rezeptfrei erhältlich sind. Auch sind diese geprüft und zugelassen, was bei Nahrungsergänzungsmitteln nicht der Fall ist. Dein behandelnder Arzt kann dir beim Vorliegen eines nachgewiesenen Mangels entsprechend ein Rezept ausstellen.

Die beliebtesten Vitamin-D Supplements 

Welches sind die beliebtesten Vitamin-D-haltigen Supplements? 

Wir haben getestet:

Hier geht’s zum Ranking …

Vitamin-D kaufen 

Es gibt eine Reihe von Vitamin-D-Präparaten, die man online kaufen kann.

Hier gehts zu den Präparaten … 

Vitamin-D Überdosierung 

Die von Fachleuten empfohlene Obergrenze für Vitamin-D liegt bei 4000 IE pro Tag für einen Erwachsenen. Laut den National Institutes of Health (NIH) ist eine Toxizität bei einer Zufuhr von weniger als 10000 IE pro Tag eher unwahrscheinlich.

Eine übermäßige Zufuhr von Vitamin-D kann z.B. zu einer übermäßigen Verkalkung der Knochen, sowie zur Verhärtung von Blutgefäßen, Nieren-, Lungen- und Herzgewebe führen und entsteht in der Regel durch die Einnahme zu vieler Nahrungsergänzungsmittel

Vitamin-D Einnahme

Es gibt keine fixe Tageszeit, welche für die Einnahme empfohlen wird. Das D-Vitamin ist fettlöslich, weshalb die Einnahme zu den Mahlzeiten ratsam ist. Umso besser vom Körper aufgenommen zu werden.

Vitamin-D Nebenwirkungen 

Zu den häufigsten Symptomen eines Vitamin-D Überschusses gehören u.a. Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, einen trockenen Mund oder ein metallischer Geschmack im Mund, Erbrechen, Verstopfung sowie Durchfall

Die Einnahme von Vitamin-D über einen längeren Zeitraum, in Dosen von mehr als 4000 IE (100 µg) täglich, ist unter Umständen unsicher und kann zu sehr hohen Kalziumspiegeln im Blut führen.

Vitamin-D und Immunsystem 

Vitamin-D trägt zu einer guten Funktion des Immunsystems bei, indem es z. B. die Fresszellen des unspezifischen Abwehrsystems und die T-Lymphozyten des spezifischen Abwehrsystems unterstützt. Ebenso kann es helfen das Ausmaß an entzündlichen Prozessen zu mindern. Das D-Vitamin spielt in unserem Immunsystem eine zentrale Rolle, es kurbelt unsere Abwehrkräfte an und unterstützt uns dabei Krankheitserreger zu bekämpfen. 

Ein ausgewogener Vitamin-D-Spiegel ist der Booster für unsere Abwehrkräfte. Ist zu wenig davon vorhanden bleiben die Fress- und T-Zellen im Ruhemodus und unser Immunsystem damit weniger leistungsfähig. 

Vitamin-D und Abnehmen

Vitamin-D spielt eine direkte Rolle bei der Unterdrückung des Parathormons, welches die Fettansammlung im Fettgewebe fördert und auslöst und kann somit durchaus auch einen positiven Einfluss auf die Gewichtsabnahme haben. 

D-Vitamin und Haut 

Das D-Vitamin stärkt unsere Hautbarriere und erschwert es Bakterien somit in die Poren einzudringen und störende Entzündungen auszulösen. Auch hilft es Entzündungsreaktionen einzudämmen die z.B. mit Neurodermitis einhergehen. Denn Menschen mit einem ausgeprägten Mangel leiden nicht selten unter Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Akne oder Psoriasis (Schuppenflechte). 

Vitamin-D und Depression 

Die Forschung zeigt, dass Vitamin-D eine wichtige und entscheidende Rolle bei der Regulierung unserer Gemütslage und der Verringerung des Risikos von Depressionen spielen könnte. Untersuchungen ergaben, dass unter der Einnahme von entsprechenden Präparaten eine Verbesserung der Symptome von negativen Gefühlen festgestellt werden konnte. 

Vitamin-D und Haarausfall 

Haarausfall, auch Alopezie genannt, kann verschiedene Ursachen haben wie z.B. Hormone, Genetik, Stressfaktoren und Medikamente und kann manchmal auch auf einen Vitaminmangel hindeuten, u.a. auf einen entsprechend niedrigen Vitamin-D-Spiegel.

Das D-Vitamin wird in der Haut von den Keratinozyten verstoffwechselt. Diese verarbeiten Keratin, ein Protein in Nägeln, Haut und Haaren. Wenn der Körper nicht über genügend Vitamin-D verfügt, haben die Keratinozyten in den Haarfollikeln Schwierigkeiten das Haarwachstum und den Haarausfall zu regulieren.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem D-Vitamin Mangel und Alopezie, eine der häufigsten Ursachen für dünner werdendes Haar oder Haarausfall bei Männern und Frauen. Die Forschung hat ebenso einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und Alopecia areata herstellen können, der genaue Mechanismus ist jedoch noch nicht geklärt. 

Ist Haarausfall verursacht durch einen Vitamin-D Mangel reversibel?

Vitamin-D-Ergänzungen könnten helfen, wenn ein entsprechender Mangel zum Haarausfall beiträgt. Dazu kann Vitamin-D in Tablettenform eingenommen oder in Form von Cremes auf die Haut aufgetragen werden welche mit Calcipotriol angereichert sind, eigentlich einem Mittel gegen Schuppenflechte, das sich bei der Behandlung von Haarausfall aber als ebenso vielversprechend erwiesen hat.

Bei Alopezie aufgrund von Autoimmunerkrankungen oder Krankheiten, bei denen der Körper seine eigenen Haarfollikel angreift, ist es am ratsamsten einen Arzt (Dermatologen) aufzusuchen.

Vitamin-D und Schwangerschaft 

Ein schwerer mütterlicher Mangel während der Schwangerschaft wird mit biochemischen Anzeichen einer gestörten Skelett Homöostase sowie einer angeborenen Rachitis und Frakturen beim Neugeborenen in Verbindung gebracht.

Jüngste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein Vitamin-D Mangel während der Schwangerschaft häufig vorkommt. Insbesondere bei Risikogruppen wie z.B. Vegetarierinnen, Frauen mit eingeschränkter Sonnenexposition sowie ethnischen Minderheiten, insbesondere solchen mit dunklerer Haut.

Der Vitamin-D-Spiegel eines Neugeborenen hängt weitgehend vom mütterlichen Status ab. Folglich sind somit Kinder von Müttern mit einem Mangel auch selbst einem erhöhten Risiko ausgesetzt. 

Vitamin-D Facts 

  • Vitamin-D wird auch Sonnenvitamin oder Sonnenhormon genannt und reguliert unsere Glückshormone
  • Medikamente gegen Epilepsie können die Vitamin-D Bildung hemmen 
  • Die Einnahme von zu hohen Dosen des D-Vitamins kann zu einer übermäßigen Aufnahme von Kalzium führen
  • Auch Faktoren wie schlechter Schlaf wurden mit einem D-Vitamin-Mangel in Verbindung gebracht. Die Fachzeitschrift Nutrients veröffentlichte eine Metaanalyse von Beobachtungsstudien welche ergab, dass ein entsprechender Mangel mit einem höheren Risiko für Schlafstörungen verbunden ist 
  • Magnesium und Vitamin-D sind eine perfekte Kombi 

Fazit  

Jeder 3. Deutsche ist unterversorgt, wenn es um Vitamin-D geht. Der menschliche Körper produziert das fettlösliche Vitamin entsprechend als Reaktion auf die Sonneneinstrahlung. Unterstützen kann man die Aufnahme durch die Einnahme bestimmte Lebensmittel sowie Nahrungsergänzungsmittel

Trotz seines Namens ist Vitamin-D genau genommen gar kein Vitamin, sondern vielmehr ein Prohormon, eine Vorstufe eines Hormons und hilft uns Kalzium und Phosphor aufzunehmen, denn das D-Vitamin ist in 1. Linie vor allem für die Erhaltung gesunder Knochen und Zähne bekannt. Auch unterstützt es unser Immunsystems, Gehirn, Nervensystem, Lungenfunktion sowie Herzgesundheit, reguliert den Insulinspiegel und ist mit an der Expression von Genen, die an der Krebsentwicklung mitwirken beteiligt. 

Nur ein geringer Anteil der Zufuhr erfolgt dabei über die Ernährung, da nur wenige Lebensmittel von Natur aus D-Vitamin enthalten.

Das D-Vitamin wird recht schnell abgebaut, so dass die Vorräte vor allem in den Wintermonaten entsprechend knapp werden können. Ein entsprechender Mangel kann sich z.B. in Form von Osteoporose äußern.