Säure-Base-Diät-Wie gesund ist sie wirklich & kann man damit abnehmen?

Intro 

Jeder der sich in den letzten Jahren mit Diäten beschäftigt hat kommt an der Säure-Base-Diät nicht vorbei. Das Prinzip der basischen Ernährung kommt aus der Alternativmedizin und unterliegt der Annahme, dass wir uns heutzutage zu sauer ernähren, was verschiedene Krankheiten begünstigen kann sowie zu einer Gewichtszunahme führt. Eine basische Ernährung basiert im Grunde genommen hauptsächlich auf Pflanzen- und Vollwertkost. 

Doch was bringt eine basische Diät? Welche Rolle spielt der pH-Wert dabei? Welche Lebensmittel sind sauer und welche basisch und kann man mit einer basischen Ernährung Abnehmen? Wie starte ich am besten damit und welche Tipps helfen bei der basischen Ernährung im Alltag? 

Was steckt wirklich hinter dem Diättrend und was sagt die Wissenschaft dazu? 

Definition Säure-Base-Diät

Die Idee hinter der Säure-Base-Diät? Der Konsum von sauren Lebensmitteln führt zu einer Übersäuerung des Körpers und kann neben Müdigkeit und Verdauungsproblemen auch Erkrankungen wie z.B. Osteoporose, Krebs oder Nierenerkrankungen begünstigen. Angeblich soll eine basische Ernährungsweise Krankheiten und sogar Krebs bekämpfen, diese Behaputungen sind wissenschaftlich aber nicht bestätigt. Orientieren tut sich die Säure-Base-Diät dabei am pH-Wert der verschiedenen Lebensmitteln. Detaillierter gehen wir deshalb später auf den pH-Wert sowie den Säure-Base-Haushalt unseres Körpers ein.

Die Säure-Base-Diät ist auch als basische Diät bekannt. Sie geht davon aus, dass die Ernährung den pH-Wert, das Mass für den Säure-Basen-Gehalt des Körpers, verändern kann. Befürworter dieser Diät behaupten, dass Stoffwechselabfälle den Säuregehalt des Körpers direkt beeinflussen können.

Wer hats erfunden?

Maßgeblich an dieser Idee beteiligt waren Dr. Stephan Domenig und Kochbuchautorin Natasha Corrett. Sie nennen ihren Ernährungstrend auch ph-Miracle oder alkalische Diät. Unterstützend zur Diät werden hier auch Basenpulver erwähnt. Dazu kommen wir später im Text. 

Die Säure-Asche-Hypothese

Bei der Säure-Base-Diät wird der Stoffwechsel, die Umwandlung von Nahrung in Energie, mit einem Feuer verglichen, bei welchem beim Verbrennen immer ein Ascherest zurückbleibt. Ganz ähnlich sollen auch die Lebensmittel, die wir essen einen Ascherest hinterlassen, der auch als Stoffwechselabfall bekannt ist. Diese Stoffwechselabfälle können jeweils alkalisch (basisch), neutral oder sauer sein. 

Befürworter von basischer Ernährung behaupten, dass Stoffwechselabfälle den Säuregehalt des Körpers direkt beeinflussen können. Was so viel bedeutet wie: Wenn man Lebensmittel isst, die säurehaltige Asche hinterlassen, wird das Blut dadurch saurer. Wenn man hingegen Lebensmittel isst die alkalische Asche hinterlassen, wird das Blut entsprechend basischer. Auch legt die Säure-Asche-Hypothese auch nahe, dass saure Asche anfällig für Krankheiten macht, während basische Asche als schützend gilt. 

Der pH-Wert 

Der pH-Wert spielt eine entscheidende Rolle bei der basischen Ernährung. 

Was ist der pH-Wert?

Einfach ausgedrückt ist der pH-Wert ein Maß dafür wie sauer oder basisch etwas ist und reicht von 0-14. 

Sauer: 0,0-6,9

Neutral: 7,0

Basisch oder alkalisch: 7,1-14,0

Die basische Diät empfiehlt den pH-Wert des Urins zu überwachen, um sicherzustellen, dass er basisch, also über 7 ist.

Säure-Base-Homöostase 

Die Ausscheidung von Säuren über den Urin ist eine der wichtigsten Methoden zur Regulierung des pH-Wertes in unserem Körper. Wenn man ein großes Steak isst, wird der Urin einige Stunden später saurer sein, da der Körper die Stoffwechselabfälle entfernt. Deshalb ist der Urin-pH-Wert ein schlechter Indikator für den Gesamt-pH-Wert unseres Körpers und kann zudem auch durch andere Faktoren als die Ernährung beeinflusst werden.

Lebensmittel haben Einfluss auf den pH-Wert des Urins, nicht aber auf den des Blutes. Für unsere Gesundheit ist es von entscheidender Bedeutung, dass der pH-Wert unseres Blutes konstant gehalten wird. Fällt dieser aus diesem normalen Bereich heraus, hören unsere Zellen auf zu arbeiten, was unbehandelt potenziell tödlich enden kann. Deshalb verfügt unser Körper über viele wirksame Möglichkeiten sein pH-Gleichgewicht präzise zu regulieren. Dieser Vorgang wird als Säure-Basen-Homöostase bezeichnet. 

Bei gesunden Menschen ist es fast unmöglich den pH-Wert des Blutes durch Nahrungsmittel zu verändern, auch wenn innerhalb des normalen Bereichs minime Schwankungen auftreten können.

Wirkung: Die Versprechen einer Säure-Base-Diät

Hilfe bei Osteoporose

Osteoporose ist eine fortschreitende Knochenkrankheit, die durch eine Abnahme des Knochenmineralgehaltes geprägt ist. Sie tritt insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren auf und kann dadurch das Risiko von Knochenbrüchen erheblich erhöhen.

Die These: Vertreter der basischen Ernährung sind der Meinung, dass der Körper zur Aufrechterhaltung eines konstanten pH-Werts im Blut basische Mineralstoffe, wie z. B. Kalzium aus den Knochen benötigt, um die Säuren aus den säurebildenden Lebensmitteln, die wir essen zu kompensieren. Dieser Theorie zufolge führt eine säurebildende Ernährung, wie die westliche Standardernährung, zu einem Verlust der Knochenmineraldichte. Mehr zur Wirkung von Kalzium hier.

Die Kritik: Die Säure-Asche-Hypothese lässt dabei einen Hauptgrund für Osteoporose außer Acht, den Verlust des Proteins Kollagen in den Knochen. Ironischerweise steht dieser in engem Zusammenhang mit einem niedrigen Gehalt an 2 Säuren: Orthokieselsäure und Ascorbinsäure (Vitamin-C). Hier gehts zum Text über Kollagen und Vitamin-C.

Behandlung/Heilung bei Krebserkrankungen  

Die These: Befürworter der basischen Ernährung argumentieren, dass Krebs nur in einem sauren Milieu wächst und mit einer basischen Ernährung behandelt oder sogar geheilt werden kann.

Die Kritik: Umfassende Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen ernährungsbedingter Azidose, einem durch die Ernährung verursachten erhöhten Säuregehalt des Blutes und Krebs, kommen zu dem Schluss, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen beiden gibt. 

An der Ernährung unserer Vorfahren orientiert  

Die These: Das Argument der pro-basischen Ernährung: Die Ernährung unserer Vorfahren war damals schon basisch orientiert. In einer Studie wurde geschätzt, dass 87 % der vor der Landwirtschaft lebenden Menschen sich basisch ernährten, was das Hauptargument für die moderne basische Ernährung darstellt. 

Die Kritik: Die Untersuchung der Säure-Basen-Theorie aus evolutionärer wie auch wissenschaftlicher Sicht sorgt für Unstimmigkeiten und Widersprüche. Neuere Forschungen gehen jedoch davon aus, dass sich die Hälfte der vor der Landwirtschaft lebenden Menschen überwiegend basenbildend ernährte, während die andere Hälfte sich eher säurebildend ernährte … halb halb also. 

Schutz vor Nierenerkrankungen 

Die These: Basische Ernährung schützt vor Nierenerkrankungen 

Die Kritik: Dazu fehlen wissenschaftliche Belege. Auch wenn weitere Untersuchungen erforderlich sind, zeigen jedoch einige Studien, dass eine basische Ernährung für Menschen mit einem Risiko für Nierensteine von Vorteil sein könnte. Zum Nierenschmerzen Test geht es hier.

Säure-Base-Diät Kritik: Was sagt die Wissenschaft zur basischen Ernährung? 

Der pH-Wert im Blut 

Der pH-Wert im Körper variiert stark, wobei einige Bereiche sauer und andere basisch sind, es gibt keinen einheitlich definierten pH-Wert im Körper. Der Magen z. B. enthält viel Salzsäure, was ihm einen pH-Wert von 2 bis 3,5 verleiht, stark sauer also. Dieser Säuregehalt ist zwingend erforderlich, um die Nahrung aufzuspalten. Das menschliche Blut hingegen ist immer leicht alkalisch, mit einem pH-Wert von 7,36-7,44. Wenn der pH-Wert des Blutes aus dem Normbereich fällt, kann dies fatale gesundheitliche Folgen haben. Dies ist bei bestimmten Krankheiten der Fall, z. B. bei Ketoazidose die durch Diabetes, Hungern oder starkem Alkoholkonsum hervorgerufen wird.  

Die Nieren, wie auch unser Atmungssystem sind ebenso an der Kontrolle des Blut-pH-Wertes beteiligt. Wenn sich die Bicarbonat-Ionen aus den Nieren mit den Säuren im Blut verbinden bilden sie Kohlendioxid, das man ausatmet und Wasser, das man ausscheidet.

Wissenschaftliche Argumentation

Zusammengefasst lässt sich aus wissenschaftlicher Sicht sagen, ob die positiven Ergebnisse bei der Säuren-Base-Diät tatsächlich auf die Veränderung des pH-Werts im Blut und Urin des Körpers zurückzuführen sind oder vielmehr darauf, dass sich die Teilnehmer insgesamt gesünder ernähren, indem sie mehr Obst und Gemüse zu sich nehmen und weniger verarbeitete Lebensmittel und fettreiche Produkte verzehren.

Argument Osteoporose 

Wissenschaftliche Beweise für einen Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelsäure und Knochendichte oder Frakturrisiko sind hier nicht eindeutig. 

Klinische Studien kamen zu dem Schluss, dass eine säurebildende Ernährung keinen Einfluss auf den Kalziumspiegel im Körper hat. Wenn überhaupt, dann verbessert diese Diät die Knochengesundheit, indem sie die Kalziumeinlagerung erhöht und das Hormon IGF-1 aktivieren, dass die Regeneration von Muskeln und Knochen stimuliert. Eine eiweißreiche, säurebildende Ernährung ist also wahrscheinlich eher mit einer besseren Knochengesundheit verbunden und nicht mit einer schlechteren. Die meisten Forschungsergebnisse stützen somit nicht die Theorie, dass eine säurebildende Ernährung den Knochen schadet. Eiweiss, ein saurer Nährstoff, scheint sogar von Vorteil zu sein.

Übersäuerung im Zusammenhang mit Krebs 

Zum einen beeinflusst die Ernährung den pH-Wert des Blutes nicht wesentlich. Zum anderen, selbst wenn man annimmt, dass Lebensmittel den pH-Wert des Blutes oder anderer Gewebe verändern könnten, sind Krebszellen nicht auf ein saures Milieu beschränkt. 

Tatsächlich wächst Krebs ebenso in normalem Körpergewebe, das einen leicht basischen pH-Wert von 7,4 hat. Es ist nicht das saure Milieu das Krebszellen hervorbringt, sondern die Krebszellen, die das saure Milieu erzeugen. 

Ursprüngliche Ernährung und Säuregehalt 

Unsere Vorfahren lebten in sehr unterschiedlichen Klimazonen und hatten somit Zugang zu unterschiedlichen Nahrungsmitteln. Tatsächlich war eine säurebildende Ernährung umso verbreiteter, je weiter nördlich des Äquators die Menschen lebten. Und obwohl sich etwa die Hälfte der Jäger und Sammler überwiegend säurebildend ernährte, dürften moderne Krankheiten viel seltener aufgetreten sein. 

Der Säure-Base-Diätplan

Der basische Ernährungsplan wird wissenschaftlich kritisiert, weil er bestimmte säurehaltige Lebensmittel, die gut für den Körper sind, ausschliesst. Experten sind sich sicher … wir brauchen beides, um ein Gleichgewicht zu schaffen und raten somit auch dazu keine Lebensmittel weg zu lassen, sondern sie in geringen Mengen zu konsumieren. 

Diäterfolge bei basischer Ernährung 

Die Erfolge durch die Säure-Base-Diät können durch den Konsum von mehr kalorienarmem Obst und Gemüse stammen, unabhängig von dessen Säure-Base-Gehalt. 

Schutz vor Nierenerkrankungen 

Einige Forschungsergebnisse deuten zwar darauf hin, dass eine basische Ernährung die Gesundheit nierenkranker Menschen verbessern könnte, doch wurde festgestellt, dass dies nicht durch eine Veränderung des pH-Werts im Blut erreicht wird.

Die Kritik der Wissenschaft

Die Funktion der Nieren wird dabei außer Acht gelassen. Und sie ist für die Beseitigung von Säuren und die Regulierung des pH-Werts im Körper von grundlegender Bedeutung. Die Nieren produzieren Bikarbonat-Ionen, welche die Säuren im Blut neutralisieren und es dem Körper somit ermöglichen selbst den pH-Wert des Blutes zu kontrollieren. 

Säure-Base-Diät: Ernährungsplan 

Bei einer basischen Ernährung werden reichlich stark basische Lebensmittel verzehrt wie z. B. frisches Obst, Gemüse und Vollwertkost.

Eine basische Ernährung basiert auf der Annahme, dass der Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln sich negativ auf die Verdauung auswirkt, zu Blähungen führt und allgemein müde macht, da die Nieren mehr arbeiten müssen, um die Säuren in der Nahrung abzubauen.

Die Säure-Base-Diät empfiehlt dabei 80 % basische Lebensmittel zu essen und die zusätzlichen 20 % durch saure Lebensmittel, bevorzugt mit Fleisch zu ergänzen. 

Säure-Base-Diät: Was darf ich essen und was sollte ich meiden?

Was darf ich essen? Lebensmittel mit einem hohen oder mässigen Basengehalt 

  • Obst wie Himbeeren, Erdbeeren, Kirschen, Preiselbeeren, schwarze Johannisbeeren, Äpfel, Avocados oder Feigen 
  • Gemüse wie z. B. Spinat, Grünkohl, Mangold, Spargel, Broccoli, Blumenkohl, Gurken, Sellerie, Paprika, Bohnen, Erbsen, Süßkartoffeln, Karotten, Zwiebeln 
  • Nüsse: Cashews, Mandeln sowie Kastanien
  • Kräuter: U. a. Koriander, Petersilie, Dill, Basilikum
  • Meeresalgen: Spirulina, Chlorella
  • Körner und Samen wie z.B. Quinoa, Buchweizen, Dinkel, Chia-Samen 
  • Tofu
  • Knoblauch
  • Ingwer
  • Öle: Avocadoöl und Kokosnussöl
  • Margarine 

Bei einer basischen Ernährung wird zudem empfohlen, wann immer möglich Bio-Produkte zu konsumieren.

Was darf ich nicht essen? Säurehaltige Lebensmittel 

  • Fleisch: Rind, Schwein, Lamm, Kalb, Geflügel, sowie verarbeitetes Fleisch wie Schinken, Würstchen und Salami
  • Fisch
  • Milchprodukte wie z. B. pasteurisierte Milch, Käse (insbesondere Hartkäse), Joghurt
  • Eier (vor allem das Eigelb)
  • Getreide wie z. B. Reis, Nudeln, Haferflocken und Müsli 
  • Zucker: Speiseeis, Süssigkeiten sowie Schokolade
  • Butter 
  • Hülsenfrüchte: Linsen und Erbsen 

Sauer oder Basisch? Der PRAL-Wert 

Ob ein Nahrungsmittel sauer oder basisch ist, hängt von seiner Fähigkeit ab Wasserstoffatome zu binden oder abzugeben und damit auch vom Gehalt an basischen Salzen. 

Zu den Nahrungsbestandteilen, die eine saure Asche hinterlassen gehören Eiweiss, Phosphat und Schwefel, während zu den basischen Bestandteilen Kalzium, Magnesium und Kalium gehören. Lebensmittelgruppen werden dementsprechend als sauer, basisch oder neutral eingestuft.

Mehr zu Eiweiss, Kalzium, Magnesium und Kalium hier.

Sauer

Eiweissreiche Produkte wie z.B. Fleisch, Geflügel, Fisch und Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Eier, Weissmehlprodukte (Weissbrot, Nudeln), Butter sowie Süssigkeiten

Basisch

Obst, Gemüse, Salate, Nüsse, Pilze, Kräuter, Obst- und Trockenfrüchte, Kräutertee sowie Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz 

Neutrale Lebensmittel

Hirse, naturbelassene Fette und Öle wie z.B. Oliven- oder Sonnenblumenöl.

Tipps zur Lebensmittel-Zuordnung  

  • Die meisten Milchprodukte sowie alles was Zucker enthält wird zu den säurebildenden Lebensmitteln gezählt. 
  • Je länger die Zutatenliste eines Produktes ist, desto wahrscheinlicher ist es das es zu unerwünschter Säurebildung führt

Der PRAL-Wert  

Ob ein Lebensmittel sauer ist, entscheidet somit also nicht sein Geschmack, sondern der sogenannte PRAL-Wert (Potential Renal Acid Load). Dieser gibt an, wie viel Säure über die Nieren ausgeschieden werden muss, um dabei den pH-Wert nach der Lebensmittelaufnahme konstant zu halten.

Je nach Lebensmittel entstehen bei dessen Verdauung mehr Säuren oder Basen. Ist dabei der PRAL-Wert negativ werden mehr Basen gebildet.

Die Einteilung der Lebensmittel nach PRAL-Wert 

Negativer PRAL-Wert: Basische Lebensmittel  Positiver PRAL-Wert: Saure Lebensmittel 
Gemüse und Gemüsesäfte: -0.8 bis -14.0  Cola: + 1.75 
Kaffee: -1.4  Cornflakes: + 2.63 
Margarine: -0.15  Butter: +0.49 
Mineralwasser mit Kohlensäure: -1.76  Eiernudeln: + 6.35 
Obst und Obstsäfte: -2.5 bis -7.5 Erbsen: + 1.69 
Rosinen: -11.94 Erdnüsse: + 6.68 
Rotwein: -1.82  Fisch: +7.3-18.2
Weisswein: -1.73  Fleisch: + 6.7 bis +10.5 
Käse: +8-23.6 
Linsen: + 4.81 
Mandeln: + 0.76 
Reis gekocht: +3.07 
Walnüsse: + 6.17 
Weissbrot: + 3.75 
Weizenmehl: +4.98 
Zwieback: + 4.69 

20 basische Lebensmittel 

  • Äpfel
  • Broccoli
  • Chlorella
  • Erdbeeren
  • grüne Bohnen
  • Grünkohl
  • Gurke
  • Himbeeren
  • Ingwer
  • Kirschen
  • Kiwis
  • Knoblauch
  • Mangold
  • Orangen
  • Paprika
  • Preiselbeeren
  • Spinat
  • Spirulina
  • Spargel
  • Zwiebel

4 basische Getränke 

  • Wasser
  • ungesüsste Früchte- und Kräutertees
  • Gemüsesäfte ohne Zuckerzusätze 
  • Früchte-Smoothies ohne Milch- und Zuckerzusätze 

Basenpulver und Basenkapseln  

Basenpulver kann als Zusatz zu einer basischen Ernährung verwendet werden. Es ist dabei als reines Pulver oder Kapsel erhältlich und gehört generell zu den Nahrungsergänzungsmitteln.  

In Basenpulver sind verschiedene Vitamine sowie Mineralstoffe vorhanden, in den meisten Produkten ist dies Zink oder Magnesium. Auch wird häufig Natron hinzugefügt, ein basischer Mineralstoff. Mehr über Zink und Magnesium hier.

Basenpulver oder Basenkapseln, was ist besser? 

Reines Basenpulver muss selbst dosiert werden und eignet sich somit schlechter zum Mitnehmen. Basenkapseln hingegen sind bereits dosiert und praktischer für unterwegs. 

Welches ist das beste Basenpulver? 

Vergleich.org hat getestet: 

Preis-Leistungs-Sieger: Pascoe Basenpulver pH-balance  

Bestseller: MADENA BasenCitrate Pur

Säure-Base-Diät für Anfänger 

6 Tipps für Säure-Base-Diät Einsteiger

  • 1. werde dir klar welches basische Lebensmittel sind 
  • 2. füge frisches Obst und Gemüse zu all deinen Mahlzeiten sowie Snacks hinzu 
  • 3. versuch es z.B. mit einem fleischlosen Montag, an dem mehr pflanzliches Eiweiß und weniger Fleisch, insbesondere verarbeitetes Fleisch, auf dem Teller landet
  • 4. reduziere die Aufnahme von Natrium (Salz) sowie verarbeitete oder konservierte Lebensmittel
  • 5. trink viel
  • 6. reduziere Alkohol

Säure-Base-Diät: Tipps für den Alltag 

Eine basische Ernährung ist meist auch durchführbar, wenn man mittags in der Kantine oder Abends im Restaurant isst. Einfach Gerichte mit viel Gemüse, Kräutern und Obst wählen. 

Wie koche und ernähre ich mich basisch? 

Bring auf jeden Fall viel frisches Obst und Gemüse auf den Teller, meide Fast Food und verarbeitete Produkte. 

Das Verhältnis von basen- zu säurebildenden Nahrungsmitteln sollte dabei 80 zu 20 betragen. 

Säure-Base-Diät: Rezeptideen

4 basische Frühstücksideen 

  • 1. frische Früchte 
  • 2. Chia-Frühstückspudding
  • 3. Beeren-Smoothie 
  • 5. basisches Porridge 

5 basische Mittag/Abendessen 

  • 1. Buddha-Bowl  
  • 2. gebratener Lachs mit Spargeln 
  • 3. Kürbissuppe 
  • 4. Ofengemüse mit Fleischbeilage 
  • 5. Lauch-Kartoffelpfanne 

5 basische Snacks 

  • 1. Gemüsesticks 
  • 2. Datteln 
  • 3. eine Handvoll Cashew Nüssen 
  • 4. Fruchtsalat 
  • 5. Gemüsechips 

Noch nichts Passendes gefunden? Hier gibt viele Rezepte zum Nachlesen und Nachkochen 

Säure-Base-Diät: Risiken und Nebenwirkungen 

Eine basische Ernährung ist kaum mit Nebenwirkungen verbunden. Das einzig erwähnenswerte Risiko kann dabei in einem evtl. Mangel an Kalzium oder Eisen liegen. Denn besonders Eisen findet sich zum grossen Teil in Lebensmitteln die Säure bilden. 

Säure-Base-Diät und Gesundheit 

Ist basische Ernährung gesund? 

Viele Experten sehen in der basischen Ernährung keine direkt nachweislichen gesunden Vorteile. Denn für einen konstanten Säure-Basen-Spiegel sorgt unser Körper selbst, u.a mit Hilfe der Nieren, Leber und Lunge. Da basische Ernährung aber aus viel Obst und Gemüse besteht können mit einer basischen Ernährung wichtige Vitamine und Mineralstoffe optimal ergänzt werden, was zu einer gesunden Ernährung beiträgt. 

Säure-Base-Diät und Abnehmen 

Eine basische Ernährung kann zu einer Gewichtsabnahme führen, da sie viele kalorienreiche Lebensmittel einschränkt und stattdessen den Schwerpunkt auf viel gesundes Obst und Gemüse legt. Basische Lebensmittel enthalten nur wenig Kalorien und kaum ungesunde Fette. Zu den Kalorien gehts hier.

Säure-Base-Diät und Sport 

Für den Muskelaufbau ist vor allem eines wichtig … Eiweiss. Eiweiss ist in der basischen Ernährung jedoch nur in Maßen erlaubt, da es säurebildend ist. Sportler sollten daher beim Verhältnis 80 zu 20 vor allem auf das Abdecken von eiweisshaltigen Nahrungsmitteln achten. 

Säure-Base-Diät und Haut 

Basenbildende Lebensmittel sind von Natur aus sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen, die für eine gesunde Haut benötigt werden, dazu gehören Antioxidantien wie Beta-Carotin und die Vitamine-C, E und A, Omega-3-Fettsäuren und Zink. Mehr über unsere Haut hier.

Säure-Base-Diät und Kaffee 

Kaffee wird oft als Säurebildner bezeichnet. Zwar regt er die Produktion von Magensäure an, aber eine Übersäuerung im Stoffwechsel entsteht durch ihn nicht. Kaffee besitzt einen PRAL-Wert von -1.4 und hat daher einen basischen Effekt auf unseren Säure-Base-Haushalt. 

Säure-Base-Diät auf Vegetarisch/Vegan 

Das der pH-Wert des Urins von Vegetariern eher im basischen Bereich liegt, hängt mit der Ernährungsweise zusammen.

Für Vegetarier oder Veganer ist es völlig unkompliziert sich basenreich zu ernähren, da sowieso auf fast alle Säurebildner wie Fleisch, Eier und Fisch bereits verzichtet wird. Zusätzlich sollte jetzt nur noch Soja weitgehend vom Speiseplan gestrichen werden. Denn Soja ist eiweißhaltig, säurebildend und somit nur in Maßen zu genießen.  

Säure-Base-Diät in der Schwangerschaft 

Wenn noch jemand mitisst ist es ganz besonders wichtig auf genügend Nähr- und Vitalstoffe zu achten. Frisches Obst, Gemüse und hochwertige Öle, alles ganz Basen like. 

Schwangeren wird jedoch geraten darauf zu achten säurebildende Lebensmittel nicht vollständig aus der Ernährung zu streichen. 

Säure-Base-Diät Facts

  • Ziel der Säure-Base-Diät ist es, den pH-Wert der Körperflüssigkeiten auf einen Wert zwischen 7,35 und 7,45 auszugleichen
  • Wer sich basisch ernähren will sollte dem Körper 80% basenbildende sowie 20% säurebildende Speisen zuführen. Nach Ansicht der meisten Ernährungsexperten ist ein Verhältnis von 7:3 zwischen basischen und sauren Lebensmitteln anzustreben
  • Im Allgemeinen ist die basische Ernährung gesund, da sie auf ganzen und unverarbeiteten Lebensmitteln basiert. Es gibt jedoch keine zuverlässigen Beweise dafür, dass dies etwas mit dem pH-Wert zu tun hat
  • Wie beim Clean Eating werden auch bei der alkalischen Diät verarbeitete Lebensmittel gemieden und dazu aufgefordert den Fleischkonsum zu reduzieren und dafür mehr Gemüse zu essen
  • Der Fall Zitronen: Sie liefern dem Körper die basischen Mineralstoffe Magnesium und Kalium und sind daher basenbildend 
  • Sich vollwertig, mit viel Obst und Gemüse zu ernähren hilft nicht nur Heißhunger zu zügeln, sondern erhöht auch den Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Phytonährstoffen

Fazit

Bei einer basischen Ernährung werden vor allem reichlich stark basische Lebensmittel verzehrt, wie z.B. frisches Obst, Gemüse und Vollwertkost. Das Verhältnis von basen- zu säurebildenden Nahrungsmitteln sollte dabei 80 zu 20 betragen.     

Basische oder alkalische Ernährung basiert auf der Idee, dass der Ersatz von säurehaltigen Lebensmitteln durch basische zu einer Verbesserung der Gesundheit führen kann. Die Säure-Base-Diät geht davon aus, dass die Ernährung den pH-Wert, das Mass für den Säure-Basen-Gehalt des Körpers, verändern kann.

Zusammengefasst lässt sich aus wissenschaftlicher Sicht nicht sagen, ob die positiven Ergebnisse bei der Säuren-Base-Diät tatsächlich auf die Veränderung des pH-Werts im Blut und Urin des Körpers zurückzuführen sind oder vielmehr darauf, dass sich die Teilnehmer insgesamt gesünder ernähren.   

Eine basische Ernährung kann zu einer Gewichtsabnahme führen, da sie viele kalorienreiche Lebensmittel einschränkt und den Schwerpunkt auf viel gesundes Obst und Gemüse legt. Basische Lebensmittel enthalten nur wenig Kalorien und kaum ungesunde Fette.