Intro
Bei einer Bradykardie schlägt das Herz weniger als 60 Mal in der Minute. Dies kann unter gewissen Umständen durchaus harmlos und normal sein oder aber auch ein ernstes Problem darstellen. Was kann man tun, wenn der Puls zu niedrig ist? Welche Hausmittel und Medikamente können gegen einen niedrigen Puls helfen und wie kann man einem niedrigen Puls vorbeugen? Welches sind Ursache und Symptome bei niedrigem Puls und wann ist ein niedriger Puls gefährlich?
Keypoints
- Unter einer Bradykardie versteht man eine Herzfrequenz von unter 60 Schläge pro Minute (bpm)
- Eine langsame Herzfrequenz kann viele Ursachen haben, einige davon sind völlig normal, andere hingegen können gefährlich werden
- Eine Bradykardie muss nicht immer behandelt werden
- Die Behandlung eines niedrigen Pulses hängt von der jeweiligen Ursache dafür ab und kann dabei Massnahmen, Medikamente, Eingriffe oder auch Lebensstiländerungen beinhalten
- Liegt keine organische Schädigung des Herzens vor, gibt es einige Hausmittel, die helfen den Puls zu erhöhen
Was kann man gegen einen niedrigen Puls tun?
Eine Bradykardie muss nicht immer behandelt werden. Ein niedriger Puls kann gefährlich sein, muss es aber nicht. Die Behandlung hängt von der jeweiligen Ursache dafür ab und beinhaltet:
- Massnahmen uzr Behandlung der Grunderkrankung
- Medikamente gegen niedrigen Puls wie Digitalis, Betablocker oder Kalzium-Blocker oder Präparate wie Sympathomimetika, Anticholinergika sowie Butylscopolamin
- Eingriffe wie z. B. das Einsetzen eines Herzschrittmachers
- Lebensstiländerungen
Hausmittel gegen niedrigen Puls
Liegt keine organische Schädigung des Herzens vor, gibt es einige Hausmittel die helfen den Blutkreislauf anzukurbeln und damit den Puls zu erhöhen wie z. B:
- Kaffee oder Tee
- Regelmässige sportliche Betätigung
- Wechselduschen
Wie kann man einem niedrigen Puls vorbeugen?
Um einer Bradykardie vorzubeugen sollten folgende Risikofaktoren vermieden werden:
- Übermässiger Alkoholkonsum
- Rauchen
- Drogenkonsum
- Ungesunde Ernährung
- Bewegungsmangel
Niedriger Ruhepuls (Bradykardie)
Unter einer Bradykardie versteht man eine langsamer als normal verlaufende Herzfrequenz von unter 60 Schläge pro Minute (bpm). Ein niedriger Ruhepuls kann verschiedene Ursachen haben, wie z. B.:
- Herzprobleme
- Medikamente
- Ungleichgewicht der Elektrolyte oder Hormone
Für die meisten jüngeren Menschen sowie gut trainierte Sportler ist eine niedrige Herzfrequenz normal. Denn wenn man körperlich aktiv ist, pumpt das Herz das auch Blut effizienter. Das Gleiche trifft auf den Schlaf zu. Eine niedrige Herzfrequenz im Schlaf ist völlig legitim. Wenn wir schlafen, verlangsamt sich unsere Herzfrequenz normalerweise auf 40 bis 60 Schläge pro Minute.
Mehr zum Thema niedriger Ruhepuls hier. Zur Frage wie messe ich meinen Puls? gehts hier
Ursachen für niedrigen Puls
Eine langsame Herzfrequenz kann viele Ursachen haben, einige davon sind völlig normal, andere hingegen können gefährlich werden. Zu den möglichen Ursachen einer niedrigen Herzfrequenz gehören:
- Alter: Mit zunehmendem Alter kommt es hin und wieder zu einer natürlichen Abnutzung des elektrischen Systems des Herzens. Die Folge davon ist eine Verlangsamung des normalen Herzrhythmus
- Funktionsstörung des Herzens: Fehlfunktion des Sinusknotens
- AV-Block (atrioventrikulärer Block)
Krankheiten als Ursache für niedrigen Puls
Auch Krankheiten oder verschiedene Umstände können eine Bradykardie verursachen. Dazu gehören:
- Herzinfarkte aufgrund einer koronaren Herzkrankheit
- Eine bakterielle Infektion im Blut, die das Herz angreift
- Herzmuskelentzündung
- Schilddrüsenunterfunktion
- Ein Elektrolyt-Ungleichgewicht
- Zu hoher Kaliumspiegel im Blut
- Bestimmte Medikamente, einschließlich Betablocker und Antiarrhythmika
- Angeborene Herzfehler
- Diabetes
- Langanhaltender Bluthochdruck
Zur Diagnosestellung können verschiedene Tests durchgeführt werden, wie z. B. EKG, Langzeit-EKG sowie Belastungs-EKG.
Niedriger Puls Symptome
Es ist durchaus möglich, eine langsame Herzfrequenz zu haben und dabei keine Symptome zu verspüren. Wenn jedoch Symptome auftreten, aber ignoriert werden, kann dies mitunter zu ernsten Problemen führen. Folgende Anzeichen und Symptome treten bei einem niedrigem Puls auf:
- Schmerzen im Brustkorb
- Gedächtnisprobleme
- Schwindel und Benommenheit
- Rasche Ermüdung bei körperlicher Aktivität
- Erschöpfung
- Ohnmacht
- Kurzatmigkeit
Ist ein niedriger Puls gefährlich?
- Wird ein krankhaft und dauerhaft erniedrigter Puls nicht behandelt, kann dies zu einer Herzschwäche sowie Schäden an anderen Organen führen.
- Ein erhöhtes Risiko ist ein Lebensalter über 65 Jahren sowie die Einnahme von bestimmten Medikamenten und bestehende Herzkrankheiten oder vorausgegangene Operationen am Herzen.
Niedriger Puls durch Betablocker
Betablocker werden bei verschiedenen Herzerkrankungen eingesetzt und blockieren dabei die Beta-Adrenozeptoren, die auf den Herzmuskelzellen sitzen. Sind diese Rezeptoren besetzt, können die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin dort nicht andocken und verringern damit die Herzfrequenz.
Die wichtigste Nebenwirkung von Betablockern ist gleichzeitig auch die wichtigste Wirkung. Ein durch Betablocker erniedrigter Puls kann so langsam sein, dass Beschwerden auftreten wie z. B. Schwindel oder Ohnmacht. Manchmal steigt der Puls auch unter Belastung nicht mehr an, was dazu führt, dass Betroffene nicht mehr ausreichend belastbar sind.
Mehr zur Frage: Wie schnell wirken Betablocker bei hohem Puls? hier
Kombination niedriger Puls und hoher Blutdruck
- Tritt ein hoher Blutdruck in Kombination mit niedrigem Puls auf, kann dies auf verschiedene Erkrankungen hindeuten, muss aber nicht zwingend besorgniserregend sein
- Der Blutdruck steigt, wenn die Gefäße enger werden. Der Puls wird jedoch dadurch bestimmt, wie oft sich das Herz kontrahiert
- Ein hoher Blutdruck geht somit nicht automatisch auch mit einem hohen Puls einher oder umgekehrt
Niedriger Puls und Psyche
Wenn uns etwas belastet, kann sich das auch auf unser Herz niederschlagen. Wut, Stress und Angst können dazu führen, dass das Herz schneller klopft und der Puls dabei ansteigt. Doch auch das Gegenteil, nämlich ein niedriger Puls ist eher selten, kann aber auch vorkommen.
Ursachen für langsamer Ruhepuls bei Angstzuständen
- Müdigkeit
- Inaktivität
- Medizinische Ursachen wie z. B. Schilddrüsenunterfunktion
- Falsche Ernährung
Fazit
Unter Bradykardie versteht man eine langsamer als normal verlaufende Herzfrequenz von unter 60 Schläge pro Minute (bpm). Ein niedriger Puls kann gefährlich sein, muss es aber nicht.
Die Behandlung hängt von der jeweiligen Ursache der Bradykardie ab und kann dabei Massnahmen, Medikamente, Eingriffe sowie auch Lebensstiländerungen beinhalten. Es gibt auch einige Hausmittel, die helfen den einen erniedrigten Puls zu erhöhen.
Die wichtigste Nebenwirkung von Betablockern ist gleichzeitig auch die wichtigste Wirkung …. Eine Senkung der Pulsfrequenz.
Die beste Vorbeugung ist eine Vermeidung von Bradykardie-Risikofaktoren. Wird ein krankhaft und dauerhaft erniedrigter Puls nicht behandelt, kann dies zu einer Herzschwäche sowie Schäden an anderen Organen führen.