Eisen-Vorkommen & Wirkung, Tagesbedarf, Blutwerte, Mangel & Therapie

Intro

Eisen … unerlässlich für unsere Gesundheit sowie das Element aus dem unsere Erde besteht. 

Was ist Eisen und welche Rolle spielt es in unserer Ernährung? Was sagen erniedrigte sowie erhöhte Eisenwerte über unseren Gesundheitszustand aus, wo finden wir Eisensupplements und wie kann ein Eisenmangel therapiert werden?

Welche Rolle spielt Eisen in der Schwangerschaft, bei Kindern und in der Homöopathie und warum Eisen & Orangensaft dabei eine perfekte Kombination abgeben? Nehmen wir das Eisen genauer unter die Lupe … 

Mehr zum Thema Mineralstoffe hier

Definition: Was ist Eisen?

Das Metall Eisen

Eisen ist ein reichlich vorhandenes, nützliches, kostengünstiges sowie sehr wichtiges Metall. Es ist hart, spröde, schmelzbar und wird zur Herstellung anderer Legierungen, wie z.B. Stahl, verwendet.

Es ist auch das am weitesten verbreitete Element der Erde und bildet einen großen Teil des äußeren sowie inneren Kerns unseres Planeten. 

Reines Eisen ist silberweiß und durch hohe Magnetisierbarkeit gekennzeichnet. An der Luft oxidiert es und bildet bei feuchter Luft entsprechend Rost

Eisen und Leben 

Eisen trägt aber nicht nur zum Aufbau der Welt um uns herum bei, sondern hält auch Pflanzen, Tiere sowie uns Menschen am Leben. Bei Pflanzen spielt Eisen eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Chlorophyll. Für uns Menschen hingegen dient es als wesentliches Element für die Blutbildung sowie Bestandteil von Hämoglobin, der Substanz, die in den roten Blutkörperchen Sauerstoff transportiert. Eisensulfat (FeSO4) wird zur Behandlung der Blutarmut (Anämie) eingesetzt. Mehr dazu detaillierter später im Text.

In unserem Körper wird Eisen als Ferritin in Leber, Milz, Muskelgewebe sowie Knochenmark gespeichert und durch das Transferrin im ganzen Körper verteilt. Bei Verdacht auf eine Blutarmut (Anämie) kann ein Arzt die entsprechenden Werte im Blut überprüfen.

Chemie: Wie ist Eisen aufgebaut? 

Eisen ist ein chemisches Element mit dem Symbol Fe (lateinisch für ferrum), der Ordnungszahl 26 und gehört damit zu den Übergangsmetallen, die im Periodensystem nach der neuen Zählung entsprechend die Gruppe 8 bilden.

Eisen ist auch ein essenzielles Spurenelement und dabei vor allem für die Blutbildung unerlässlich. Im Körper liegt es oxidiert als Eisen (II) und Eisen (III) vor. 

Aufgabe und Eigenschaften: Die Wirkung von Eisen 

Eisen ist ein Spurenelement das der Körper vor allem für Wachstum sowie Entwicklung benötigt. In unserem Körper wird es zur Herstellung von Hämoglobin, einem Protein in den roten Blutkörperchen benötigt, welches den Sauerstoff von der Lunge aus entsprechend in alle Teile des Körpers transportiert und Myoglobin, einem Protein, das unsere Muskeln mit Sauerstoff versorgt. Außerdem braucht der Körper Eisen ebenfalls für die Bildung einiger Hormone.

Funktion und Verwendung von Eisen 

Der Mineralstoff Eisen trägt zur Aufrechterhaltung vieler lebenswichtiger Funktionen im Körper bei und sorgt u. a. für mehr Energie und Konzentration, unterstützt Magen-Darm-Prozesse, das Immunsystem sowie die Regulierung der Körpertemperatur.

Eisen, das Metall 

Eisen ist ein glänzendes, dehnbares, verformbares und silbergraues Metall und kommt in 4 verschiedenen kristallinen Formen vor, Stahl ist dabei die bekannteste Eisenlegierung. Weitere Formen sind z.B. Roheisen, Gusseisen, Kohlenstoffstahl, Schmiedeeisen, legierte Stähle sowie Eisenoxide.

Eisen macht ganze 95 % der weltweit produzierten Metallmenge aus. Dank der Kombination aus niedrigen Kosten sowie hoher Festigkeit ist es unentbehrlich. Seine Anwendungen reichen von Lebensmittelverpackungen hin über Autos, Schraubenziehern, Waschmaschinen sowie Frachtschiffen, bis hin zu Büroklammern. Auch ist Eisen das häufigste Element, aus dem unsere Erde besteht. 

Die Weltproduktion von Eisen beträgt über 500 Millionen Tonnen pro Jahr. Eisen-Hauptfördergebiete sind dabei u.a. China, Brasilien, Australien, Russland sowie die Ukraine. Eisen ist für praktisch alle Lebewesen, von Mikroorganismen bis hin zum Menschen, von grundlegender Bedeutung.

Aussehen 

Reine sowie glatte Eisenoberflächen sind silber-grau. Eisen reagiert jedoch leicht mit Sauerstoff und Wasser und bildet dabei braune bis schwarze hydratisierte Eisenoxide die im Allgemeinen als Rost bekannt sind.

Der Hauptunterschied zwischen rotem und schwarzem Eisenoxid besteht darin, dass rotes Eisenoxid als rotbrauner Feststoff auftritt, während schwarzes Eisenoxid als festes schwarzes Pulver vorliegt. 

Eisen und Hämoglobin 

Eisen ist ein Hauptbestandteil von Hämoglobin, einer Art Protein, welches mit den roten Blutkörperchen den Sauerstoff von der Lunge aus zu allen Teilen unseres Körpers transportiert. Fehlt Eisen, gibt es entsprechend nicht genug rote Blutkörperchen um den Sauerstoff zu transportieren, was zu Erschöpfungszuständen führt. 

Eisen Tagesbedarf 

Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene zwischen 19 und 50 Jahren beträgt:

Männer 8 mg.
Frauen 18 mg.
Schwangere 27 mg.
Stillende 9 mg.

Die höheren Mengen bei Frauen und Schwangeren sind auf den Blutverlust durch die Menstruation und auf das schnelle Wachstum des Fötus zurückzuführen, welcher während der Schwangerschaft eine zusätzliche Blutzirkulation benötigt.

Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die sich im Wachstum befinden benötigen ebenfalls mehr Eisen. Hier sind die Empfehlungen wie folgt: 

Jungen 11 mg.
Mädchen 15 mg.
Schwangere Jugendliche 27 mg.
Stille Jugendliche 10 mg.

Bei Frauen ab 51 Jahren sinkt der Eisen-Tagesbedarf auf 8 mg. wenn davon ausgegangen wird, dass die Menstruation mit der Menopause aufgehört hat. 

Die tolerierbare Höchstmenge für Eisen beträgt 45 mg. täglich für Männer sowie Frauen ab 14 Jahren. Für jüngere Altersgruppen liegt der Höchstwert entsprechend bei 40 mg.

Vorkommen: Eisen-Quellen in der Ernährung 

Eisen findet sich sowohl in tierischer wie auch in pflanzlicher Nahrung. Aus tierischen Lebensmitteln kann der Körper Eisen allerdings 3x besser aufnehmen und direkt verwerten. 

In der Nahrung kommt Eisen entsprechend in 2 Formen vor: Häm- und Nicht-Hämeisen

Das Häm-Eisen ist nur in tierischen Produkten wie z.B. Fleisch, Geflügel und Meeresfrüchten enthalten. 

Nicht-Hämeisen ist in pflanzlichen Lebensmitteln wie z.B. Vollkornprodukten, angereicherten Körner, Nüssen und Samen, Hülsenfrüchten sowie Blattgemüse enthalten. Nicht-Hämeisen ist auch in tierischen Produkten und angereicherten Lebensmitteln enthalten, da Tiere pflanzliche Lebensmittel mit Nicht-Hämeisen verzehren.

Verwertbarkeit

Eisen aus tierischen Lebensmitteln wird von unserem Körper zu mehr als 20% aufgenommen. Bei Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln beträgt die Aufnahmemenge hingegen nur max. 5%

Bestimmte Faktoren können die Aufnahme von Nicht-Hämeisen je nachdem verbessern oder hemmen. Durch die gleichzeitige Einnahme von Vitamin-C z.B. wird die Resorptionsquote deutlich erhöht. Vitamin-C und Hämeisen die mit derselben Mahlzeit eingenommen werden können die Aufnahme von Nicht-Hämeisen ebenso verbessern. Auch Ballaststoffe, große Mengen an Kalzium, insbesondere aus Nahrungsergänzungsmitteln, sowie pflanzliche Stoffe wie Phytate und Tannine können die Aufnahme von Nicht-Hämeisen hemmen.

Besonders reichhaltig ist Eisen in Fleisch, Leber, Hülsenfrüchten sowie Vollkornbrot vorhanden. Der gleichzeitige Verzehr von Milchprodukten, Kaffee oder schwarzem Tee hingegen können die Eisenaufnahme hemmen. 

Hämeisen Quellen

  • Austern, Venusmuscheln sowie Miesmuscheln
  • Rinder- sowie Hühnerleber
  • Organische Fleischsorten
  • Sardinenkonserven
  • Rindfleisch
  • Geflügel
  • Thunfisch in Dosen

Nicht-Hämeisen Quellen 

  • Angereicherte Frühstückscerealien
  • Bohnen
  • Dunkle Schokolade
  • Linsen
  • Spinat
  • Kartoffeln mit Schale
  • Nüsse sowie auch Samen
  • Angereicherter Reis oder Brot

Kochtipps

Koch-Tipp Nr. 1 

Kombiniere eisenhaltiges Gemüse Klever: Ein hoher Eisenwert in Gemüse bedeutet nicht unbedingt, dass es auch wirklich gut eignet ist um den Eisenbedarf zu decken. 

Der Faktor Vitamin-C spielt hier eine entscheidende Rolle: Um das Beste aus eisenhaltigem Gemüse rauszuholen sollte es nicht mit Milchprodukten kombiniert werden, am besten auch gleich das Glas Rotwein oder die Tasse Kaffee dabei weglassen. Stattdessen lieber einen Spritzer Zitronensaft über das Gemüse träufeln oder ein Glas Orangensaft dazu trinken. Mehr zur entsprechend unterstützenden Wirkung von Vitamin-C später im Text. 

Koch Tipp Nr. 2 

Dieses einfache Gericht, das durch die Kombination von Lebensmitteln die reich an Nicht-Hämeisen sowie Vitamin-C sind, kann der Eisengehalt erhöht werden.

Kombiniere dafür in einer Schüssel gekochte Bohnen oder Linsen mit gewürfelten frischen Tomaten, rohem Babyspinat, Kürbiskernen, Cashewnüssen und Rosinen oder getrockneten, gehackten Aprikosen. Alles anschliessend z.B. mit einer einfachen Zitronen-Vinaigrette, hergestellt aus 2 EL Zitronensaft, ½ TL Dijon-Senf, 3 EL Olivenöl und 1 TL Honig beträufeln. Die Zutaten gut umrühren und für mind. 15 min. ziehen lassen, damit sich die Aromen auch perfekt miteinander verbinden.

10 eisenhaltige Gemüse

  • 1. Spinat 3.4 mg./100 mg. 
  • 2. Schwarzwurzel 3.3 mg./100 mg. 
  • 3. Mangold 2.7 mg./100 mg. 
  • 4. Karotten 2.1 mg./100 mg. 
  • 5. Feldsalat 2.0 mg./100 mg. 
  • 6. Grünkohl 1.9 mg./100 mg. 
  • 7. Radieschen 1.5 mg./100 mg. 
  • 8. Rucola 1.5 mg./100 mg. 
  • 9. Broccoli 1.5 mg./100 mg. 
  • 10. Rosenkohl 1.1 mg./100 mg. 

4 eisenhaltige Hülsenfrüchte 

  • 1. Kidneybohnen 8.2 mg./100 mg. 
  • 2. Linsen 8 mg./100 mg. 
  • 3. Kichererbsen 6.1 mg./100 mg. 
  • 4. Erbsen 2.0 mg./100 mg. 

5 eisenhaltige Früchte 

  • 1. Goji Beeren 6.8 mg./100 mg. 
  • 2. Datteln 2.5 mg./100 mg. 
  • 3. Feigen 2.3 mg./100 mg.
  • 4. Rosinen 1.9 mg./100 mg. 
  • 5. Trockenpflaumen 0.9 mg./100 mg. 

Vegetarische/Vegane Eisenquellen  

Da der Körper pflanzliches Eisen weniger gut aufnehmen kann muss bei einer vegetarischen oder veganen Ernährungsweise besonders gut darauf geachtet werden genügend Eisen über die Nahrung aufzunehmen. Bei sorgfältiger Planung ist es jedoch sehr wohl möglich auch mit einer vegetarischen oder veganen Ernährung genügend davon aufzunehmen.

Die Top 10 eisenhaltiger Lebensmittel

1. Entenleber 

2. Schweineleber 

3. Weizenkleie 

4. Kürbiskerne 

5. Sojabohnen

6. Linsen 

7. Leinsamen

8. Kalbsleber

9. Sesam 

10. Quinoa 

Lebensmitteltabelle: Wieviel Eisen enthält …

Lebensmittel Eisen in mg. pro 100 gr.
Aprikosen, getrocknet 6.5
Eigelb 7.2
Bohnen, weiss 6
Entenleber 30
Erbsen, grün 5
Haferflocken 4.6
Haselnüsse 4
Kalbsleber 8
Kichererbsen 6
Kürbiskerne 12
Leinsamen 8
Linsen 8
Mandeln 4
Muscheln 4.2
Pfifferlinge 6.5
Pinienkerne 5
Pistazien 7.5
Quinoa 8
Schokolade, dunkel 8
Schweineleber 22
Sesam 10
Sojabohnen 11
Sonnenblumenkerne 6
Spinat 4
Tofu 5
Weizenkleie 16

Auch wenig eisenhaltiges Obst, wie z.B. Orangen, die aber dafür reich an Vitamin-C sind, können die Eisenresorption begünstigen. Das gleiche gilt auch für Erdbeeren, schwarze Johannisbeeren sowie Äpfel. 

Eisen im Blut: Laborwerte 

Die Bestimmung von Eisen im Blut ist eine wichtige labordiagnostische Messgrösse zur Beurteilung des Eisenstoffwechsels. 

Im menschlichen Organismus befinden sich ca. 2-4 gr. Eisen. Dabei wird ein Drittel des Eisens in der Darmschleimhaut, der Leber, der Milz sowie im Knochenmark gespeichert. Zwei Drittel des Eisens befinden sich dabei im Blut, gebunden an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Im Blut bindet sich Eisen an ein Eiweiß, genauer gesagt an das Transferrin welches das Eisen entsprechend in die verschiedenen Organe und Gewebe verteilt. Soll das Eisen gespeichert werden wird es an das Eiweiss Ferritin gebunden und in dieser Form dann in den Organen abgelagert. 

Zur Diagnose eines Eisenmangels sowie eines Eisenüberschusses muss immer der Gehalt von Eisen, Ferritin und Transferrin bestimmt werden. Der Eisenmangel ist dabei die weitaus häufigere Diagnose. Überschüssiges Eisen kann sich in den Organen ablagern, hauptsächlich in der Leber und dort Schäden verursachen. 

Eisenmangel: Eisen zu tief 

Ein Mangel an Eisen wird als Eisenmangelanämie bezeichnet. Er ist weltweit der häufigste Nährstoffmangel und führt u.a. zu extremer Müdigkeit sowie Schwindelgefühlen. Betroffen davon können alle Altersgruppen sein. Am häufigsten tritt jedoch ein Eisenmangel bei Kindern, Frauen während der Menstruation oder in der Schwangerschaft, sowie bei Menschen auf, die sich Eisenarm ernähren.

Eisenmangelanämie

Eisenmangel tritt in verschiedenen Stadien auf. Die milde Form beginnt mit einer Abnahme des gespeicherten Eisens, die in der Regel entweder auf eine eisenarme Ernährung oder auf übermäßige Blutungen zurückzuführen ist. Lässt sich dieser nicht beheben kommt es in der nächsten Phase zu einer stärkeren Erschöpfung der Eisenspeicher und somit zu einem Rückgang der roten Blutkörperchen. Dies führt schließlich zu einer Eisenmangelanämie, bei der die Eisenspeicher aufgebraucht sind und es zu einem erheblichen Verlust an roten Blutkörperchen kommt. 

Zur Feststellung einer Blutarmut (Anämie) untersucht der Arzt in der Regel zunächst das komplette Blutbild inkl. Hämoglobin, Hämatokrit sowie anderen Faktoren, die das Volumen und die Größe der roten Blutkörperchen messen. Liegt dieses unter dem Normwert können zusätzlich Ferritin und Transferrin gemessen werden, um festzustellen, ob es sich bei der Art der Anämie um einen Eisenmangel handelt. Alle diese Werte würden abfallen, wenn eine Blutarmut vorliegt.

Anzeichen für einen Eisenmangel

  • Müdigkeit und allgemeine Schwäche
  • Schwindel sowie Benommenheit
  • Konzentrationsschwäche
  • Empfindlichkeit gegenüber Kälte
  • Kurzatmigkeit
  • Herzklopfen
  • Blasse Haut
  • Haarausfall sowie brüchige Nägel

In der Regel wird ein Eisenmangel mit oralen Eisenpräparaten von bis zu 150-200 mg. elementarem Eisen pro Tag korrigiert. Personen mit hohem Risiko kann entsprechend bis zu 60-100 mg. täglich verschrieben werden.

Risikogruppen für die Entstehung von Eisenmangel

Schwangere Frauen

Während der Schwangerschaft produziert eine Frau viel mehr rote Blutkörperchen für den Fötus, was den Eisenbedarf zusätzlich erhöht. Ein Eisenmangel während der Schwangerschaft kann zu Frühgeburten oder einem niedrigem Geburtsgewicht bei Kindern führen, weshalb Eisen auch routinemäßig in pränatalen Vitaminen enthalten ist. Schwangeren Frauen wird empfohlen täglich 27 mg. Eisen einzunehmen. 

Menstruierende Frauen 

Frauen die während ihrer Menstruation stark Bluten können eine Blutarmut entwickeln.

Kinder 

Säuglinge und Kinder haben aufgrund ihres schnellen Wachstums einen hohen Eisenbedarf.

Ältere Menschen 

Im höheren Lebensalter besteht ebenfalls ein entsprechend höheres Risiko für eine schlechte Ernährung und chronische Entzündungskrankheiten die zu Anämie führen können. 

Vegetarier, Veganer 

Menschen die sich ohne Hämeisen aus Fleisch, Fisch und Geflügel ernähren können eine Blutarmut entwickeln, wenn sie nicht genügend Nicht-Hämeisen-Lebensmittel zu sich nehmen. Da das Nicht-Hämeisen nicht gut resorbiert wird müssen entweder größere Mengen dieser Lebensmittel verzehrt werden oder es muss darauf geachtet werden wie sie verzehrt werden, um die Resorption dabei zu verbessern. Der Verzehr zusammen mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln ist hier eine gute Option. Während der Verzehr zusammen mit kalziumreichen Lebensmitteln, Kalzium-Präparaten, Kaffee oder Tee vermieden werden sollte. 

Ausdauersportler

Bei weiblichen Ausdauersportlern die menstruieren ist das Risiko für eine Anämie am höchsten. Eisenmangel bei Sportlern vermindert sowohl die sportliche Leistung als auch die Aktivität des Immunsystems. Ein Mangel an Hämoglobin kann die Leistung bei körperlicher Anstrengung stark beeinträchtigen, da er die Fähigkeit des Körpers Sauerstoff zu den Muskeln zu transportieren verringert.

Menschen mit chronischem Nierenversagen, Dialysepatienten

Die Nieren produzieren ein Hormon namens Erythropoietin (EPO), welches dem Körper signalisiert entsprechend rote Blutkörperchen zu bilden. Durch das Nierenversagen verringert sich entsprechend auch die Produktion von EPO. Darüber hinaus kommt es bei der Hämodialyse (Blutwäsche) zu einem gewissen Blutverlust.

Erkrankungen mit erniedrigten Eisenwerten

  • Eisenmangelanämie: Verdacht auf Blutungen, Erkrankungen des Verdauungstraktes, Diät, Wachstum sowie Schwangerschaft
  • Infektionen 
  • chronische Entzündungen 
  • Tumore

Bei Entzündungen ist grundsätzlich das Eisen sowie der Ferritingehalt vermindert. Bei einer Schwangerschaft hingegen ist das Eisen erhöht und der Ferritingehalt dagegen erniedrigt. 

Optionen zur Behebung eines Eisenmangels

  • Orale Gabe von Eisen II, bzw. Eisen (III) Verbindungen 
  • Intravenöse Applikation von Eisen (III) Komplexen 

Detaillierter werden wir zu den Möglichkeiten der Eisentherapie wie z.B. Medikamente und Infusionen später noch eingehen. 

Eisen Überschuss: Eisen zu hoch 

Obwohl Eisen wichtig ist für den Menschen kann zu viel Eisen für den Körper auch toxisch, bzw. giftig sein. Zu große Eisenmengen reagieren entsprechend mit Peroxiden, wodurch freie Radikale entstehen. 

Eine Eisenvergiftung ist selten, da der Körper die Eisenaufnahme reguliert und automatisch weniger absorbiert, wenn die Eisenspeicher ausreichend gefüllt sind. Ein Eisenüberschuss entsteht meist durch die Einnahme von hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln wenn diese nicht benötigt werden oder durch eine genetische Veranlagung, die zu viel Eisen speichert, die Hämochromatose. Deshalb sind Eisenpräparate auch nur bei einem Eisenmangel empfehlenswert. 

Hämochromatose

Bei bestimmten Menschen liegt eine Erbkrankheit vor, die Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) genannt wird und zu einer übermäßigen Anhäufung von Eisen im Körper führt. Das Eisen reichert sich dabei vorwiegend in der Leber an und führt dort zu Siderose (Ablagerung von Eisensalzen) und Organschäden

Bei einem schweren Eisenüberschuss muss evtl. auch ein Aderlass durchgeführt werden, wodurch Blut und damit auch entsprechendes Eisen entnommen wird. Menschen mit Hämochromatose werden zu einer eisenarmen Ernährung sowie zur Vermeidung von eisenhaltigen Zusätzen ermahnt. Bleibt die Krankheit unbehandelt kann sich das Eisen in bestimmten Organen ablagern und so das Risiko für Erkrankungen wie Leberzirrhose, Leberkrebs sowie auch Herzerkrankungen erhöhen. 

Anzeichen für einen Eisenüberschuss

  • Verstopfung
  • verdorbener Magen
  • Übelkeit sowie Erbrechen
  • Unterleibsschmerzen
  • Müdigkeit 
  • Konzentrationsschwäche 
  • Bronzefärbung der Haut 
  • Gelenkbeschwerden 

Ursachen für erhöhte Eisenwerte

  • Hämolytische Anämie (Blutarmut bedingt durch die Zerstörung roter Blutkörperchen)
  • Aplastische Anämie (Blutarmut durch verminderte Zellbildung im Knochenmark)
  • Transfusionen 
  • Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) 
  • zu hohe Eisenzufuhr 
  • Leukämie (Blutkrebs) 
  • Leberschäden (z.B. Hepatitis)
  • ausgeprägter Alkoholkonsum 

Auch in der Schwangerschaft kann der Eisengehalt im Blut erhöht sein, was in dieser Situation aber als normal betrachtet wird.

Supplements: Eisenpräparate und eisenhaltige Nahrungsergänzungsmittel

Eisen ist in Form von Nahrungsergänzungsmitteln erhältlich. Freiverkäufliche hochdosierte Eisenpräparate die Personen mit Eisenmangelanämie verschrieben werden können dabei bis zu 65 mg. Eisen enthalten. Es gibt verschiedene Arten von Eisenpräparaten, die rezeptfrei erhältlich sind, darunter Eisensulfat, Eisenfumarat sowie Eisengluconat.

Die verschiedenen Präparate

Wenn auf dem Etikett 2 Eisenmengen angegeben sind entspricht die größere Zahl der chemischen Verbindung, z. B. Eisensulfat, während sich die kleinere Zahl nur auf die Menge des Eisens in der Verbindung bezieht die auch als elementares Eisen bezeichnet wird. Elementares Eisen ist dabei die wichtigere Zahl, da dies die Menge ist, die der Körper auch aufnehmen kann.

Alle Arten von Eisenpräparaten tragen zur Erhöhung der Produktion roter Blutkörperchen bei, unterscheiden sich jedoch in den Kosten und der Menge an elementarem Eisen.

Eisengluconat wird dabei in der Regel in flüssiger Form verkauft. Einige klinische Studien haben gezeigt, dass es besser absorbiert wird als Eisensulfat-Tabletten. Allerdings enthält Eisengluconat weniger elementares Eisen als Eisensulfat, so dass eine höhere Dosierung erforderlich sein kann, um einen entsprechenden Mangel zu beheben.

Es wurden neuere Formen von Eisenpräparaten mit langsamer Freisetzung eingeführt die dazu beitragen können die gastrointestinalen Nebenwirkungen zu reduzieren. Diese sind jedoch teurer und enthalten normalerweise nur weniger Eisen.

Eisenpräparate im Test: Welches sind die besten Eisenpräparate? 

Hier die Testsieger im Bereich Eisenpräparate: 

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Die besten Eisenpräparate gibt es hier online zu kaufen: 

Eisen Dosierung  

Der Eisenbedarf eines erwachsenen Mannes liegt gemäß Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei rund 8 mg. pro Tag. Bei erwachsenen Frauen sind es entsprechend 18 mg. täglich. Schwangeren hingegen wird eine Eisenzufuhr von 27 mg. pro Tag empfohlen, bei Sportlern sind es 10-20 mg

Eisen Einnahme 

Eisenpräparate sollten vorzugsweise immer auf nüchternen Magen, d.h. ca. 1 Stunde bis 30 min. vor dem Frühstück, eingenommen werden, damit der Körper auch optimal davon profitieren kann. Nimmt man sie zu einer anderen Tageszeit ein sollte die letzte Mahlzeit dabei mind. 2 Stunden her sein und die nächste frühestens nach 1 Stunde wieder eingenommen werden.

Die Einnahme von Vitamin-C verbessert die Eisenaufnahme im Darm, deshalb kombiniert man die Eiseneinnahme idealerweise mit Ascorbinsäure (Vitamin-C) oder einem Glas Orangen- oder Zitronensaft.

Wichtig: Kein Kaffee oder Tee dazu trinken. Die darin enthaltenen Gerbstoffe können nämlich die Eisenaufnahme hemmen. Deshalb empfiehlt es sich zum Kaffee oder Tee auch einen Abstand von mind. 2 Stunden einzuhalten.

Eisenmedikamente

Neben der Bestimmung der optimalen Eisentherapie ist es nicht minder wichtig dabei auch der Ursache des Eisenmangels auf den Grund zu gehen. Denn es könnte eine Grunderkrankung vorliegen, die mitbehandelt werden muss. Bei einem Eisenmangel aufgrund einer verminderten Eisenaufnahme über die Nahrung kann Eisen in Form von Tabletten zugeführt werden.

Es gibt viele pflanzliche sowie tierische Produkte die grosse Eisenmengen enthalten. Für unseren Körper ist die Aufnahme aus Lebensmitteln dabei die leichtere Variante und frei von medikamentös bedingten Nebenwirkungen. Eine Eisensubstitution bei gefülltem Eisenspeicher (normales Ferritin) ist nicht indiziert und potenziell sogar schädlich. Nach einer Eisentherapie sollte 8-12 Wochen nach der letzten Einnahme eine Nachkontrolle, inkl. Blutbild, erfolgen. 

Grundsätzlich sollten Eisentabletten nicht gleichzeitig mit Antibiotika (Tetrazykline) oder Magenschutztabletten eingenommen werden, da sie sich gegenseitig daran hindern vom Dünndarm aufgenommen zu werden und somit nicht wirken können.

Verstopfung ist eines der häufigsten Nebenwirkungen der Eisentherapie. Auch kann eine Eisentherapie den Stuhl schwarz färben, was in diesem Fall kein Grund zur Sorge ist.

Eiseninfusion 

Intravenöse Eiseninfusionen sind angezeigt, wenn orale Eisenpräparate aufgrund von Nebenwirkungen nicht vertragen werden, schlecht resorbiert werden oder eine sehr schwere Eisenmangelanämie vorliegt. Die Eiseninfusion ist ein Verfahren bei welchem dem Körper Eisen intravenös, d.h. durch eine Nadel in eine Vene, zugeführt wird.

Indikationen für eine Eiseninfusion

  • Keine Eisenaufnahme über die Nahrung möglich
  • Ungenügende Eisenaufnahme über den Darm 
  • Blutverluste, die verhindern das Eisen überhaupt absorbiert werden kann 
  • Eine schnellstmögliche Erhöhung des Eisenspiegels um medizinische Komplikationen sowie Bluttransfusionen zu vermeiden

Eine Eiseninfusion kann durchaus Zeit in Anspruch nehmen, oft sind auch mehrere Infusionen erforderlich um den Eisenspiegel im Körper entsprechend zu erhöhen. Die langsame Infusionsgeschwindigkeit hilft dabei Komplikationen zu vermeiden. Es gibt jedoch auch Präparate, die in Form von Kurz-Injektionen erfolgen können. Nach der Eiseninfusion wird der Patient zur Sicherheit noch für ca. 30 min. in der Praxis überwacht. 

Nebenwirkungen

Unmittelbar nach einer Eiseninfusion können Nebenwirkungen wie z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Juckreiz oder Brennen sowie eine Schwellung an der Injektionsstelle auftreten.

Läuft die Eiseninfusion paravenös kann dies zu einer bräunlichen Verfärbung um die Injektionsstelle herumführen, welche Monate, manchmal sogar Jahre sichtbar bleibt. 

Eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation bei Eiseninfusionen ist die Eisentoxizität. Die Symptome der Eisentoxizität können einen anaphylaktischen Schock verursachen und führen im Laufe der Zeit ebenso zu einem Eisenüberschuss im Körpergewebe.

Eisen Nebenwirkungen 

Oral eingenommenes Eisen führt häufig zu gastrointestinalen Nebenwirkungen wie z.B. Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen sowie Verstopfung. Eine Eisentherapie kann ebenso den Stuhl schwarz färben, was kein Grund zur Sorge ist. 

Eisen und Vitamin-C

Vitamin-C kann einem Eisenmangel positiv entgegenwirken. Deshalb ergeben ein Glas Orangensaft und Eisentabletten auch eine nahezu perfekte Kombination ab. Wer kein Orangensaft mag kann auch zu anderen Säften wie z.B. rote Johannisbeere, Sauerkirsche, Pflaumensaft oder rote Beete Saft greifen. Alles ebenfalls gute Vitamin-C-Lieferanten und hilfreich zur optimalen Eisenaufnahme. 

Eisen und Spinat 

Spinat, der grosse Eisenmythos.  

Die Geschichte besagt, dass der Eisengehalt von Spinat in den frühen 1900er Jahren aufgrund eines falsch gesetzten Kommas in einer wissenschaftlichen Arbeit um das Zehnfache überschätzt wurde. Ein weiteres Opfer dieses Mythos ist die Zeichentrickfigur Popeye, die wie wir alle wissen ja bekanntlich gerne Spinat isst.

Die Annahme, dass in den Original-Comics der Verzehr von Spinat wegen seines Eisengehalts gefördert wurde ist falsch. Sein Schöpfer, Elzie Segar, wählte den Spinat aufgrund seines hohen Vitamin-A-Gehalts

Der Eisengehalt von Spinat beträgt rund 4 mg. pro 100 gr. Damit übertrifft er nicht nur viele anderen Gemüsesorten, sondern auch die Eisenmenge in einigen Fleischsorten. Im Gemüse ist das Eisen entsprechend in Form von Nicht-Hämeisen enthalten, welches vom Körper demnach nicht so leicht aufgenommen wird. Nur etwa 1.7 % des im Spinat enthaltenen Nicht-Hämeisens werden somit also durch den Verzehr von Spinat aufgenommen. Dennoch gibt es gute Gründe dafür Spinat zu essen … auch wenn es nicht wegen des Eisengehalts ist. Spinat ist besonders reich an Vitamin-A-Vorläufer Verbindungen, den Carotinoiden. Vitamin-A ist für unsere Sehkraft, wie auch unser Immunsystem wichtig.

Eisen und Haut 

Wirkt sich ein niedriger Eisengehalt auf unsere Haut aus? 

Das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen verleiht dem Blut seine rote Farbe, weshalb ein durch Eisenmangel verursachter niedriger Eisengehalt das Blut weniger rot erscheinen lässt. Deshalb kann die Haut bei Menschen mit Eisenmangel auch etwas von ihrer Farbe verlieren. Besteht im Körper ein Eisenmangel können Zellen sowie Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Als Folge davon erscheint die Haut trocken und blass, es kann auch ein Juckreiz bestehen. 

Kann zu viel Eisen Hautprobleme verursachen?

Ein Eisenüberschuss wird entsprechend in den Organen gespeichert und kann damit zu einer Reihe von medizinischen Problemen, u. a. auch Hautproblemen, führen. 

Eisen und Verdauungsbeschwerden

Jeder 4. klagt über Verdauungsbeschwerden unter der Einnahme von Eisenpräparaten, dazu können Verstopfungen aber auch Durchfall gehören. 

Was können wir dagegen tun? 

Zur Vermeidung sowie Linderung der Beschwerden bietet sich die Einnahme des Eisenpräparates auf nüchternen Magen an. Am besten zusammen mit einem Glas Orangensaft oder etwas anderem Vitamin-C haltigem. Dadurch kann die Resorption erhöht werden, wodurch wiederum weniger Eisen in den Dickdarm gelangt. 

Dasselbe gilt für Durchfall.

Eisen in der Schwangerschaft 

Ein Eisenmangel kommt in der Schwangerschaft relativ häufig vor. Während der Schwangerschaft ist der Eisenbedarf erhöht und Schwangeren wird deshalb eine Dosis von 27 mg. Eisen pro Tag empfohlen. 

Aus Studien geht hervor, dass ein Eisenmangel während der Schwangerschaft zu schweren Komplikationen wie z.B. Früh- oder Fehlgeburten, sowie Kinder mit verringertem Geburtsgewicht führen kann. Auch erhöht ein mütterlicher Eisenmangel gleichzeitig ebenfalls das Risiko von postpartalen Infektionen. Über die gesamte Schwangerschaft weg werden ca. 1000 mg. Eisenreserven benötigt damit sich das Baby gesund entwickelt und die Mutter entsprechend ausreichend Blut bildet um die Gebärmutter und Plazenta optimal damit zu versorgen.

Eisen für Kinder 

Alter Eisenbedarf in mg.
0-7 Monate 11
1-3 Jahre 7
4-8 Jahre 10
9-13 Jahre 8
Teenager ab 14 Jahren m: 11
w: 15

Anzeichen und Symptome von Eisenmangel bei Kindern 

  • Blasse Haut
  • Müdigkeit
  • Kalte Hände sowie Füße
  • Verlangsamtes Wachstum, bzw. Entwicklung
  • Appetitlosigkeit
  • Ungewöhnlich schnelle Atmung
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Häufige Infektionen

Idealerweise sollten Kinder Eisen über eine ausgewogene sowie nährstoffreiche Ernährung zu sich nehmen. 

Eisen in der Homöopathie 

Die Alternativmedizin als alleinige Maßnahme ist nur bedingt zur Eisenmangeltherapie geeignet und die Homöopathie dabei schlussendlich eine Glaubensfrage. 

Hausmittel gegen Eisenmangel

Brennnesseln gehören zu den Heilkräutern die gutes Eisen enthalten. Sie können entweder pur oder im Salat, in der Suppe oder als Smoothie unterstützend wirken. 

Die Homöopathie bietet bei einem Eisenmangel z.B. Ferrum pentarkan an. Dabei handelt es sich um ein Komplexmittel das nicht nur Eisen enthält, sondern auch die Eisenaufnahmefähigkeit des Körpers fördert. Ebenfalls empfehlenswert bei Blutarmut infolge eines Eisenmangels ist Ferrum metallicum. Als sinnvolle Ergänzung zu eisenhaltigen Lebensmitteln kann auch das Schüssler Salz Nr. 3 (ferrum phosphoricum) eingenommen werden. Zur besseren Eisenaufnahme eignen sich ebenso Calcium phosphoricum (Nr.2) und Manganum sulfuricum (Nr. 17)

Bei massiven Mangelerscheinungen ist die Medikation durch einen Arzt dabei unumgänglich. 

Eisen Facts 

  • Etwa 70 % des körpereigenen Eisens befindet sich in den roten Blutkörperchen des Blutes, dem so genannten Hämoglobin sowie in den Muskelzellen, dem Myoglobin 
  • Zu wenig Eisen ist schlecht, zu viel aber auch
  • Eisen ist ein Element, dass seit mind. 5000 Jahren in seiner reinen Form bekannt ist
  • Der Name Eisen kommt vom angelsächsischen Wort “Eisen” sowie vom skandinavischen “iarn” für das Metall
  • Das Elementsymbol für Eisen ist Fe, das vom lateinischen Wort dafür abstammt 
  • Obwohl Eisen als ein essenzieller Mineralstoff gilt ist ein Grossteil davon extrem giftig. 20 mg. Eisen pro Kilogramm Körpergewicht sind giftig … 60 mg. pro Kilogramm Körpergewicht sogar tödlich
  • Eisen macht ca. 5.6 % der Erdkruste aus

Fazit 

Das Metall Eisen ist ein reichlich vorhandenes, nützliches sowie kostengünstiges Metall. Reines Eisen ist silberweiß und bildet einen grossen Teil des äußeren und inneren Kerns unseres Planeten, spielt ebenso eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Chlorophyll in Pflanzen und dient uns Menschen als Bestandteil von Hämoglobin, der Substanz die in den roten Blutkörperchen Sauerstoff transportiert.

Chemisch gesehen ist Eisen ein Element mit dem Symbol Fe (lateinisch für ferrum) sowie der Ordnungszahl 26.

Der Eisenbedarf eines erwachsenen Mannes liegt gemäß Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei rund 10 mg. pro Tag. Bei erwachsenen Frauen sind es entsprechend 15 mg. täglich. Schwangeren wird ein Eisenbedarf von 27 mg. pro Tag empfohlen, Sportlern 10-20 mg. Eisen findet sich in tierischer sowie pflanzlicher Nahrung. Aus tierischen Lebensmitteln kann es der jedoch 3x besser aufnehmen sowie direkt verwenden.

Zur Diagnose eines Eisenmangels sowie eines Eisenüberschusses muss immer der Gehalt von Eisen, Ferritin wie auch Transferrin bestimmt werden. Ein Mangel an Eisen wird entsprechend auch als Eisenmangelanämie bezeichnet und ist weltweit der häufigste Nährstoffmangel. Vitamin-C kann einem Eisenmangel positiv entgegenwirken, deshalb ergeben ein Glas Orangensaft und Eisentabletten eine perfekte Kombination.