Aufgeblähter Bauch- Ursachen, Krankheiten, Tipps & Hausmittel

Intro

Ein aufgeblähter Bauch fühlt sich angespannt, prall und oft auch schmerzhaft an. Man kann sich aber auch aufgebläht fühlen, wenn kein aufgeblähter Bauch sichtbar ist. Meistens steckt hinter einem Blähbauch ein Verdauungsproblem, aber auch Hormone, Stress, Lebensmittel sowie verschiedene medizinische Ursachen können zu einem aufgeblähten Bauch führen. Oft entweicht die angesammelte Luft im Bauch von allein wieder. Hält ein aufgeblähter Bauch jedoch an oder tritt dieser öfter auf, kann auch eine Krankheit dahinterstecken. Denn neben Luft können sich auch Wasser oder andere Flüssigkeiten im Bauch ansammeln und entsprechend einlagern. 

Was ist ein aufgeblähter Bauch, wie häufig ist er und wie lange hält er an? Was sind die Ursachen für einen Blähbauch, bei welchen Krankheiten bläht der Bauch auf und was kann man dagegen tun? Welche Tipps zur Vorbeugung und Hausmittel helfen und wann wird ein aufgeblähter Bauch gefährlich?

Über aufgeblähter Bauch: Was ist ein aufgeblähter Bauch? 

Beim aufgeblähten Bauch wird oft auch von Meteorismus gesprochen. Ein Blähbauch ist in erster Linie ein Gefühl der Angespanntheit, des Drucks oder ein Völlegefühl. Diese Gefühle können, müssen aber nicht mit einem auch sichtbar aufgeblähten Bauch einhergehen. Die Empfindung kann dabei von einem leichten Unbehagen bis hin zu starken Schmerzen reichen. In der Regel verschwindet ein aufgeblähter Bauch nach einiger Zeit wieder, manchmal handelt es sich aber auch um ein immer wiederkehrendes Phänomen. Verdauungsprobleme und Hormonschwankungen z. B. können zu zyklischen Bauchblähungen führen. Verschwindet der aufgeblähte Bauch nicht, sollte ein Arzt konsultiert werden, um die Ursache dafür zu ermitteln.

Häufigkeit: Wie häufig ist ein aufgeblähter Bauch? 

Zwischen 10-25 % der ansonsten gesunden Menschen klagen gelegentlich über einen aufgeblähten Bauch. Etwa 10 % davon geben dabei zudem an, dass sie regelmässig davon betroffen sind. Bei Patienten mit Reizdarmsyndrom können es sogar bis zu 90 % sein. Bei bis zu 75 % der Frauen tritt ein aufgeblähter Bauch dabei kurz vor und während der Periode auf. Mehr zu den Blähbauchursachen später detaillierter.

Wie lange hält ein aufgeblähter Bauch an? 

Wenn der Blähbauch auf etwas, das man gegessen oder getrunken hat, oder auf Hormonschwankungen zurückzuführen, sollte dieser sich innerhalb weniger Stunden bis Tagen zurückbilden. Bei Verstopfung hingegen geht der Blähbauch erst dann wieder weg, wenn der Stuhlgang einsetzt. Wasser, Bewegung und Kräutertees können dabei helfen, all diese Dinge zu unterstützen. Wenn die Beschwerden nicht verschwinden oder sogar schlimmer werden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Mehr dazu, wann man mit einem Blähbauch zum Arzt sollte und mehr Hausmittel bei Blähbauch später im Text.

Ursachen: Warum ist mein Bauch so aufgebläht? 

Was verursacht ein aufgeblähter Bauch? 

Die häufigste Ursache für einen aufgeblähten Bauch sind starke Darmblähungen. Ist der Bauch nach dem Essen aufgebläht, kann es sich dabei um ein Verdauungsproblem handeln oder einfach, weil man zu viel oder zu schnell gegessen hat. Manchmal liegt auch eine Lebensmittelunverträglichkeit oder andere Erkrankungen vor, die dazu führen, dass sich Gase entsprechend im Darm ansammeln. Eine weitere häufige Ursache für vorübergehende Bauchblähungen bei menstruierenden Frauen ist der Menstruationszyklus. Unter Umständen kann ein aufgeblähter Bauch auch auf eine ernste Erkrankung hinweisen. Mehr zu Krankheiten, welche zu einem aufgeblähten Bauch führen können gleich. Nehmen wir erstmal die möglichen Ursachen nun etwas genauer unter die Lupe.

Blähungen 

Gase sind ein natürliches Nebenprodukt der Verdauung, zu viel Darmgas bedeutet jedoch, dass die Verdauung gestört ist. Zwar nehmen wir Gase auf, indem wir Luft schlucken oder kohlensäurehaltige Getränke trinken, diese Gase entweichen jedoch meist durch Rülpsen, noch bevor sie unseren Darm erreichen. Die Gase in unserem Darm stammen hauptsächlich von Darmbakterien, die bei der Verdauung von Kohlenhydraten entstehen. Findet eine erhöhte Fermentation (Gärung) statt, liegt das daran, dass die Kohlenhydrate nicht auf natürliche Weise zu einem früheren Zeitpunkt bereits im Verdauungsprozess absorbiert wurden, bevor sie die Darmbakterien erreichen. Das kann verschiedene Gründe haben. Möglicherweise hat man einfach zu viel und zu schnell gegessen oder es liegt eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Magen-Darm-Erkrankung vor. Zu den möglichen Ursachen von Blähungen gehören Malabsorption von Kohlenhydraten, bakterielle Überwucherung des Dünndarms, Verdauungsstörungen wie das Reizdarmsyndrom, Dyspepsien oder viszerale Überempfindlichkeit

Bestandteile des Verdauungstrakts 

Verdauungsbestandteile können sich in unserem Verdauungssystem ansammeln, wenn es zu einem Rückstau oder einer Verengung im Verdauungstrakt kommt oder wenn die Muskeln, die die Verdauungsbestandteile bewegen, auf irgendeine Weise beeinträchtigt sind. Ursachen für diese Stauung können z. B. Verstopfung sowie entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Divertikulose sein.

Hormone 

Sowohl Östrogen als auch Progesteron können jeweils Blähungen verursachen, indem sie die Beweglichkeit des Darms entweder verlangsamen oder beschleunigen.

Nahrungsmittel

Beim Gemüse zählen vor allem Blumenkohl, Weisskohl oder auch Rotkohl sowie Paprika, Zwiebeln oder Lauch zu den blähenden Gemüsesorten. Beim Obst sind es unreifes Obst, Bananen, Trauben oder auch Orangen. Hülsenfrüchte die blähen sind Bohnen, Erbsen sowie Linsen, bei den Milchprodukten Vollmilch und Joghurt sowie auch Sahne. Ausserdem gilt: Je grösser und schwer verdaulicher die Mahlzeiten, desto grösser auch die Wahrscheinlichkeit für Blähungen. 

Zu viel oder zu schnelles Essen

Iss lieber auf den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten. Lass dir zudem genug Zeit beim Essen und Kaue gut. Denn schlingst du die Nahrung zu schnell herunter, schluckst du dabei viel Luft, die aufblähen kann. Gleicher Effekt übrigens beim Kaugummikauen

Zu wenig Trinken

Unser Körper braucht ausreichend Flüssigkeit, mindestens 2 Liter täglich sollten es sein. Denn sie unterstützt unseren Verdauungstrakt beim Zersetzen der Nahrung, entlastet den Darm und beugt Blähungen vor. Alternativ können auch Kräutertees mit Fenchel oder Ingwer eine gute Lösung sein. Bei den Getränken sind hier vor allem kohlensäurehaltige Getränke zu meiden wie z. B. Sekt, Bier oder auch Kaffee. Zur Frage wie viel Koffein hat Kaffee? geht’s hier. Trink am besten vor und nach den Mahlzeiten, nicht währenddessen, denn beim Schlucken wird erneut Luft aufgenommen. 

Bewegungsmangel

Ein Bewegungsmangel kann Verstopfung und Blähungen begünstigen. Regelmässige Bewegung wie z. B. Yoga, Spaziergänge oder auch Fahrradtouren wirken dem entgegen und regen sowohl den Stoffwechsel wie auch die Darmtätigkeit auf natürliche Weise an. Mehr zum Thema Stoffwechsel anregen hier. 

Bei welchen Krankheiten bläht der Bauch auf?

Aszites (Wasserbauch) 

Neben Luft kann sich auch Wasser in der Bauchhöhle einlagern. Ein Aszites wird auch als Wasserbauch bezeichnet. Zu den typischen Symptomen gehören neben einem Druckgefühl im Bauch auch Blähungen und Schmerzen. Die Ursachen dafür hängen meist mit einer Erkrankung der Leber zusammen. Zum Wasserbauch Selbsttest geht’s hier. 

Leberzirrhose 

Bei einer Leberzirrhose geht das Lebergewebe zugrunde, wandelt sich in Bindegewebe um und vernarbt, die Organfunktion nimmt ab und es kommt dabei zum Leberversagen. Zu den Ursachen einer Leberzirrhose gehören u. a. ein hoher Alkoholkonsum. Die Symptome einer Leberzirrhose sind ein Völlegefühl im Bauch, ein aufgeblähter Bauch sowie eine Gelbfärbung der Augenlederhaut.

Magenschleimhautentzündung 

Geht ein aufgeblähter Bauch mit akuten Magenschmerzen einher, ist oft eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) daran schuld. Die Magenschleimhaut kleidet das Innere unseres Magens aus. Damit unser Magen sich nicht selbst verdaut, produziert er einen entsprechend schützenden Schleim, der sich über diese Magenschleimhaut legt. Wird diese Schutzschicht angegriffen, kommt es dabei zu einer Magenschleimhautentzündung. Die Diagnose wird mit Hilfe einer Magenspiegelung untermauert. Bei einer Gastritis sollte besonders auf eine magenschonende Ernährung geachtet werden und leichte Kost bevorzugt werden. Mehr zum Thema Magenschmerzen und Ernährung hier. Mehr zum Thema Magen Darm Infekt hier.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Lebensmittelunverträglichkeiten wie z. B. Zöliakie oder Laktoseintoleranz können zu einem aufgeblähten Bauch führen. Zusätzliche Symptome hier sind Übelkeit, Erbrechen oder auch Durchfall. Verschiedene Tests helfen bei der Erkennung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Eine entsprechende Behandlung besteht meist darin, Lebensmitte die Probleme verursachen, wegzulassen. 

Krebs 

Hinter einem aufgeblähten Bauch kann selten auch ein Tumor stecken. Die Symptome bei Magenkrebs sind zu Beginn sehr unspezifisch und können aus einem Druckgefühl im Oberbauch sowie Schluckbeschwerden und einer Gewichtsabnahme bestehen. Risikofaktoren für Magenkrebs sind u. a. Rauchen und Alkohol.  

Aufgeblähter Bauch was tun? Aufgeblähter Bauch entblähen 

Was genau bei einem Blähbauch Linderung verschafft, hängt ganz von der jeweiligen Ursache dafür ab.

Effektive Sofortmassnahmen bei aufgeblähtem Bauch

  • Verzichte auf blähende Lebensmittel wie z. B. Kohl, unreifes Obst, Hülsenfrüchte oder Vollfettmilchprodukte sowie kohlensäurehaltige Getränke
  • Würze mit Fenchel, Anis und Kümmel 
  • Trink ausreichend Wasser oder Kräutertees mit Kamille oder Fenchel. Mehr zum Thema welcher Tee bei Magenschmerzen? gibt es hier
  • Ballaststoffe
  • Bauchmassage: Sanft und in kreisenden Bewegungen 
  • Wärmflasche: Wärme hilft, den Magen-Darm-Trakt zu entspannen

Mehr über was tun gegen Blähbauch? hier

Vorbeugung: Wie kann man einem aufgeblähten Magen vorbeugen? 

Wenn Bauchblähungen durch die Ernährung verursacht werden, kann man ihnen durch eine Änderung der Lebensweise vorbeugen. Hier ein paar Tipps. 

5 Tipps zur Vorbeugung eines Blähbauches 

  • Ballaststoffreiche Ernährung: Beginn schrittweise damit, damit sich der Körper auch daran gewöhnen kann. Ballaststoffe sorgen für ein schneller einsetzendes Sättigungsgefühl und wirken zudem präbiotisch und nähren und fördern gute Bakterien
  • Trink genug Wasser, dies fördert die Beweglichkeit des gesamten Verdauungstrakts und verhindert ebenso, dass die zu verdauende Nahrung zu fest wird, um zu passieren
  • Bewege dich regelmässig
  • Vermeide verarbeitete Lebensmittel: Verarbeitete Lebensmittel enthalten wenig Ballaststoffe und dafür viel Salz und Fett. Salz führt zu Wassereinlagerungen und Fett verlangsamt den Verdauungsprozess, da es länger braucht, um verdaut zu werden
  • Iss langsam und Kaue dabei gründlich
  • Achte dich auf Überempfindlichkeiten: Wer aufmerksam ist, kann schnell und einfach feststellen, auf welche Zutaten er besonders empfindlich reagiert. Vielleicht liegt die Ursache eines aufgeblähten Bauches auch in einer Nahrungsmittelunverträglichkeit wie z. B. Zöliakie oder Laktoseintoleranz
  • Probiotika: Probiotika können dabei helfen das Mikrobiom wieder aufzubauen 
  • Hormone: Hormone wie z. B. die Antibabypille können Linderung bei monatlichen Bauchblähungen sowie anderen PMS-Symptomen bringen. Mehr zum Thema wie sicher ist die Pille? hier.

Mehr Tipps zu was tun bei Blähbauch? findest du hier

Bauch aufgebläht und hart 

Eine übermässige Gasansammlung im Bauch kann neben Blähungen (Flatulenzen) auch zu einem sichtbar aufgeblähten Bauch führen, wo die übermässige Luft im Bauch nicht rauskommt und dabei die Bauchdecke und Darmwände nach aussen drückt … die Folge davon ein harter und aufgeblähter Bauch. 

Aufgeblähter Bauch und Schmerzen

Menschen, die häufig mit einem aufgeblähten Bauch kämpfen, leiden oft auch unter starken Bauchschmerzen, die den Blähbauch dadurch noch unangenehmer machen. Alles über Magenschmerzen: Arten und Ursachen hier. 

Aufgeblähter Bauch und Rückenschmerzen

Rückenschmerzen durch Blähungen, geht das? Ja, denn die anatomische Nähe sorgt dafür, dass sich ein gestresster Darm auch auf unseren Rücken auswirken kann. Ist im Dickdarm zu viel Gas, dehnt sich dieser entsprechend aus. Die Lendenmuskeln sowie auch die Rückenmuskulatur befinden sich recht nahe am Dickdarm. Nimmt dieser mehr Platz ein als vorgesehen, strahlen die Beschwerden dabei auch in die Rückenmuskulatur aus. Kommt es zur gleichen Zeit zu sehr intensiven Bauch- und Rückenschmerzen, kann evtl. auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) dahinterstecken. Zum Bauchspeicheldrüsen Selbsttest geht’s hier. 

Aufgeblähter Bauch wie Schwanger

Was ruft einen aufgeblähten Bauch wie Schwanger hervor? Meist ist der Auslöser dabei gar nicht so einfach zu finden, denn die Ursachen für zu viel Luft im Bauch sind sehr vielfältig. Funktionelle Magen-Darm-Trakt Störungen können für einen aufgeblähten Bauch wie in der frühen Schwangerschaft sorgen, meist durch Gase (Meteorismus) bedingt, ebenso wie durch der Verzehr von blähenden Lebensmitteln wie z. B. Bohnen. Liegt eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Intoleranz vor, kann dies zu einem dauerhaft aufgeblähten Bauch sowie auch krampfartigen Schmerzen nach dem Konsum von gewissen Lebensmitteln führen. Mehr über Laktoseintoleranz und Zöliakie hier.

Aufgeblähter Bauch und Menstruation 

Der Grund für einen aufgeblähten Bauch während der Menstruation? Hormone. 3 von 4 Frauen geben an, dass sie vor und während ihrer Menstruation unter einem aufgeblähten Bauch leiden. Der Blähbauch entsteht hier durch einen niedrigen Progesteronspiegel. Ein aufgeblähter Bauch im Zusammenhang mit der Menstruation ist zwar sehr unangenehm, jedoch völlig normal und sollte dabei innerhalb von einigen Tagen nach dem Beginn der Periode wieder verschwinden. Zudem helfen Heisshungerattacken während der Periode leider auch nicht, sondern überfordern dabei oft zusätzlich die Verdauung, wodurch auch vermehrt Gase entstehen.  

Aufgeblähter Bauch ohne Blähungen 

Ein Blähbauch tritt meist in Kombination mit Blähungen auf, kann aber auch ohne vorkommen. Denn nur 50 % der Menschen, die unter Blähungen leiden, berichten dabei auch über einen sichtbar aufgeblähten Bauch. Ein aufgeblähter Bauch ohne Blähungen nach dem Essen z. B. wird meist durch eine übermässige Gasproduktion, Störungen der Darmbewegungen sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten verursacht. Gelegentlich tritt ein aufgeblähter Bauch also auch ohne Blähungen auf, oft aber mit weiteren Beschwerden wie z. B. Aufstossen oder ein Völlegefühl nach dem Essen. Mehr zum Thema Magenschmerzen nach dem Essen hier.

Wann zum Arzt? Wann wird ein aufgeblähter Bauch gefährlich?

Ein aufgeblähter Bauch, der kommt und geht, ist in der Regel entweder verdauungs- oder hormonell bedingt … oder beides. Verschwindet ein aufgeblähter Bauch jedoch nicht wieder, sind die Beschwerden vermutlich ernsterer Natur. Ebenso wenn zum Blähbauch zusätzliche Symptome wie z. B. Fieber oder Erbrechen dazukommen. Weitere Beschwerden und Symptome die zum Arzt gehören sind Aszites (Wasserbauch), eine Flüssigkeitsansammlung im Bauch meist durch  Lebererkrankungen verursacht oder eine Pankreasinsuffizienz, eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Verdauungsenzyme produzieren kann sowie eine Magenentzündung (Gastritis) oder Darmentzündung (Enteritis), häufig verursacht durch eine bakterielle Infektion mit Helicobacter pylori oder durch übermässigen Alkoholkonsum wie auch Krebs. Zum Wasserbauch Selbsttest geht’s hier, zum Helicobacter Selbsttest hier.  

Such einen Arzt auf, wenn der aufgeblähte Bauch:

  • Zunehmend schlimmer wird
  • Länger als eine Woche anhält
  • Anhaltende Schmerzen verursacht
  • Mit Symptomen wie z. B. Fieber, Erbrechen oder Blutungen einhergeht

7 Hausmittel bei aufgeblähtem Bauch

  • Kräutertees, z. B. mit Pfefferminze, Kamille, Ingwer, Kurkuma sowie Fenchel können die Verdauung anregen und bei einem Blähbauch helfen
  • Pfefferminzölkapseln sind ein natürliches krampflösendes Mittel. Das heisst, sie helfen, die Darmmuskulatur zu entspannen. Dies kann helfen, festsitzenden Kot sowie auch Blähungen loszuwerden, insbesondere wenn die Beschwerden auf ein Mobilitätsproblem zurückzuführen sind
  • Antazida: Antazida enthalten häufig den Wirkstoff Simeticon, der den Gasabgang fördert
  • Magnesiumpräparate: Magnesiumpräparate unterstützen die Neutralisierung der Magensäure sowie die Entspannung der Darmmuskulatur. Magnesium hat ebenso eine natürliche abführende Wirkung. Mehr über Magnesium hier
  • Probiotika: Probiotika können helfen, Darmbakterien zu ergänzen oder wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Einige helfen dabei, die Nahrung besser zu verdauen und andere können sogar dazu beitragen, überschüssige Gase zu absorbieren
  • Flohsamenschalen: Ein beliebtes Ballaststoffpräparat, das helfen kann, regelmässigen Stuhlgang zu fördern. Ergänze Ballaststoffergänzungen immer mit viel Wasser
  • Regelmässige Bewegung

Mehr über was tun gegen Blähbauch? hier

Fazit 

Beim aufgeblähten Bauch wird oft auch von Meteorismus gesprochen. Gefühle wie Angespanntheit, Druck oder ein Völlegefühl können mit einem auch sichtbar aufgeblähten Bauch einhergehen und können dabei bis zu starken Schmerzen reichen. Zwischen 10-25 % der ansonsten gesunden Menschen klagen gelegentlich über einen aufgeblähten Bauch, bei Patienten mit Reizdarmsyndrom können es sogar bis zu 90 % sein. 

Die häufigste Ursache für einen Blähbauch sind starke Darmblähungen. Ist der Bauch nach dem Essen aufgebläht, sind dabei meist Verdauungsprobleme oder Lebensmittelunverträglichkeiten daran Schuld. Eine weitere Ursache für vorübergehende Bauchblähungen ist der Menstruationszyklus. Unter Umständen kann ein aufgeblähter Bauch auch auf eine ernste Erkrankung hinweisen. 

Zu den möglichen Ursachen von Blähungen gehören Malabsorption von Kohlenhydraten, bakterielle Überwucherung des Dünndarms oder Verdauungsstörungen sowie das Reizdarmsyndrom, Dyspepsien oder auch eine viszerale Überempfindlichkeit. Aber auch Verdauungsbestandteile, die zu einem Rückstau oder einer Verengung im Verdauungstrakt, Hormone, Nahrungsmittel, zu viel oder zu schnelles Essen oder zu wenig trinken können Blähbauchverursacher sein, genauso wie ein Bewegungsmangel oder Erkrankungen wie Aszites (Wasserbauch), Leberzirrhose, Magenschleimhautentzündung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Zöliakie oder Laktoseintoleranz) oder Krebs

Was genau bei einem Blähbauch Linderung verschafft, hängt ganz von der jeweiligen Ursache dafür ab. Wenn Bauchblähungen durch die Ernährung verursacht werden, kann man ihnen durch eine Änderung der Lebensweise vorbeugen. 

Ein Blähbauch tritt meist in Kombination mit Blähungen auf, kann aber auch ohne vorkommen. Ein aufgeblähter Bauch, der kommt und geht, ist in der Regel entweder verdauungs- oder hormonell bedingt … oder beides. Verschwindet ein aufgeblähter Bauch nicht wieder, sind die Beschwerden vermutlich ernsterer Natur.